Es braucht keine intelligenten Roboter, um Menschen zu töten

Verkehrte Netzwelt: Mordlustige Navigationsgeräte

Verkehrte Netzwelt: Mordlustige Navigationsgeräte Maschine gegen Mensch. Als "Online Magazin für IT & Consumer Electronics" begegnet netzwelt technischen Neuheiten grundsätzlich ja aufgeschlossen. Doch gibt es immer wieder Ereignisse, die einen an der Funktionalität mancher Geräte sowie dem Verstand der Benutzer zweifeln lassen.

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Dazu braucht es nicht einmal düstere Zukunftsvisionen, in denen der Terminator Sarah Connor auslöschen will. In Großbritannien hätte ein Navigationsgerät beinahe einen Autofahrer im wahrsten Sinne des Wortes "über die Klippe springen" lassen. Niemand hätte hinter dem ungewöhnlichen Verkehrsunfall den Mordversuch eines hinterlistigen Gadgets vermutet.

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Robert Jones aus Doncaster in South Yorkshire fuhr mit seinem Wagen durch Todmorden in West Yorkshire zwischen Blackburn, Manchester und Leeds. Er befolgte auf seinem Weg durch das 400 Kilometer lange Mittelgebirge Pennines stur die Anweisungen der freundlichen Stimme aus seinem Navigationsgerät. Diese machte ihm auch weis, dass der holprige Wanderweg, auf dem er sich befand, eine Straße sei.

mirror navi unfall
Bergung des PKW von Robert Jones(Quelle: Screenshot mirror.co.uk, Klick vergrößert)

Bevor Jones den Glauben an sein Navi verlor, fand er sich mit seinem Auto bereits in einem Zaun an einem Berghang wieder. Die Bergung des Fahrzeugs dauerte mehrere Stunden. Der Fahrer blieb unverletzt und steht jetzt als Verdächtiger im Mittelpunkt polizeilicher Ermittlungen. Die Beamten werfen ihm Unachtsamkeit im Straßenverkehr vor.

Dem Navigationsgerät, dessen Hersteller bisher unbekannt ist, droht nach den bisherigen Erkenntnissen keine gesetzliche Strafe. Robert Jones äußerte sich aber noch nicht zur Zukunft seines unzuverlässigen Helfers.

Den gesunden Menschenverstand benutzen

Den Vorfall in England, der nicht der erste dieser Art war, nehmen die Hersteller von Navigationsgeräten zum Anlass, noch einmal deutlich darauf hinzuweisen, dass es sich bei ihren Produkten um Hilfsmittel handelt. Den gesunden Menschenverstand dürfe man bei ihrer Benutzung nicht ausschalten.

Dem Aufruf schließt sich die Verkehrte Netzwelt an: Augen auf beim Technikkauf und auch noch danach! Denken Sie an sich und Ihre Mitmenschen und benutzen Ihre Gadgets verantwortungsvoll. Wobei, was wäre die Welt ohne unterhaltsame Geschichten über die Missgeschicke anderer?

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