Interview mit Martin Strobel von Intel über Embedded-Prozessoren

CeBIT: Wie Intel die Welt mit Atom-Prozessoren vernetzen will

CeBIT: Wie Intel die Welt mit Atom-Prozessoren vernetzen will Trecker, Offshore-Windkraftanlagen, Supermarktkassen und Netbooks haben mehr gemeinsam, als man denkt. In ihnen arbeiten beziehungsweise könnten in Zukunft Prozessoren von Intel arbeiten. Die Produkte des weltweit führenden Chip-Herstellers stecken nicht nur in Geräten, auf den das Intel-Logo prangt. Zukünftig will das Unternehmen mit neuen Prozessoren für spezielle Einsatzzwecke weitere Märkte erschließen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Alleskönner-Navi für Trecker und andere Arbeitsgeräte
  2. 2Chip-Hersteller mit Tradition
  3. 3Strom sparen nicht nur für die Umwelt
  4. 4Weltweiter Netzzugang für Seeleute
  5. 5Ein ganzer Rechner auf einem kleinen Chip

Martin Strobel von Intel zufolge sind die neuen Atom-Prozessoren der Z5xx-Serie für den Einsatz bei Temperaturen von -40 bis +80 Grad Celsius geeignet. Die Betriebstemperatur für die bisher zum Beispiel in Netbooks verbauten Atom-Prozessoren gibt Intel mit 0 bis +70 Grad Celsius an. Für den Verbraucher wird sich im Alltag voraussichtlich wenig ändern. Denn die neuen Prozessoren sind nicht für private Computer gedacht.

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Alleskönner-Navi für Trecker und andere Arbeitsgeräte

Die Chips aus der "Embedded-Serie" sollen von Drittfirmen in ihre Produkte eingebaut werden. Eine solche Firma ist das mittelständische Unternehmen Wachendorff Elektronik aus der hessischen Kleinstadt Geisenheim am Rhein, das mit 140 Mitarbeitern so genannte automotive Bediengeräte produziert und weltweit vertreibt. Dabei handelt es sich grob gesagt um Navigationsgeräte, die mehr können als nur den Weg anzeigen für Arbeitsfahrzeuge wie Trecker, Bagger oder Pistenraupen.

Wachendorff verbaut in seinem neuesten Produkt, dem Opus RVC, Intels Atom-Prozessor. Da die Betriebstemperatur des "Rugged Vehicle Computers" (RVC) bei -25 Grad Celsius liegt, können die Fahrzeuge auch im Winter über Nacht im Freien stehen und sind morgens trotzdem sofort einsatzbereit.

Chip-Hersteller mit Tradition

Intel baut seit über 30 Jahren Prozessoren - bisher hauptsächlich für Computer, Laptops und Server. Seit Anfang basieren die Chips auf der so genannten x86-Architektur. Diese Struktur hat Intel auch an Konkurrenten wie AMD lizenziert. Für diese Architektur sind von Windows über Mac OS X bis zu den verschiedenen Linux-Distributionen alle Betriebssysteme programmiert.

Für Intel sind laut PR-Mann Martin Strobel die bisherigen Anwendungen nur die Spitze einer Pyramide. Im Sockel des Dreiecks sieht das Unternehmen einen noch viel größeren Bedarf an Prozessoren für spezielle Einsatzzwecke. Diese müssten nicht immer neue Leistungs- oder Geschwindigkeitsrekorde liefern, sondern für ihren Zweck die passende Mischung aus Leistung, Stromverbrauch, Größe und Robustheit besitzen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite wie Intel auch Seeleute oder Supermarktkassen beglücken will.

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