Nur noch Verkauf von Haushaltsgeräten mit Effizienzklasse A erlaubt

Eiskalt: EU verbietet stromfressende Kühlschränke

Eiskalt: EU verbietet stromfressende Kühlschränke Die Europäische Union (EU) setzt ihren Kampf gegen den hohen Stromverbrauch fort. Vom Verbot stromfressender Haushaltsgeräte sollen die Umwelt und die Geldbeutel der Verbraucher profitieren. Auf die neue Regelung einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten bei einer Tagung des "Regelungsausschusses für Ökodesign und Verbrauchskennzeichnung". Neben dem Verkaufsverbot beschlossen sie auch eine Änderung der Einteilung in Energieeffizienzklassen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Komplizierte Regelung für Fernsehgeräte
  2. 2Neue Skala für Hinweis auf Stromverbrauch
  3. 3Großes Einsparungspotential

Ab dem 1. Juli 2010 dürfen Händler nur noch Haushaltsgeräte der Energieeffizienzklasse A oder besser verkaufen. Dies gilt nicht nur für Kühlschränke, sondern auch für Waschmaschinen oder Fernsehgeräte. Das Verkaufsverbot verschärft sich 2012 und 2013. 2012 untersagt die EU auch den Verkauf von Kühlschränken der Klasse A. Waschmaschinen mit der derselben Effizienz dürfen noch ein Jahr länger bis 2013 verkauft werden.

Werbung

Komplizierte Regelung für Fernsehgeräte

Komplizierter ist die Regelung für Fernsehgeräte. Ab Juli 2010 dürfen nur noch Geräte in den Handel kommen, deren Energieeffizienz besser ist als der Durchschnitt. Die EU gibt als Referenzformel für TV-Geräte mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln "20 Watt plus Displaygröße in Quadratdezimetern mal 1,12 mal 4,3224 Watt pro Quadratdezimeter" an. Für eine andere Auflösung entfällt der Faktor 1,12. Zum ersten 1. April 2012 verschäft die EU die Formel. Für alle Geräte gilt dann ein maximaler Stromverbrauch von "16 Watt plus Displaygröße in Quadratdezimetern mal 3,4579 Watt pro Quadratdezimeter".

Neue Skala für Hinweis auf Stromverbrauch

In Zukunft sollen die Energielabels auf Haushaltsgeräten nicht mehr in Kategorien von G bis A sowie A+ und A++ unterteilt sein. Wegen des Verkaufsverbots werden die Klassen unterhalb der neuen Referenzklasse A überflüssig. Die Energie-Etiketten sollen zukünftig anzeigen, wie viel Strom das Gerät weniger verbraucht als ein Modell der Referenzklasse A. Das Label "A-20%" würde zum Beispiel bedeuten, dass der Stromverbrauch um 20 Prozent geringer ist. Mit den Verkaufsverboten für Geräte der Energieeffizienzklasse A in den Jahren 2012 und 2013 wird die aktuelle Klasse A+ zur Referenz.

Niemand muss mit einem Hausbesuch von EU-Beamten rechnen. Das Verbot gilt nicht für die Benutzung alter Geräte, sondern nur für neue Modelle im Handel. Bei einem Neukauf zahlt sich ein energiesparendes Gerät aus. Ein Kühlschrank der aktuell besten Energieeffizienzklasse A++ kann in einem Jahr im Vergleich zu einem Uralt-Gerät der Energieeffizienzklasse C 150 Euro und mehr sparen.

Großes Einsparungspotential

Nach den Prognosen der EU führen die Maßnahmen bis 2020 zu jährlichen Energieeinsparungen in Höhe von 51 Terrawattstunden. Davon entfielen 43 Terrawattstunden auf Fernsehgeräte, sechs Terrawattstunden auf Kühlschränke und Gefriertruhen sowie zwei Terrawattstunden auf Waschmaschinen. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von Portugal und Lettland zusammen. Das am 18. März 2009 beschlossene Verbot von herkömmlichen Glühbirnen soll weitere 80 Terrawattstunden einsparen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im Jahr 2008 laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 542 Terrawattstunden Strom verbraucht.

Die EU hat schon weitere Sparmöglichkeiten ausgemacht. Ein Arbeitspapier für ihre Ökodesign-Richtlinie enthält weitere Gerätekategorien: Wasserkocher, Staubsauger, Klimageräte, Umwälzpumpen, Set-Top-Boxen und nicht zuletzt PCs und Server.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 16 Beiträge

Sehr guter Beitrag dazu, das die nur ab dem 1. Juli 2010 nur Energieeffizienzklasse A verkaufen können. So kann man im Haushalt sparen. www imhaushaltsparen de

Was bitte war gestern so weit :?:

Hurra, gestern war es so weit ;)

Da hast du ganz recht,@antitank, das ist eben ein Problem. Da muss Aufklärung her.

Ok, ist ja ganz eindrucksvoll dargelegt, nach welchen Kriterien man hier vorgeht. Trotzdem: Lieschen Müller, die das Wort "Energieeffizienklasse" kaum aussprechen kann (und wenn, dann wird sie es, je weniger...

Eigenen Kommentar schreiben