Zugänge mit einer Geschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde
Breitband: Merkel will schnelles Internet für ganz Deutschland
DSL-Hardware und Technik
Die Bundesregierung will die Lücken in der Breitband-Versorgung auf dem Land rasch schließen. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, bis 2010 sollen alle deutschen Haushalte mit einer Geschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein. Aktuell sind 98 Prozent mit dieser Bandbreite versorgt - für etwa 600 Gemeinden mit insgesamt 730.000 Haushalten müssen die technischen Voraussetzungen erst noch geschaffen werden.
Allerdings gehen die Berliner Pläne noch weiter. Neue Anwendungen würden "weitaus höhere Übetragungsdichten" erfordern, sagte die Kanzlerin. Dazu zählt etwa das Fernsehen übers Internet (IPTV). "Deshalb haben wir uns vorgenommen, 75 Prozent der Haushalte bis zum Jahr 2014 zu ermöglichen, dass sie einen Anschluss für Breitband erhalten, der mindestens eine Übertragungsdichte von 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht", so Merkel.
Merkel: Breitbandanschluss ist Grundbedürfnis
Den Breitband-Ausbau will die Regierung so gestalten, "dass Anreize für Investitionen nicht nur in den Ballungsgebieten gesetzt werden, sondern auch in den weniger besiedelten Gebieten." Merkel sagte, gleiche Bedingungen auf dem Land wie in den Städten seien eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft der ländlichen Räume. "Was früher ein Elektrizitäts-, Wasser- oder Abwasseranschluss war, das wird in Zukunft auch ein Breitbandanschluss gewährleisten."
Um die weißen Flecken zu schließen, gebe es Möglichkeiten der staatlichen Förderung, zum Beispiel könnten Gelder aus dem Konjunkturpaket verwendet werden, um Lehrrohre für die DSL-Verkabelung zu legen, sagte Merkel. Private Investoren sollen nach den Plänen der Bundesregierung auch die "Digitale Dividende" nutzen, also Frequenzen, die durch die Digitalisierung von TV und Rundfunk frei werden. E-Plus hatte bereits einen Testversuch zur Nutzung dieser Frequenzen angekündigt. Allerdings sind die Ambitionen der Mobilfunkanbieter umstritten: Die Radio- und TV-Anbieter sehen ihre Felle davonschwimmen und haben kein Interesse daran, ihre Frequenzen zur Verfügung zu stellen.
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bright_watcher
03.03.09 10:04
seit wann kümmert es die damen und herren, ob herr m. einen aus xyz einen internetanschluß hat. natürlich: damit auch die letzten winkel überwacht werden können.
Black_Seraph
03.03.09 11:54
Ausserdem soll jedem Bundesbürger der Popo vergoldet werden! Einen BMW zu fahren ist ein Grundbedürfnis! Vorrausetzung ist natürlich dass die CDU gewählt wird!
Ja, ist denn morgen schon wieder Wahl, dass hier so massive leere Versprechen gemacht werden müssen?
dermannvomland
21.03.09 17:45
Ich trau dem Braten nicht, ich surfe selber auf dem Land.
Nun wurde hier bei uns Richtfunk eingeführt. Dies bringt aber meiner Meinung nach keine zukunftsorientierte Option zum schnellen Surfen.
Ich würde es sehr unverschämt finden, wenn sie dies als schnelle Internetverbindung ansehen und wir keinen richtigen ADSL-Anschluss bekommen.
Aber zur Zeit ist Wahlkampf angesagt, da darf man auch mit dem Geld aus dem Fenster wedeln...
alfred
08.03.10 11:09
Jetzt haben wir 2010, aber hier kommen noch immer nur 45KByte/s an. Auf Merkel kann man sich verlassen.
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