Behörde will Breitbandausbau beschleunigen
Schnelles Internet: Netzagentur plant große Frequenzversteigerung
Die Bundesnetzgentur hat sich in diesem Jahr viel vorgenommen: Wie aus einem Eckpunkte-Papier der Behörde hervorgeht, ist eine gemeinsame Versteigerung von neuen UMTS-Mobilfunklizenzen und Frequenzen aus der "digitalen Dividende" noch in diesem Jahr geplant. Mit der "digitalen Dividende" werden Frequenzbereiche bezeichnet, die durch die Digitalisierung des Rundfunks freigeworden sind. Durch die Aufnahme in das UMTS-Bieterverfahren wird eine zweite zeitaufwändige Auktion für die Rundfunkfrequenzen überflüssig.
"Das ist unser Beitrag zum Konjunkturpaket", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth der Tageszeitung Die Welt. Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, alle Haushalte bis 2010 mit schnellem Internet in einer Mindestgeschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde zu versorgen. Den Unternehmen stehen dafür staatliche Förderungsmittel im Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Verfügung. Zurzeit sind auf dem Land immer noch 600 Kommunen vom schnellen Internet abgehängt. Für den Internet-Ausbau in diesen Gebieten soll nun die "digitale Dividende" genutzt werden. Der Verwendung dieser Frequenzen muss der Bundesrat allerdings noch zustimmen. Die Länderkammer kommt im Mai zusammen.
Netzagentur: Frequenzbereiche müssen eindeutig zugeordnet werden
Konkret kommen Frequenzen aus der "digitalen Dividende" im Wellenlängen-Bereich von 790-862 Megahertz und neue UMTS-Mobilfunkfrequenzen im Spektrum von 1,8 bis 2,6 Gigahertz-Bereich unter den Hammer. Ähnliche Erlöse wie bei der letzten großen UMTS-Versteigerung vor neun Jahren erwartet Agenturchef Kurth der Welt zufolge nicht. Damals zahlten sechs Bieter insgesamt rund 50 Millionen Euro für die UMTS-Lizenzen. Laut der Zeitung hätten die vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland E-Plus, Telekom, O2 und Vodafone bereits Interesse an dem Verfahren gezeigt. Bei der Versteigerung der "digitalen Dividende" könnten aber auch Festnetzbetreiber und Neueinsteiger zum Zuge kommen.
Als erstes müssten jetzt die Bundesländer klären, welche Gebiete noch mit schnellem Internet versorgt werden müssen, heißt es in dem Eckpunkte-Papier der Bundesnetzagentur. Zudem würden durch die neue Frequenzverteilung andere Geräte wie DVB-T-Empfänger und drahtlose Mikrofone gestört. Hierfür müssten alternative Frequenzbereiche zur Verfügung gestellt werden.

E-Plus will die Digitale Dividende zur Verbesserung der Breitband-Versorgung auf dem Land nutzen. Zusammen mit dem Netzausrüster Ericsson und dem Land Mecklenburg-Vorpommern hat E-Plus einen Test für schnelles Internet über Rundfunkfrequenzen gestartet.
Bis 2010 sollen alle Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. 600 Gemeinden fehle ein solcher Anschluss. Merkel kündigte zudem noch schnellere Bandbreiten an.
Die Bundesnetzagentur hat entschieden: Künftig dürfen die Telekom-Konkurrenten den letzten Abschnitt der DSL-Leitung zum Haushalt, die "letzte Meile", bereits an einem Schaltverteiler nutzen. Dadurch verkürzt sich die Kabelleitung - höhere Bandbreiten sind möglich.
Neuer Schwung für das schnelle Internet auf dem Land: Die Bundesregierung hat eine Verordnung zur Nutzung von Rundfunkfrequenzen für die Internet-Versorgung in dünn besiedelten Gebieten auf den Weg gebracht. Aber der Bundesrat muss der Freigabe noch zustimmen.
Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2014 drei Viertel aller deutschen Haushalte mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Auf der Jahrestagung Telekommarkt Europa diskutierten Industrie und Politik, wie das Ziel zu erreichen ist. Fazit: Vor allem mit Kooperationen können die Pläne realisiert werden.
Nach 27 Auktionstagen beendete die Bundesnetzagentur die Versteigerung neuer UMTS-Frequenzen und durch den analogen Rundfunk frei gewordene Frequenzen. Die vier deutschen Mobilfunkanbieter ersteigerten 41 Frequenzblöcke, um insbesondere in ländlichen Gebieten für schnelles Internet zu sorgen.
Nach Abschluss der bisher größten Mobilfunklizenzversteigerung in Deutschland gibt die Telekom erste Informationen zum LTE-Ausbau bekannt. Demnach will der rosa Riese 500 weiße Flecken mit dem 4G-Mobilfunkstandard ausrüsten. Erste Basisstationen werden in Ostdeutschland aufgebaut.






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insgesamt 1 BeitragMilliarden! 50 Milliarden sind bei der UMTS Auktion bezahlt worden, nicht 50 Millionen. Mit 50 Millionen Erlöß rechnet man nämlich mit Sicherheit auch für diese Auktion - also, alleine die Summe der...