Filme von Sony Pictures könnten bald auf YouTube zu sehen sein

Verhandlungen mit Sony: YouTube will die Blockbuster

Nachdem YouTube wegen eines Lizenzstreits mit Warner Music und der GEMA in Deutschland in den letzten Tagen Videos sperren musste, könnte das Videoportal in den USA bald einen Erfolg melden. YouTube führt derzeit Verhandlungen mit dem Hollywood-Studio Sony Pictures über eine Kooperation. Das berichtet der US-Branchendienst CNet und beruft sich auf Quellen, die "mit den Verhandlungen vertraut" seien. Sony Pictures soll demnach eine Auswahl seiner Fernsehsendungen und Kinofilme in voller Länge bereitstellen. Finanziert würde dies durch Werbeeinblendungen. Außerdem könnte Sony verbieten, dass die Videos in andere Webseiten eingebettet werden können, wie es derzeit bei YouTube-Videos möglich ist.

Verhandlungen mit Sony: YouTube will die Blockbuster
Vielleicht bald auch legal auf YouTube: Spider-Man

YouTube macht es Hulu nach

Sony betreibt schon ein eigenes Videoportal unter dem Namen Crackle, welches es im Jahr 2006 für 65 Millionen US-Dollar gekauft hat. Dort sind zur Zeit rund 60 Spielfilme zu sehen. Außerdem hat Sony bereits Lizenzen an Konkurrenten von YouTube wie AOL, Gia, Hulu und Sprint vergeben. Filme können dort - mit Werbeeinblendungen versehen - als Stream angesehen werden.

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Besonders mit Hulu befindet sich YouTube in harter Konkurrenz. Während YouTube bisher nur einen Lizenzvertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) aufweisen kann, laufen bei Hulu schon Kinofilme von 20th Century Fox, Lionsgate, MGM, Paramount und Universal. YouTube hat es sich dagegen in der Vergangenheit mit einigen Filmstudios verscherzt, weil es lange Zeit nichts gegen die vielen illegal hoch geladenen Videos unternommen hat.

Mit Lizenzen gegen die Schulden

Da YouTube solche Inhalte zunehmend von der Plattform nehmen oder sperren muss, ist es immer mehr auf lizenzierte Angebote angewiesen. Ob Werbung alleine ausreicht, um ganze Spielfilme auf dem Portal zu finanzieren, ist fraglich. Die Chefs einiger Filmstudios glauben nicht daran, will CNet von ihnen erfahren haben.

YouTube ist derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Geschäftsmodell. Im November 2006 hatte Google das Videoportal für 1,65 Milliarden US-Dollar übernommen. Nach einer Analyse des Schweizer Finanzdienstleisters Credit Suisse fährt YouTube dieses Jahr einen Verlust in Höhe von 470 Millionen Dollar ein.

Dass deutsche Filmfans demnächst "Spider-Man" oder "Leon - Der Profi" kostenlos sehen können, ist unwahrscheinlich. Wie bei Hulu sind die MGM-Filme auf YouTube bisher nur in den USA zu sehen.

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