Zeitungsbericht über Kooperation für neues Smartphone - kein Zune-Phone
"Pink": Microsoft und Verizon planen iPhone-Konkurrenten
Der Wettstreit zwischen Microsoft und Apple geht in die nächste Runde. Die US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" berichtet über eine Kooperation zwischen dem Windows-Hersteller und dem Mobilfunkprovider Verizon Wireless. Das Smartphone soll demnach Anfang 2010 auf den Markt kommen. Dies sind nicht die ersten Gerüchte um ein Handy des Software-Giganten Microsoft.
Dem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge ist Microsoft federführend an der Entwicklung von Software und Hardware des Smartphones mit Touchscreens beteiligt. Die Fertigung des Handys solle aber eine dritte Firma übernehmen. Verizon Wireless würde das Telefon exklusiv in den USA vermarkten.
Microsoft muss sich gegen Apple und Google behaupten
Das Projekt trage den Codenamen "Pink" und haben zum Ziel die Verbreitung des Handy-Betriebssystems Windows Mobile zu vergrößern. Zwar besitzt Microsoft mit ihm noch große Marktanteile bei den Smartphones. Doch das iPhone sowie das von Google geförderte Betriebssystem Android machen dem Software-Giganten zu schaffen. Eine wesentliche Neuerung solle der "Windows Marketplace for Mobile" sein. Ähnlich wie bei den Angeboten anderer Firmen können Programme aus dem Online-Angebot direkt auf das Handy herunter geladen werden.
Die Gespräche zwischen Microsoft und Verizon Wireless laufen schon seit mehreren Monaten. Zuletzt kochten im Dezember 2008 die Gerüchte um ein Handy von Microsoft hoch. In Anlehnung an den MP3-Player Zune, der sich bisher nicht als erfolgreicher Konkurrent zum iPod von Apple etablieren konnte, kursierte damals die Bezeichnung Zune-Phone. Das "Pink"-Smartphone ist jedoch ein eigenständiges Produkt und keine Weiterentwicklung des Zune Players.
Verizon will zu Konkurrent AT&T aufschließen
Mobilfunkanbieter Verizon Wireless, an dem auch Vodafone beteiligt ist, versucht dem WSJ zufolge mit der Kooperation mit Microsoft Boden gegenüber dem Konkurrenten AT&T gut zu machen. Dieser vermarktet noch bis 2010 das iPhone von Apple in den USA ähnlich wie T-Mobile in Deutschland als einziges Unternehmen und strebt eine Verlängerung des Exklusiv-Vertrags an.
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