Lesegerät für E-Books mit farbigen Touchscreen ab sofort in Japan erhältlich
Bunte E-Books: Fujitsu beginnt Verkauf des Flepia
In Deutschland ist erst seit einer Woche das erste Lesegerät für E-Books verfügbar, da wird in Japan schon der Verkauf des nach Herstellerangaben weltweit ersten E-Book-Readers mit farbigem und berührungsempfindlichem Bildschirm angekündigt. Mit seiner weiteren Ausstattung eignet sich das Gerät von Fujitsu namens Flepia nicht nur für bunte Mangas.
Inhaltsverzeichnis
- 1Touchscreen und Windows CE 5.0
- 2SD-Speicher und Lautsprecher
- 3Verkauf in Japan ab 20. April - in Deutschland ungewiss
Neben dem acht Zoll großen Monitor, der bis zu 260.000 unterschiedliche Farben anzeigt, stattet Fujitsu den Flepia mit drahtloser Übertragungstechnik aus. Neben einem Bluetooth-Modul für die Überbrückung kurzer Strecken verbaut der Hersteller auch ein WLAN-Modul für den Internetzugang. So gelangen nicht nur Romane auf das Lesegerät, sondern auch jeden Morgen die aktuellen elektronischen Ausgaben von Tageszeitungen.
Touchscreen und Windows CE 5.0
Die Bedienung des 385 Gramm schweren Flepia erfolgt über sieben Tasten, ein Steuerkreuz sowie über den Touchscreen mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln. Als Betriebssystem verwendet Fujitsu Windows CE 5.0 für den Flepia. Dadurch kann das Gerät nicht nur in Japan verbreitete Dateiformate für E-Books wie .XMDF oder .BOOK darstellen, sondern mit Microsoft Office auch viele Text-, Tabellen- und Präsentationsdokumente öffnen.
Mit seinem farbigen Touchscreen eignet sich das Flepia von Fujitsu nicht nur zum Lesen von E-Books.
Der Flepia ist aber kein Ersatz für ein Netbook oder ein so genanntes "Mobile Internet Device" (MID). Der Bildaufbau ist sehr langsam. 1,8 Sekunden braucht der auf E-Ink-Technologie basierende farbige Bildschirm laut dem Hersteller, um eine Seite vollständig darzustellen. In diesem Punkt besteht für die elektronische Tinte noch deutlicher Nachholbedarf gegenüber anderen Monitor-Technologien wie LCD oder OLED.
SD-Speicher und Lautsprecher
Die Ausstattung des Flepia komplettieren ein Mini-USB-Anschluss sowie ein Lesegerät für SD-Speicherkarten. Die verwendete Karte darf maximal eine Kapazität von vier Gigabyte besitzen. Einen internen Speicher scheint das Gerät nicht zu besitzen, zumindest wird in den technischen Spezifikationen keiner erwähnt. Fujitsu baut aber in jedem Fall Stereo-Lautsprecher in den Flepia ein.
Fujitsu verkauft seine "E-Paper Mobile Terminal" in Schwarz oder Weiß.
Die bessere Ausstattung erhöht den Stromverbrauch. Während der Akku des vergleichsweise schlecht ausgestatteten Sony PRS-505 für die Anzeige von bis zu 6.800 Seiten reichen soll, macht der Lithium-Ionen-Akku des Flepia spätestens nach 2.400 Seiten Schluss. Diesen Höchstwert erreicht das Gerät aber auch nur bei einer Darstellung in 64 Farben.
Verkauf in Japan ab 20. April - in Deutschland ungewiss
Fujitsu nimmt über seinen japanischen Online-Shop ab sofort Vorbestellungen für das Flepia entgegen. Die Auslieferung der Geräte beginnt Fujitsu am 20. April. Der Preis liegt bei 99.750 japanischen Yen - umgerechnet rund 780 Euro. Über die Verfügbarkeit in Deutschland lässt sich derzeit nur spekulieren. Wenn das Lesegerät überhaupt jemals hier erhältlich ist, dann eher in zwei bis drei Jahren als noch 2009. Das einzige, was Fujitsu dazu verleiten könnte, das Flepia möglichst zeitnah in Deutschland anzubieten, wären Verkaufszahlen des Lesegeräts von Sony im zweistelligen Millionenbereich.
Links zum Thema
- Videos des Flepia in Aktion
- Mehr als nur E-Books: Sony PRS-505 im Test
- Amazon Kindle 2: Neuauflage des E-Book-Lesegeräts
- Pressemitteilung zum Verkaufsstart
- E-Book-Reader: Alternativen zum Kindle von Amazon
- Flepia-Homepage (Google-Übersetzung)


