Handy-Gespräche über acht Basisstationen auf dem höchsten Berg der Welt

Nepal Telecom: Mobilfunk für den Mount Everest

Nepal Telecom: Mobilfunk für den Mount Everest Nach dem kräftezehrenden Aufstieg endlich zu Hause anrufen. Oder in dramatischen Situationen schnell Hilfe herbei telefonieren. Auf dem Mount Everest war das in der Vergangenheit nur mit teuren und schweren Satelliten-Telefonen möglich. Wer künftig den höchsten Berg der Welt erklimmt, hat es viel einfacher: Der größte Telekommunikationsanbieter des Himalaya-Staates Nepal, die Nepal Telecom, will den knapp 8.500 Meter hohen Gipfel mit Mobilfunk ausrüsten. Mitte Juni sollen erste Gespräche mit GSM/CDMA-fähigen Handys möglich sein. Auf die ersten Twitter-Posts vom Mount Everest wird man wohl nicht mehr lange warten müssen.

Zur Verbindung nutzen telefonierfreudige Gipfelstürmer die Satellitenantennen, mit der die Nepal Telecom die Region ausrüstet. Das bestehende Netzwerk aus sieben Stationen soll aktuell um eine weitere Antenne in dem Ort Gorak Sheep auf knapp 5.000 Metern über dem Meeresspiegel erweitert werden. Rein theoretisch können über das Netzwerk 3.000 Telefonanrufe gleichzeitig geführt werden, heißt es bei der Nepal Telecom. Sind die Mobilfunkstationen ausgelastet, denkt der Telekommunikationsanbieter auch über weitere Antennen nach.

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Hohe Roaming-Gebühren

Abenteurer, die jetzt vom weltweit ersten Telefongespräch auf dem Mount Everest träumen, sollten an dieser Stelle tief durchatmen: Schon 2007 hat ein englischer Bergsteiger ein Mobilfunkgespräch vom höchsten Berg der Erde geführt. Rod Baber nutzte damals eine chinesische Basisstation und hinterließ eine Sprachnachricht auf einem Voicemail-Account.

Zudem werden die Telefongespräche nicht ganz billig. Wer seine Familie vom Mount Everest aus in Deutschland anruft, zahlt über das T-Mobile Netz knapp drei Euro pro Minute. Bei der dünnen Luft in 8.500 Metern Höhe dürften langatmige Gespräche allerdings auch nicht allzu gesund sein.

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