"Single Viewer"- und "Multi View"-Geräte für einen oder mehrere Betrachter
3D-Effekt ohne Brille: Serienreife Monitore von Tridelity
Das junge Unternehmen Tridelity aus St. Georgen im Schwarzwald stellt auf der Hannover Messe 3D-Monitore aus, deren Bild ohne Brille oder sonstige Hilfsmittel zu erkennen ist. Das Flaggschiff bringt es auf eine Bilddiagonale von 57 Zoll oder umgerechnet 1,45 Meter. Der größte Nachteil der serienreifen Bildschirme ist der noch sehr hohe Preis.
An seinem Messestand zeigt Tridelity seine fünf derzeit verfügbaren 3D-Monitore. Die drei Modelle der "Multi View"-Serie mit Bildschirmgrößen von 27, 42 und 57 Zoll bauen fünf verschiedene beziehungsweise Perspektiven auf. Der Vorteil besteht darin, dass mehrere Nutzer gleichzeitig aus unterschiedlichen Blickwinkeln bequem und bei großer Bewegungsfreiheit die 3D-Inhalte betrachten können.
Die zwei 21 und 24 Zoll großen "Single Viewer"-Geräte sind für Einzelanwender gedacht und bauen nur zwei Perspektiven des Bildinhaltes vor dem Display auf. Für einen optimalen dreidimensionalen Eindruck müssen sich die Augen des Benutzers in den so genannten Stereozonen ("Sweet Spot") befinden. Über ein optionales Tracking-System werde bewirkt, dass sich der "Sweet Spot" den Bewegungen des Betrachters stetig anpasse. So könne sich der Anwender frei vor dem Monitor bewegen, ohne einen Bildqualitätsverlust zu erleiden.
Die Monitore von Tridelity sind autostereoskopische Bildschirme. Das bedeutet, die dreidimensionalen Inhalte sind ohne Hilfsmittel wie "Rot-Grün"- oder Shutter-Brillen zu erkennen. Dieser Effekt lässt sich mit verschiedenen Techniken erreichen. Tridelity benutzt sogenannte Strahlenteiler. Diese sorgen dafür, dass jedes Auge des Betrachters eine leicht unterschiedliche Perspektive, der auf dem Monitor dargestellten Inhalte sehen kann. Das menschliche Gehirn verarbeitet diese zwei unterschiedlichen Perspektiven zu einem räumlichen Bild. Dafür muss man aber je nach Bildschirmgröße einen Mindestabstand von 70 Zentimetern bis 4,25 Metern einhalten.
Die "Single Viewer"-Modelle eignen sich laut Tridelity für 3D-Arbeitsplätze in Bereichen wie der Geo-Informationswissenschaft, Medizin oder bei der Erstellung von Designs und Konstruktionen mit CAD. Die "Multi View"-Geräte sollen als digitale Schilder vor allem Werbebotschaften unter anderem in Geschäften, an öffentlichen Plätzen oder auf Messen und Firmenveranstaltungen übermitteln. Sie können aber auch Informationen in Museen wiedergeben oder in Diskotheken und Freizeitparks für Unterhaltung sorgen.
15.000 Euro für 145 Zentimeter
Das 57 Zoll große Flaggschiff MV5700 mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln kostet rund 15.000 Euro. Die kleineren Multiview-Bildschirme mit 42 und 27 bietet Tridelity für 7.000 beziehungsweise 3.000 Euro an.
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