Nach Nokia will auch Vodafone in den Musikvertrieb einsteigen
Musikflatrate fürs Handy: Auch Vodafone plant Abodienst
Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone plant für deutsche Handynutzer eine eigene Musik-Flatrate. Ein Sprecher von Vodafone Deutschland bestätigte gestern die Pläne: "Wir werden in den nächsten Wochen ein eigenes Angebot vorstellen", sagte er gegenüber der "Welt". Mit Angeboten der Konkurrenz habe das aber nichts zu tun. Der Dienst sei schon länger in Planung gewesen. Der Handyhersteller Nokia hatte mit "Comes with Music" bereits vergangene Woche einen ähnlichen Dienst angekündigt. Dieser soll nächste Woche in Deutschland starten und Käufern von Nokia-Handys unbegrenzten Zugriff auf fünf Millionen Songs bieten.
Im Gegensatz zu dem Angebot von Nokia soll die Musik-Flatrate von Vodafone ohne digitales Rechtemanagement (DRM) auskommen. Die heruntergeladenen Songs würden dann auf beliebigen Geräten abspielbar sein. Nokias Download-Möglichkeit beschränkt sich anfangs auf vier Nokia-Handys und eine Software für Windows-PC.
Nach Angaben von "Welt Online" soll die Musikflatrate zehn Euro pro Monat kosten. Darin enthalten ist neben dem Zugang zur Musik auch ein passender Tarif für die Datenübertragung. Die genauen Details des Angebots hat Vodafone noch nicht bekannt gegeben. Vodafone betreibt mit dem "Vodafone Music Shop" bereits einen herkömmlichen Musikdienst, bei dem Kunden Songs im MP3-Format auf den PC oder in AAC kodiert auf das Handy herunterladen können. Die Songs beziehungsweise Alben werden dabei einzeln bezahlt.
Die neuen Flatrate-Angebote von Nokia und Vodafone werden wohl nicht die letzten sein. Angeblich ist auch bei T-Mobile eine Musikpauschale in Arbeit. Zu erwarten ist eine Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter Musicload.

Vodafone zeigt auf der CeBIT neue Handys und Smartphones mit GPS-Modul, darunter das VDA GPS, ein Touchscreen-Smartphone mit vollständiger Tastatur. Neu im Vodafone- Portfolio sind zudem das BlackBerry Pearl 8110 und die Nokia-Modelle N78 und N96.
Mobilfunkanbieter Nokia startet Anfang Mai einen eigenen Musikdienst. Beim Kauf eines von vier Nokia-Handys inklusive Mobilfunkvertrag gibt es ein Jahr lang eine kostenlose Musikflatrate dazu. Die Songs können danach weiter genutzt werden. Das Angebot bietet Zugriff auf über fünf Millionen Titel.
Kein Streit mit Nokia: Vodafone hat Medienberichte über einen Boykott von Handys des finnischen Unternehmens wegen vorinstallierter Skype-Software dementiert. Für Nutzer, die den VoIP-Dienst auf dem Handy nutzen wollen, kündigte Vodafone spezielle Datentarife an. Auch T-Mobile prüft solch ein Modell.
Wenige Tage nach dem Deutschlandstart von Nokias "Comes With Music" hat auch Vodafone die angekündigte Musikflatrate gestartet. Für neun Euro im Monat kann sich der Kunde unbegrentzt viele Songs aufs Handy oder den PC laden. Das Abo kann jeden Monat gekündigt werden. Dann sind die Songs aber nicht mehr abspielbar.
T-Mobile will eine Voice-over-IP-Option für Vertragskunden einführen. Das Angebot steht ab dem Sommer in den Tariffamilien Combi und Complete zur Verfügung und ist zu Preisen ab zehn Euro erhältlich. Internet-Telefonie-Dienste im UMTS-Netz hatte T-Mobile in der Vergangenheit blockiert.
Der Netzbetreiber Vodafone plant, sein VDSL-Angebot weiter auszubauen. Der Mobilfunkanbieter plant nach Medienberichten, in 750 deutschen Städten
Hochgeschwindigkeitszugänge anzubieten. Nach eigenen Angaben arbeitet Vodafone bereits am Aufbau des neuen Angebots.
Nokia stellt den Abo-Dienst "Ovi Music Unlimited" in den meisten Länder ein. Dazu zählt auch Deutschland. Die Musikflatrate wurde von den Nutzern nicht so angenommen, wie Nokia sich das erhofft hatte.




