Heißwasserbehälter könnte platzen - über eine Million Geräte betroffen

Verletzungsgefahr: Philips ruft Kaffeepad-Maschine Senseo zurück

Verletzungsgefahr: Philips ruft Kaffeepad-Maschine Senseo zurück Der Elektronikhersteller Philips ruft allein in Deutschland wegen eines Sicherheitsmangels über eine Million seiner Kaffeepad-Automaten vom Typ Senseo zurück. Ein unter Umständen verkalktes Sicherheitsventil könnte den Heißwasserbehälter zum Platzen bringen. Die Gefahr sei aber sehr gering, trotzdem bietet Philips kostenlose Reparaturen an. Kunden könnten die Maschine selbst entkalken und so das Risiko minimieren.

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Das Sicherheitsrisiko tritt laut Philips nur bei drei von einer Million Maschinen auf, trotzdem habe sich das Unternehmen in Sorge um das Wohlergehen der Kunden für die Rückrufaktion, die weltweit stattfindet, entschieden. Betroffen sind Senseo-Geräte, die zwischen Juli 2006 und November 2008 produziert wurden. Maschinen, die zu anderen Zeiten hergestellt wurden, seien sicher, hieß es von Philips. Die genauen Typbezeichnungen finden Sie auf auf der Seite reparatursenseo.de in den "Links zum Artikel" am Ende der Seite.

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Sehr kalkhaltiges Wasser sorgt für verstopfte Ventile

Das Problem tritt nur bei Senseo-Maschinen auf, die stark verkalkt sind. "In ungünstigen Fällen kann die Kalkkruste ein Sicherheitsventil blockieren", sagte Firmensprecher Klaus Petri gegenüber der Presse. Dadurch könne der Wassertank platzen, heißer Dampf austreten und die ganze Kaffeemaschine kaputt gehen. Weltweit seien laut Philips inzwischen 17 Zwischenfälle bekannt geworden. Es sei aber bei kleinen Verbrühungen und Kratzern geblieben.

Laut Philips entstehe die Kalkschicht nur in Gegenden mit sehr kalkhaltigem Wasser, wenn die Senseo-Maschine nicht regelmäßig entkalkt werde. Firmensprecher Petri rät verunsicherten Besitzern ihre Kaffeemaschine in einer ersten Maßnahme zu entkalken. Über ein Online-Formular auf der Seite reparatursenseo.de können Verbraucher Kontakt zu Philips aufnehmen.

30 Millionen Euro für Rückrufaktion eingeplant

Der Elektronikkonzern sende den Besitzern der Senseo-Maschinen bei Bedarf einen leeren Karton zu in dem die Geräte zur Reparatur an Philips geschickt werden können. Nach erfolgter Reparatur erfolge eine kostenlose Rücklieferung. Das Unternehmen stellt 30 Millionen Euro für die Rückrufaktion zurück.

Die Senseo ist die erfolgreichste Kaffeemaschine, die mit so genannten Pads Heißgetränke zubereitet. Die von der Rückrufaktion betroffenen Geräte wurden außer in Deutschland auch in Frankreich, Belgien, den Niederlanden sowie in den USA verkauft.

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