Anbieter sieht keine Chance mehr auf dem hart umkämpften Markt

Internet-Provider: Carpo stellt DSL- und VoIP-Vermarktung ein

Internet-Provider: Carpo stellt DSL- und VoIP-Vermarktung ein Der Preiskampf im DSL-Markt hat dem Schweizer Provider Carpo hart zugesetzt, zu hart: Am Sonntag teilte Carpo mit, aus dem DSL-Geschäft auszusteigen. "Die Vision von Carpo, mit hoher Service-Qualität dieses Segment zu bedienen, lässt sich in einem Markt, der nur von Preiskämpfen bestimmt ist, nicht entsprechend unserer ursprünglichen Idee realisieren", begründete Michael Urban, Gründer und CEO von Carpo, die Einstellung des Geschäfts. Auch das VoIP-Angebot von Carpo habe gegen die "attraktiven und kämpferischen Kombi-Angebote der Provider von Mobilfunk und Festnetz" keine Chance mehr.

Was mit den Carpo-Kunden passiert, die einen DSL-Anschluss und Telefonie bei dem Anbieter gebucht haben, ist noch unklar. Die Verträge laufen entweder über zwölf oder 24 Monate - Carpo kann also die Dienstleistung nicht einfach einstellen. Das Unternehmen versichert aber, in den nächsten Wochen und Monaten alternative Lösungen anzubieten. "Naturgemäß wird jeder Kunde aktuell eine für sich günstige Möglichkeit in Anspruch nehmen können, hierzu wird unsere Hotline bei Bedarf auch die Kunden beraten", erklärte Urban. Diese Hotline erreichen Kunden unter der Rufnummer 01805 / 233556.

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Resale-Kunden müssen Telekom-Anschluss selbst kündigen

Carpo hatte neben den DSL-Komplettangeboten ohne herkömmlichen Festnetz-Telefonanschluss auch DSL-Tarife im Portfolio, die auf einen Anschluss der Telekom basieren. Kunden, die solch einen Resale-Vertrag zwischen Juni 2006 und Juli 2007 eingingen, flatterte bereits vor zwei Wochen ein Kündigungsschreiben von Carpo ins Haus. Der Anbieter profitierte hier von den kurzen Vertragslaufzeiten. Nachdem Carpo den Kunden mitteilte, diese DSL-Anschlüsse automatisch auf ein Call & Surf-Angebot der Telekom umzustellen, beschwerten sich einige Kunden. Carpo ruderte daraufhin zurück: Die Resale-Kunden müssen sich mittlerweile selbst um einen neuen Provider kümmern.

Was die weiteren Pläne des Unternehmens anbetrifft, kündigte Carpo an, im Sommer 2009 mit "einer neuen Vision und einem innovativen Produkt einen völlig neuen Markt" bedienen zu vollen. Das Team in Ratingen bleibe weiter bestehen und arbeite bereits intensiv an diesem Projekt.

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