Wie eine Top Level Domain das Klima retten soll

.eco: Eine Domainendung für den Klimaschutz

.eco: Eine Domainendung für den Klimaschutz Die Allianz für den Klimaschutz des ehemaligen US-Vizepräsidenen Al Gore setzt sich für .eco als neue Domainendung ein. Mit .eco sollen Privatleute, Nicht-Regierungsorganisationen und Firmen ihre Verbundenheit mit dem Weltklima zeigen beziehungsweise ihre Ideen für den Umweltschutz präsentieren können. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Internetadressen mit der Top Level Domain .eco sollen Umwelt- und Klimaschutzorganisationen wie der Allianz für den Klimaschutz zugute kommen.

Treibende Kraft hinter der Initiative für die Domainendung ist die Firma "Dot Eco LLC" aus den USA. Ihre Gründer Fred Krueger und Clark Landry machten sich bereits als erfolgreiche Internetunternehmer einen Namen. Mit ihrer Firma wollen sie die Top Level Domain .eco sichern, bewerben und vergeben.

Bevor wir aber beispielsweise auf netzwelt.eco über Green-IT-Themen berichten, muss allerdings die Internetadressverwaltung ICANN die neue Domainendung beschließen. Derzeit existieren neben den länderspezifischen Domainkürzeln wie .de oder .at auch 22 so genannte generische Top Level Domains - zu diesen würde auch .eco gehören.

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Kritik von Business-Blogger und Umweltschützern

Für den Techcrunch-Gründer Michael Arrington ist die Idee einer .eco-Domain reine Geldmacherei. Die Domainendung sei überflüssig und bringe dem Klima nichts. Die Idee würde nur viel Geld mobilisieren, das neben der "Dot Eco"-Firma, die die Domains vergeben will, auch die ICANN einstecken würde.

Heike Zidowitz von der Artenschutzorganisation D.E.G., die sich um die Erhaltung von Haien und Rochen bemüht, sieht im Gespräch mit netzwelt vor allem in der Öffnung der .eco-Domains für Firmen eine Gefahr: "Da gibt es eine Missbrauchsgefahr. Firmen wollen schließlich ihre Produkte verkaufen." Sie fordert eine starke Kontrolle für Firmen, die .eco nutzen, damit die entsprechenden Seiten nicht nur ein grünes Feigenblatt sind. Außerdem meint Zidowitz, dass eine neue spezielle Domainendung keinen Mehrwert für Umwelt- und Klimaschutzorganisationen bringe - für sie habe sich das Kürzel .org bewährt.

Registrierung neuer Top Level Domains erleichtert

Seit Anfang 2009 ist es deutlich leichter, aber nicht günstiger geworden, bei der ICANN eine eigene Top Level Domain (TLD) zu beantragen. In der Hauptstadt gibt es schon länger Bestrebungen, die Domainendung .berlin zu erhalten. Diese wäre wie die meisten generischen TLDs einem bestimmten Personenkreis vorbehalten. Nämlich Personen, Organisationen und Firmen aus Berlin. Die schon verfügbaren Domainendungen .name oder .museum dürfen zum Beispiel nur Privatpersonen beziehungsweise Museen beantragen. Bei .com, .net oder .org sind die ursprünglichen Beschränkungen inzwischen aufgehoben.

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