Chipkarte ermöglicht Datenaustausch auch bei widrigen Bedingungen
Mobilfunkanbieter: T-Mobile USA entwickelt Mini-SIM-Karte
T-Mobile USA hat eine Mini-SIM-Karte für den Einsatz in Maschinen entwickelt. Die nadelkopfgroßen Chipkarten werden aus Silizium statt wie herkömmlich aus Plastik hergestellt und werden in Geräten eingebaut, die Daten über die Mobilfunkverbindung senden und empfangen. In dem Markt für "Machine-to-Machine-Kommunikationslösungen" - auch M2M genannt - sehen Experten großes Zukunftspotenzial.
Der Vorteil der Mini-SIM-Karten ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Umweltbedingungen. So soll die neue Technologie auch bei hohen Temperaturen, enormer Feuchtigkeit oder Bewegungen sichere Mobilfunkverbindungen gewährleisten. Die Industrie könnte darüber hinaus von der Entwicklung profitieren, weil die Mini-SIM-Karten schon im Produktionsprozess eingebaut werden können. Bisher wurden Maschinen in einem getrennten Verfahren manuell mit SIM-Karten bestückt.
Straßenbeleuchtung wird per Mobilfunknetz gesteuert
Eine der ersten Firmen, die die Mini-SIM-Karten verbaut, ist das US-amerikanische Unternehmen Echelon Corp. Echelon Corp setzt die neue Technologie bei einem Projekt in San José ein. Straßenlampen werden dabei über ein Mobilfunknetz miteinander verbunden. Durch das neue Steuerungssystem sollen Kosten für Betrieb und Wartung gesenkt werden. Auch in Europa wird der Betrieb von Straßenlampen über das Handynetz getestet. Im österreichischen Klagenfurt kooperiert T-Mobile mit dem niederländischen Lampenhersteller Lioris und dem Energielieferanten Energie Klagenfurt, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Klagenfurt, beim Aufbau der Straßenbeleuchtung über das Handy-Netz.
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