2020 soll das Licht für giftige Energiesparlampen ausgehen
Die Zukunft gehört LED: EU plant Verbot von Sparlampen (Update)
Vor nicht einmal zwei Wochen besiegelte die EU-Kommission am 18. März 2009 nach fast neunmonatiger Vorbereitung das Aus für die klassische Glühbirne. Ab 2012 ist ihr Verkauf komplett verboten. Doch auch den stromsparenden Energiesparlampen droht in absehbarer Zeit in Europa die Zwangsablösung durch noch umweltfreundlichere Lichtquellen mit Leuchtdioden oder kurz LED.
Inhaltsverzeichnis
- 1Das Update vom 2. April finden Sie am Ende des Artikels
- 2Verbot für den Umweltschutz
- 3Erneut Verbot in mehreren Stufen
- 4Update vom 2. April 2009
Das Update vom 2. April finden Sie am Ende des Artikels
Die Sachverständigen des Ökodesign-Regelungsausschusses der EU arbeiten derzeit an einem Zeitplan für ein Verbot von Energiesparlampen zugunsten von Leuchtdioden (LED und OLED). Ein Mitglied des Sachverständigenrats sagte gegenüber netzwelt: "Wir haben die Zusicherung von namhaften Herstellern wie Philips oder Osram, dass spätestens 2020 marktreife Leuchtmittel mit LED- oder OLED-Technik zu akzeptablen Preisen ausreichend verfügbar seien."
Verbot für den Umweltschutz
Aus Brüssel heißt es, dass Energiesparlampen zwar weniger Strom verbrauchen als die herkömmliche Glühlampe, doch auch sie seien noch nicht perfekt. Die oft kritisierte Lichtfarbe ließe sich durch technische Weiterentwicklungen zwar noch verbessern, aber das gewichtigste Argument für das Verbot ist erneut der Umweltschutz.

Bald verboten: Energiesparlampen sollen nach EU-Willen durch LED ersetzt werden.
Aufgebrauchte Energiesparlampen sind Sondermüll. Sie enthalten bis zu fünf Milligramm hochgiftiges Quecksilber und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Der Sachverständige der EU sagt: "Glühbirnen mit LED- oder OLED-Technologie weisen eine bessere Energiebilanz als Sparlampen auf und sind zudem nicht mit Giftstoffen belastet." Auch für Halogenlampen, die vom aktuellen Verbot ausgenommen sind, bedeute die allgemeine Verfügbarkeit von LED-Glühbirnen das Ende. Sie sollen sogar schon ab 2016 vollständig aus dem Handel verschwinden.
Erneut Verbot in mehreren Stufen
In der Diskussion soll erneut ein stufenweises Verbot sein. Ähnlich wie die herkömmliche Glühlampe sollen Energiesparlampen nach noch festzulegenden Kriterien im Jahresrhythmus aus den Kaufhäusern und Elektronikmärkten verschwinden. Spätestens 2025 würden, wenn es nach den aktuellen Plänen der EU geht, nur noch LED- und OLED-Lampen für Erleuchtung sorgen.
Update vom 2. April 2009
Einige haben es schon geahnt: Bei den Verbotsplänen der EU für Energiesparlampen handelt es sich um einen Aprilscherz der netzwelt-Redaktion. Die EU reguliert zwar vieles, aber mit so vielen Jahren Vorlauf dann doch nicht. Wir waren von den doch durchaus positiven Reaktionen in den Kommentaren überrascht. Bei so viel Zuspruch beginnt die EU ja vielleicht wirklich mit entsprechenden Plänen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 13 Beiträge
Schön wär 's, wenn dieser rückschrittliche Dreck (ich meine die Energiesparlampen) baldmöglichst dort landet, wo er hingehört, nämlich auf dem Müllhaufen der Geschichte. Angesichts meiner...
Das hast du aber sehr schön gemacht @Ledshift. Das ist ja mal eine richtig gute Erklärung.
Aprilscherz hin oder her...... 150mg Quecksilber kann für den Menschen schon TÖTLICH sein! Die RoHs -EU Richtlinien erlauben bis zu 5mg Quecksilber in einer Leuchtstofflampe. Wenn man...
Das es ein Scherz war war sofort klar allerdings ist das auch gut so. Die heutigen LED´s für Lampen etc. sind noch deutlich zu schwach da stünde man im warsten Sinne des Wortes im dunkeln.
Schön schön der April :) Trotzdem LED als Hauptlichtquelle ist momentan noch zu schwach. Ich hab eine Lampe mit 24 Led`s und lesen kann man mit der Lichtquelle nur sehr schwer.