Bloggerkonferenz: Vom Underground-Treffen zum gesponserten Medienevent
Link-Wink: Shift Happens - Blogger-Konferenz re:publica 09
Zwischen Kultur, Medien, Politik und alltäglich genutzter Technik: Vom 1. bis zum 3. April findet in Berlin die selbsternannte Social-Media-Konferenz re:publica statt. Bei ihrer dritten Auflage hat sich re:publica vom Underground-Treffen der belächelten Blogger-Szene zu einem Medienevent mit vielen Sponsoren gewandelt, für das man keine Karten mehr bekommt. Für alle, die nicht in Berlin sein können, gibt es im Netz einen Live-Stream und natürlich einen Twitter-Feed.
An den drei Konferenz-Tagen diskutieren bis Freitag Abend über 180 Redner auf mehr als 100 Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Menschen. Zu den bekanntesten Rednern gehören Wikipedia-Gründer Jimbo Wales, Creative Commons-Erfinder Lawrence Lessig, Bildblogger Stefan Niggemeier sowie "Star"-Blogger wie moot oder Sascha Lobo.
Themen rund um die digitale Gesellschaft
Das Themenspektrum der re:publica 09 rund um die digitale Gesellschaft ist breit. Es reicht von Kunst, Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Die Vorträge aus den Veranstaltungsorten Friedrichstadtpalast und dem großen Saal der Kalkscheune streamen die Konferenzveranstalter auf ihrer Homepage. Im Anschluss sollen die Aufnahmen unter einer Creative-Commons-Lizenz zum Herunterladen bereit stehen.

Viele Vorträge und Diskussionen kann man live auf der Homepage der re:publica 09 verfolgen.
Technische Probleme sorgen am ersten Tag allerdings dafür, dass bisher nur ein Ton zu hören und noch keine Bilder im Live-Stream zu sehen sind. Neben der Live-Übertragung nutzt re:publica weitere Kommunikationswege, die beim Konferenzgegenstand unumgänglich erscheinen. Kurze Nachrichten kann man über Twitter verfolgen und Fotos können die Besucher in eine Flickr-Gruppe einstellen.
Lieber Veränderungen als Pech
Das Motto der re:publica 09 lautet "Shift happens". Ins Deutsche übersetzt bedeutet es "Veränderung passiert". Die Nähe zum englische Ausdruck für "Pech gehabt" "Shit happens" ist natürlich gewollt. Hauptorganisatoren von re:publica sind die Macher des Blogs von Spreeblick sowie die Agentur "newthinking communications".
