Gesichtsgesten für Browser, Autopilot für Google Mail und Firmenübernahmen
Guter Witz, schlechter Witz: Der 1. April im Netz
Der 1. April ist vorbei und nicht nur die Menschen in der realen Welt schickten sich gegenseitig in den selbigen. Auch Medien und Firmen nutzten in großer Zahl den Scherztag, um mit ungewöhnlichen Geschichten und Produkten aufzuwarten. Netzwelt stellt ausgewählte Aprilscherze vor.
Inhaltsverzeichnis
- 1Scherze von und über Google
- 2Pauschalreisen zum Mars für 99 Dollar
- 3Neue Tabs mit Augenzwinkern öffnen
Der Internetkonzern Google erlaubt sich nicht nur einen Aprilscherz, sondern gleich elf. Einige wie der "gBall" für "Australien Rules Football" oder die GPS-Tauben haben sich lokale Niederlassungen ausgedacht. Googles Browser Chrome kündigten die Programmierer als 3D-Version an. Die passende Brille boten sie als PDF zum Download, Ausdrucken und Ausschneiden an.
Ein praktisches Hilfsmittel sollte der Autopilot für Google Mail sein. Er beantwortet eingehende E-Mails automatisch. Die Zahl der Rechtschreibfehler und verwendeten Smileys lasse sich sogar dem persönlich Stil anpassen, hieß es. Angst vor Googles Griff nach der Weltherrschaft schürte das Handy-Programm "Brain Search". Alle Google-Aprilscherze inklusive dem umgedrehten Youtube hat der Googlewatchblog zusammengetragen. Die Sperrung von Musikvideos auf Youtube für Nutzer aus Deutschland ist leider kein Aprilscherz gewesen.
Scherze von und über Google
Doch auch Dritte haben sich Scherze über Google erlaubt. Das Magazin Chip erfand das Betriebssystem Google Cyborg. Der Google OS Blogger integrierte die Suchmaschinen von Yahoo und Microsoft in Google und Google Street View Autos fuhren durch Blogs oder lichteten Häuser sogar von innen ab.
Das Online-Magazin Winfuture versorgte ländliche Regionen ohne Breitband-Internet mit Windows-Updates aus dem Automaten. Heise.de entdeckte das Schlapphut-Bit, das Geheimdiensten bei der Überwachung des Internets behilflich ist. Der Mediennachrichtendienst Turi2 verkündete die Übernahme des Mikroblogging-Dienstes Twitter durch den Axel-Springer-Verlag für 1,5 Milliarden Dollar.
Links zum Thema
- Opera: Browser-Steuerung mit der Mimik
- Googlewatchblog sammelt Google-Aprilscherze
- Turi2: Springer kauft Twitter
- Heise: Das Schlapphut-Bit
- Winfuture: Windows Updates aus dem Automaten
- Guardian: Twitter statt Tinte
- Expedia: Für 99 Dollar zum Mars
- Torrentfreak: Warner kauft Pirate Bay
- Pocket-Lint über Txt-n-walk
- CCC: Druckersperren statt Internetsperren
- Yahoo Ideological Search

Nach 18-monatigem Beschleichen startete Microsoft in der vergangenen Woche ein milliardenschweres Übernahmeangebot an Yahoo. Kaum kam von dort die Meldung, vorerst andere Optionen zu prüfen, hebt schon Google den Zeigefinger: Die Übernahme führe zu beängstigenden Monopolen bei E-Mail und Messaging. Microsoft wehrt sich: Mehr Wettbewerb sei die Folge.
Kaum wurde die letzte Runde eingeläutet, geht der Kampf um und mit Yahoo in die Verlängerung. Laut Wall Street Journal steht ein Zusammenschluss von Yahoo und AOL kurz bevor. Zudem testet Yahoo einige Wochen lang Googles AdSense.
Die Entwickler des Google-Browsers Chrome haben Programmierer und Entwickler dazu aufgerufen, nach Sicherheitslücken in der Software zu suchen. Den freiwilligen Helfern winken dabei bis zu 1.337 US-Dollar für jedes gefundene Sicherheitsproblem.
Über ein Jahr nach der vereinbarten Partnerschaft mit Microsoft setzt Yahoo die neue Suchmaschine praktisch um. Künftig bekommen Nutzer der Yahoo-Suche die Suchergebnisse von Bing angezeigt. Bislang ist die Umstellung jedoch nur für die USA und Kanada geplant.
Facebook und Google verhandeln laut dem Wall Street Journal mit dem Kurznachrichtendienst Twitter über eine Übernahme. Als Kaufpreis sollen bis zu 10 Milliarden US-Dollar im Gespräch sein.




