Der gesamte Videokatalog von Universal Music soll zu sehen sein

Vevo: Universal und YouTube starten neues Portal (Update)

Vevo: Universal und YouTube starten neues Portal (Update) Unter dem Namen Vevo gründen der französische Musikkonzern Universal Music Group (UMG) und die Google-Tochter YouTube ein gemeinsames Internetportal für Musikvideos. In den nächsten Monaten soll unter der Adresse vevo.com der komplette Musikvideo-Katalog von UMG zur Verfügung stehen. Besucher sollen dann Videos von Künstlern wie Amy Winehouse, Lionel Richie oder U2 kostenlos ansehen können. Das Update finden Sie am Ende des Artikels.

Während UMG die Inhalte liefert, steuert YouTube die technische Infrastruktur bei. Finanziert wird der Dienst durch Werbung. Vermutlich wird Google die Anzeigen liefern. Die Einnahmen teilen sich UMG und YouTube beziehungsweise Google - zu welchen Anteilen ist nicht bekannt. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung sollen vor den eigentlichen Musikvideos maximal 15 Sekunden lange Werbespots geschaltet werden. Denkbar sind auch Werbeeinblendungen in Textform, wie sie auf YouTube seit kurzem üblich sind. Dafür sollen Musikfans auf der Plattform ausschließlich professionelle Videos in hoher Auflösung zu sehen bekommen. Benutzer werden nicht wie auf YouTube eigene Videos veröffentlichen können.

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Videos von Vevo werden auch auf YouTube veröffentlicht. Sie kommen über den so genannten Vevo-Channel und werden in einem neuen, speziellen Software-Player eingebettet. Musikvideos in diesem Abspielprogramm lassen sich weiterhin in andere Webseiten wie Blogs einbetten.

Plattform auch für andere Musiklabels offen

YouTube und UMG wollen ihre neue Plattform auch anderen Anbietern zur Verfügung stellen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, gibt es bereits Verhandlungen mit Warner Music und Sony Music. UMG-Chef Doug Morris ist überzeugt, dass das neue Projekt Erfolg haben wird: "Wir glauben, dass Vevo beim Start bereits mehr Datenverkehr als alle anderen Musikvideo-Seiten in den Vereinigten Staaten und der Welt haben wird." Dies soll Unternehmen dazu bewegen, bei Vevo Anzeigen zu schalten.

In Deutschland könnte der jüngste Streit zwischen YouTube und der GEMA einen Start von Vevo behindern.

Update vom 8. Juni 2009: Sony Music schließt sich Vevo an

Universal Music hat bekanntgegeben, dass sich auch Sony Music an dem neuen Videoportal beteiligen wird. Bei Sony Music stehen Künstler wie AC/DC, Britney Spears, Miles Davis, Paul Potts und Silbermond unter Vertrag. Von den vier großen Major-Labels fehlen nun noch EMI und Warner Music. Derzeit ist Universal außerdem noch auf der Suche nach Investoren, die das Projekt mitfinanzieren sollen.

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