Weil sie es halt kann
Verkehrte Netzwelt: Wenn Virtuelles die Realität simuliert
Moderne Technik nimmt manchmal bizarre Formen an. Ein Beispiel ist das Smartphone Blackberry Storm. Das Handy quittiert Benutzereingaben auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm mit kurzen Vibrationen. Fast so, als ob es dem konservativem Nutzer eine "echte" Tastatur vorgaukeln wollte.
Die Entwickler haben also erkannt, dass sich Menschen immer noch schwer mit dem Gedanken anfreunden können, eine virtuelle Tastatur dauerhaft zu bedienen. Die Marke Blackberry ist bei ihrer vieltippenden Kundschaft, die zum großen Teil aus Anzugträgern besteht, gerade aufgrund ihrer Smartphones mit guter Tastatur bekannt.
Das technisch Machbare ist nicht immer auch das Angenehmste
Aber um der Erfolgswelle vom multitouch-fähigen iPhone etwas entgegen setzen zu können, ohne die eigene Tradition gleich ganz an den Nagel zu hängen, griffen sie zu dieser Zwitterlösung. Eine echte Tastatur wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen, denn auch bei den Verkaufszahlen bleibt das Handy hinter den hoch gesteckten Erwartungen zurück.
Nicht immer ist das technisch Machbare also automatisch das Beste für den Anwender. So ist es für mich zwar nach wie vor unheimlich faszinierend, dass der Sprachroboter am anderen Ende der Telefonleitung nach einigem Hin und Her tatsächlich weiß, wie viele Pakete ich zu welcher Uhrzeit wohin schicken möchte. Doch auch hier schlägt die Realität der Virtualität allzu oft ein Schnippchen.
Eigentlich mag ich diese Momente, in denen eine scheinbar perfekt inszenierte Virtualität durch einen Schönheitsfehler im System auf den Boden der Realität geholt wird. Wie im obigen Beispiel der UPS-Auftrags-Hotline. Nach einiger Zeit hat man den Eindruck, man plaudere mit einer netten, und in der Vorstellung unheimlich attraktiven, jungen Dame. Mit warmer, natürlicher Stimme fragt sie mich nach meiner Adresse und ich komme mir ein wenig so vor, als würde ich mit ihr ein Date vereinbaren.
>>>Auf der nächsten Seite geht es weiter<<<


Der kanadische Handy-Hersteller Research in Motion hat mit dem Blackberry Storm sein erstes Modell mit Touchscreen offiziell vorgestellt. Das Smartphone soll sich mit Apples iPhone, Samsungs Omnia oder Nokias Tube messen. Zu seiner Ausstattung gehören eine 3,2-Megapixel-Kamera, GPS, WLAN und UMTS.
Der Verkaufsstart des Blackberry Storm sorgte in Amerika für Aufregung: Bereits nach einer Stunde waren die Regale leer und die Wartenden erzürnt. In Deutschland besitzt Vodafone die exklusiven Vertriebsrechte für das Touchscreen-Smartphone mit Business- und Multimedia-Funktionen.
Das mit Spannung erwartete Smartphone Blackberry Storm ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Vodafone bietet den iPhone-Konkurrent zu Preisen ab einem Euro in Verbindung mit einem Vertrag an. Vodafone hat dabei den exklusiven Vertrieb des Business-Handys übernommen.
2009 war auch das Jahr der Smartphones. Die großen Handy-Hersteller legten sich mächtig ins Zeug und stellten Mobiltelefone vor, die sich immer enger mit dem Internet verzahnen. Netzwelt sucht das Handy des Jahres - und lädt Sie zum Abstimmen ein.
Nach dem Misserfolg mit dem Storm und dem Storm 2 wagt sich Research in Motion wieder an ein reines Touchscreen-Smartphone. Der BlackBerry Torch 9860 bietet dabei den bislang größten Touchscreen aller BlackBerry-Modelle.
Auf seiner Hausmesse, der Nokia World 2008 in Barcelona, hat Nokia das N97 vorgestellt, ein Smartphone mit großem Touchscreen und vollständiger Tastatur. Mit an Bord sind eine Fünf-Megapixel-Kamera, HSDPA-Unterstützung, ein GPS-Empfänger und Media-Player.
Im Sommer will RIM mit dem BlackBerry Bold 9900 ein leistungsstarkes Smartphone mit moderner Touchscreen-Bedienung auf den Markt bringen. Neben der Hardware wurde auch das Betriebssystem BlackBerry OS rund erneuert.




