Consideo Modeler: Werkzeug für vernetztes Denken
Ein Programm in fünf Teilen
In der Version 5.0 wurde - neben Geschwindigkeits-Optimierungen - vor allem das Design und die Benutzerführung von Consideo Modeler überarbeit. So soll der Einstieg erleichtert werden. Auffallend sind die fünf Arbeitsbereiche, in die das Programm und der Arbeitsablauf eingeteilt sind: Beschreiben, Kreativ, Qualitativ, Quantitativ und Simulieren. Sie halten die Oberfläche angenehm aufgeräumt und schlicht.
Im Bereich Beschreiben werden das Problem, die Ziele und die Systemgrenzen des Projektes oder Falls definiert. Hier werden Basisangaben wie Projekttitel und Projektbeschreibung gemacht.
Unter Kreativ beginnt das Brainstorming. Mit der Technik der Pinnwandmoderation (auch bekannt als Metaplan) werden wie auf einer Pinnwand Faktoren der Problemstellung erfasst, priorisiert und gruppiert.
Unter Qualitativ kommen Wirkungsweisen und Zusammenhänge der Faktoren dazu. Die Faktoren werden wie in einer Mindmap mit Pfeilen verbunden, so dass Zusammenhänge grafisch erkennbar werden. Die Diagramme können Sie in verschiedene Dateiformate exportieren. Dazu gehören PDF, Postscript, SVG, CSV, HTML+CSS sowie die Bitmapformate JPEG und PNG.
Im Quantitativ-Bereich werden die Einflüsse der Faktoren mittels mathematischer Formeln beschrieben. Über den Menüpunkt Datei und dort unter Import können Sie eine Reihe von Werten einfügen. Alternativ lassen diese sich auch aus Excel-Tabellen oder SQL-Datenbanken importieren. Die Vollversion von Consideo Modeler unterstützt sogar das MindMap-Format.
Wenn alle Angaben gemacht sind, werden mögliche Lösungsstrategien unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien in der Simulation bewertet. Einzelne Einflussfaktoren lassen sich nach dem Was-wäre-wenn?-Prinzip variieren.

Viel Hilfe für viel Geld
Um mit dem Arbeitsablauf zurecht zu kommen, muss der Anwender Geduld haben und einige Zeit mit bringen, um sich einzuarbeiten. Besonders für die vielen Einstellungsmöglichkeiten der Menüs ist das elektronische Handbuch von Consideo Modeler hilfreich. Die Herstellerwebsite bietet zudem einige nützliche Einführungsvideos und Tutorials. Bei komplexen Problemfällen bekommt der Anwender dafür aber ein mächtiges Werkzeug, das ihm hilft, den Überblick zu behalten und die verschiedenen Zusammenhänge zu verstehen.
Die Vollversion ist für knapp 600 Euro erhältlich, das Update kostet 180 Euro. Ob sich die Investition für dieses Programm lohnt oder die Freeware ausreicht, hängt sicherlich mit der Komplexität des Problemfalls zusammen. Studenten bekommen die Software bereits für 79 Euro. Zu Bildungszwecken darf die Vollversion zudem kostenlos verwendet werden. Die Freeware gibt es bei netzwelt im Software-Archiv.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Modeln erlaubt Schlüsse zu ziehen, kurz- und langfristige Hebel wie Risiken zu identifizieren. Außerdem werden Argumente und Argumentationsketten verdeutlicht. Mind Maps stellen nur Inhalte zusammen. Bei Consideo...
meiner meinung nach besteht der unterschied darin, dass der modeler halt umfangreicher ist indem man die zunächst gefertigten mindmaps quantifizieren kann, also den faktoren werte zuordnen kann und im nächsten...
Also, ich finde das Tool ja beindruckend - aber was ist denn jetzt der Unterschied zu XMind, Mindmap & Co. ? Wo ist der konkrete Vorteil? Danke!