PC, Fernseher und Stereoanlage in einem Gerät
Dell XPS One 24 im Test: Der All-In-One Rechner für das Wohnzimmer
Es gibt Autos, die Menschen von A nach B bringen, und es gibt Nobelkarossen. Umgemünzt auf PCs fällt der Dell XPS One 24 in die Kategorie der Nobelrechner und gehört ohne Zweifel zu den schönsten All-In-One Rechnern am Markt. Das 18 Kilogramm schwere Komplettsystem steht auf einem massiven Glasfuß und ist wie geschaffen für das Wohnzimmer.
Dell XPS One 24: Der Dell XPS One 24 ist ohne Zweifel einer der edelsten Rechner, die es für Geld zu kaufen gibt. Allerding ist der All-In-One PC sehr laut. Zum Video: Dell XPS One 24
Inhaltsverzeichnis
- 1Technik: Die Kraft aus vier Herzen
- 2Stromverbrauch: Green IT ist ein Fremdwort
- 3Lautstärke: Neuer Negativrekord
- 4Fazit: Gelungenes Gesamtkonzept
Die Dell-Webseite bietet grundsätzlich viele Konfigurationsmöglichkeiten bei Laptops wie auch Rechnern. Dies ist beim Dell XPS One 24 nicht der Fall. Es gibt lediglich zwei unterschiedliche Modellvarianten. Die günstigere von beiden kostet 1.700 Euro, verzichtet auf ein Blu-ray-Laufwerk und verfügt über eine etwas schlechtere Hardwareausstattung. Im Test befindet sich die Version für 2.250 Euro.
Technik: Die Kraft aus vier Herzen
Der Dell XPS One 24 ist einer der wenigen All-In-One Rechner, die mit einem Quadcore-Prozessor ausgestattet sind. Der Intel Q8200 taktet mit 2,33 Gigahertz. Dem Prozessor stehen zwei Gigabyte RAM zur Seite. Außerdem befindet sich im Inneren eine Nvidia Geforce 9600M GT.
Netzwelt kann diese Hardwareausstattung von Dell nicht ganz nachvollziehen. Weshalb die Wahl auf einen kleinen Quadcore von Intel gefallen ist, erschließt sich uns nicht. Mangels potenter Grafikkarte ist der Rechner zum Spielen ohnehin nicht geeignet und zur Wiedergabe von Blu-rays genügt ein kleiner Dualcore-Prozessor. Einen echten Nutzen haben somit nur Käufer, die Video- und Rendersoftware verwenden. Hier wiederum macht sich jedoch der geringe Arbeitsspeicher bemerkbar. Unverständlich ist auch, warum Dell angesichts der günstigen Speicherpreise nicht gleich vier Gigabyte verbaut.
Auch beim Speicherplatz geizt der Hersteller. Zwar hören sich 500 Gigabyte sehr viel an und genügen wohl den meisten Anwendern, jedoch handelt es sich um einen Rechner, der hauptsächlich zur Wiedergabe von Mediadaten dient. Dank des integrierten Hybrid-TV-Tuner für analogen und digitalen Empfang gibt es die Möglichkeit, etliche Stunden Fernsehmaterial aufzuzeichnen. Bei einer hohen Aufnahmequalität wird der Platz auf der Festplatte daher sehr schnell knapp. Eine größere Festplatte lässt sich ab Werk nicht einbauen.
| Dell XPS One 24 | |
|---|---|
| 3D Mark 06 (1920 x 1200) | 3942 |
| 3D Mark 06 (1280 x 1024) | 5451 |
| Cinebench R10 32 bit (x CPU) | 8677 |
| Cinebench R10 32 bit (1 CPU) | 2492 |
| HDD Tune Minimum | 44,3 MB/sek. |
| HDD Tune Maximum | 94,5 MB/sek. |
| HDD Tune Durchschnitt | 75,5 MB/sek. |
| HDD Tune Zugriffszeit | 17,5 ms |
Es besteht jedoch die Möglichkeit, Daten auf Blu-ray, DVD oder CD zu brennen. Das Slot-In Blu-ray-Laufwerk verfügt über keinen "klassischen" Auswurfknopf. Insgesamt bietet der Dell-Rechner neun Sensortasten an der rechten, mit Klavierlack versehenen Seite, die hauptsächlich der Mediensteuerung dient.
Das Display misst 24 Zoll, was umgerechnet 61 Zentimetern entspricht. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.200 Pixel und bietet somit Full-HD. Der Bildschirm ist sehr gut, spiegelt jedoch stark. Der Rechner lässt sich bis zu fünf Grad nach hinten und 25 Grad nach vorne neigen. Neben einem guten Bild ist für ein erfülltes Filmerlebnis auch der Klang entscheidend. Sicherlich können es die Boxen des All-In-One Rechners nicht mit einer vollwertigen 5.1-Musikanlage aufnehmen. Dennoch ist der Klang gut. Dell verbaut vier JBL-Stereolautsprecher. Für druckvollen Bass sorgt der integrierte Subwoofer.
Dell XPS One 24
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Bild vergrößern Der All-In-One Rechner kostet satte 2.250 Euro. - Bild 2 von 7
Bild vergrößern Der Rechner wiegt 18 Kilogramm. - Bild 3 von 7
Bild vergrößern 5 Grad nach hinten - Bild 4 von 7
Bild vergrößern 25 Grad nach vorne - Bild 5 von 7
Bild vergrößern Anschlüsse wie eSata und HDMI fehlen. - Bild 6 von 7
Bild vergrößern Gegenüber diesen Anschlüssen befindet sich das Slot-In Blu-ray-Laufwerk. - Bild 7 von 7
Bild vergrößern Der Empfänger aller Eingabegeräte befindet sich im Gehäuse.
An der rechten Seite befindeen sich neben einem Kartenleser auch ein Firewire-400-Anschluss und zwei USB-Ports. Alle weiteren Anschlüsse befinden sich an der Rückseite: vier USB-Ports und je ein Firewire 800-, Gigabit-LAN-, S-Video-, Antennen- und optischer Sound-Ausgang. Die Liste fehlender Anschlüsse ist lang und vor allem in Hinblick auf die fehlende Aufrüstbarkeit sehr schmerzhaft. Ein HDMI-, DVI- oder eSata-Anschluss ist nicht vorhanden. WLAN mit N-Standard und Bluetooth sind dafür integriert. Am oberen Rand befindet sich eine Webcam mit einer Auflösung von zwei Megapixeln sowie ein Mikrofon.
Eingabegeräte: Tastatur mit Touchpad
Im Lieferumfang enthaltene Eingabegeräte verschwinden meist fünf Minuten nach dem Auspacken wieder im Karton. Nicht so die Maus und Tastatur des Dell-Rechners. Das kabellose Set arbeitet auch bei großer Entfernung, bis zu zehn Meter, zuverlässig. Die Maus verfügt über eine gummierte Oberfläche und liegt angenehm in der Hand. Bis auf das Vierwege-Mausrad bietet sie keine zusätzlichen Tasten.
Die Tastatur bietet hingegen einiges mehr. Neben einem Touchpad sind 19 Zusatztasten integriert. Bei sieben handelt es sich um berührungsempfindliche Sensortasten. Das Touchpad verfügt praktischerweise über zwei linke Maustasten. Der zweite Drücker befindet sich auf der linken Seite auf Höhe der Shifttaste. Das Touchpad wiederum ist anstelle eines Ziffernblocks untergebracht. Somit kann die Tastatur wie ein übergroßes Gamepad benutzt werden. Der Anschlag der Tasten ist etwas schwammig und insgesamt zu laut.
Auch eine Fernbedienung liegt dem Multimediarechner bei. Diese dient ausschließlich zur Navigation im Windows Vista Media Center. Praktisch: Der Empfänger für alle Geräte ist bereits im Gehäuse integriert.






