USB 3.0: Daten mit "Superspeed" zehnmal schneller übertragen
Wireless USB: Kein Kabelsalat mehr
"Wireless USB ersetzt kein WLAN-Netzwerk," stellt Jeff Ravencraft klar. Der Übertragungsstandard ersetzt einzig und allein Kabel, zum Beispiel zwischen Notebook und Monitor oder Computer und Drucker. Geräte, die nicht über ein integriertes Wireless-USB-Modul verfügen, können mit Adaptern nachgerüstet werden. Iogear bietet zum Beispiel einen "Wireless-USB-to-VGA-Adapter" an, der einen Monitor ohne Kabel mit einem Computer verbindet.
Derzeit gibt es Ravencraft zufolge 132 Produkte, die sich mit dem Wireless-USB-Logo schmücken dürfen. Ihre Zahl nehme ständig zu. Dell, Lenovo und NEC würden bereits Notebooks mit Wireless-USB-Modulen ausrüsten. Adapter oder drahtlose USB-Hubs böten neben Iogear auch Fujitsu-Siemens, Belkin oder D-Link an. Asus stellt auf der CeBIT den ersten drahtlosen Monitor mit integriertem Wireless USB aus. Ravencraft rechnet damit, dass Hersteller auch ihre Handys und Digitalkameras mit Wireless USB ausstatten.
Das USB-IF erwartet für 2009 den Verkauf von weltweit über drei Millionen Geräten mit Wireless USB. Bis 2012 soll ihre Zahl auf über 190 Millionen ansteigen. Die Bundesnetzagentur hat im Januar 2008 Frequenzbereiche für Wireless USB freigegeben. Da der vorgesehene Bereich von 6 bis 8,5 Gigahertz nicht so breit ist wie vom USB-IF vorgesehen, müssen die Hersteller Geräte für den deutschen Markt anpassen, um nicht mit anderen Techniken auf anderen Frequenzen zu konkurrieren.
Wireless USB soll Daten mit der gleichen Geschwindigkeit wie USB 2.0 übertragen. Mit maximal 480 Megabit pro Sekunde soll die drahtlose Technik ein Strecke von zehn Metern, sofern keine Hindernisse wie Wände im Weg stehen, überbrücken.
USB: Universal Serial Bus
Die Abkürzung USB steht für "Universal Serial Bus". Nahezu 100 Prozent aller Computer sind mit USB-Anschlüssen ausgestattet. Entsprechend viele externe Geräte wie USB-Speichersticks, MP3-Player, Handys oder externe Festplatten verfügen über einen USB-Anschluss. Der große Vorteil von mit USB ausgestatteten Produkten ist, dass sie auch an einen laufenden Computer angeschlossen werden können und dieser sie sowie ihre Eigenschaften automatisch erkennt. Bei anderen Schnittstellen ist ein Neustart des Betriebssystems nötig.

