Pilotprojekt soll Zahl der Verkehrsunfälle senken
Manchester: Überwachungs-Smarts filmen abgelenkte Autofahrer
Allein in den vergangenen zwei Jahren verursachten abgelenkte Autofahrer in Manchester 406 Verkehrsunfälle. Ungefähr in 51 dieser Fälle soll ein Mobiltelefon im Spiel gewesen sein. Mit Hilfe von mit einer Kamera ausgestatteten Überwachungsautos will man die Verkehrssünder nun aufspüren. Das Pilotprojekt ist nicht unumstritten.
So genannte CCTV-Autos sollen die abgelenkten Fahrer auf frischer Tat ertappen. Besetzt mit einem Polizeibeamten stehen die Überwachungsfahrzeuge am Straßenrand. Ähnlich wie bei Googles Street-View-Fahrzeugen ist auf ihrem Dach eine Kamera installiert. Im Innenraum befindet sich ein Computer, auf dessen Bildschirm angezeigt wird, was immer der zuständige Beamte über einen Joystick mit der Kamera verfolgt. Derzeit sind zwei Kleinwagen der Marke Smart für den Pilotversuch im Einsatz.
Bei Bedarf kann der Beamte das Geschehen heranzoomen und damit ganz genau sehen, was die Fahrzeugführer so treiben. Im Falle eines Verkehrsverstoßes, in erster Linie, wenn der Fahrer sich mit etwas Anderem als dem Verkehr beschäftigt, ist das Geschehen aufzuzeichnen. Anschließend muss die Sequenz noch auf DVD gebrannt werden. Das Equipment dafür befindet sich im Kofferraum.
CCTV soll Menschenleben retten
Die Überwachungsaufnahmen werden, wie man in dem BBC-Bericht von einer Polizistin aus Manchester erfährt, bei der Polizei als Datei abgelegt. Angeschaut würden sie erst, wenn dies für die Abhandlung des Falls von Nöten sei.
Nach der Bearbeitung flattert bei den Verkehrssündern ein Gebührenbescheid ins Haus. Für das Telefonieren am Steuer fallen zum Beispiel umgerechnet knapp 70 Euro an. Begründet wird die Maßnahme der CCTV-Verkehrsüberwachung laut BBC von der Manchester "Vereinigung für Verkehrssicherheit" mit Unfallstatistiken. Sie gehen davon aus, dass bei mehr als 50 Prozent der 406 Autounfälle in der englischen Stadt ein Mobiltelefon im Spiel gewesen ist. Mittels der neuen Videoüberwachung verspreche man sich nun, die Zahl derartiger Unfälle zu senken und damit Menschenleben zu retten.
Doch Videoüberwachung ist, seit es sie gibt, ein heikles Thema. So sorgte auch das Pilotprojekt der CCTV-Autos für Kritik. Laut BBC heißt es darin unter anderem, das CCTV-Projekt verletze die Privatsphäre. Auch Paul Watters vom Automobilverband (Automobile Association) äußerte dem Sender gegenüber, dass er Bedenken bezüglich dieser Art der Überwachung und Kontrolle habe. Nichtsdestotrotz sei er gespannt und wolle sich überraschen lassen, ob das System den erhofften Erfolg bringen werde. Gespannt sind sicher auch die Initiatoren des Pilotprojektes. Denn wenn dieses die Zahl der Verkehrsunfälle nachweislich senken kann, werde es laut BBC auch in anderen Städten in Großbritannien übernommen.

Einerseits soll damit die Unfallgefahr gebannt werden, andereseits wird das so nicht funktionieren, denn wie schnell betreibt man hinter dem Lenkrad etwas, was die Kameras zwar dann aufnehmen, allerdings ist der...
Und wann setzt man bei uns in Deutschland mal die STVO richtig um? Jeden Tag sehe ich genug Autofahrer mit nem Handy am Ohr. Alle wissen "Ohne Freisprechanlage, kein Telefonat während der Fahrt" Wann passiert...