Der Mufin Player sortiert die Musiksammlung "klangbasiert"
Freeware der Woche: Mufin - der Klangschnüffler
Die selbsternannte "Musikentdeckungsmaschine" Mufin veröffentlicht heute, am 26. Februar, den Mufin Player, mit dem man die eigene Musiksammlung "klangbasiert" sortieren kann. Zusätzlich zeigt das Programm auch ähnlich klingende Titel aus der aktuell mit über fünf Millionen Songs gefüllten Datenbank der Seite an. Die Bekanntheit der einzelnen Künstler, das Genre oder die Marketingetats von Plattenfirmen spielen keine Rolle - es kommt einzig auf den Klang an.
Mufin steht für "Music Finder". Das Programm analysiert die Musiksammlung auf dem Computer anhand von rund 40 klanglichen Eigenschaften wie Rhythmik, Tempo, Harmonie, Klangdichte und Instrumentierung eines Songs. Zu jedem ausgewählten Track sortiert der Mufin Player die anderen Lieder nach der Prozentzahl der Übereinstimmung. Der Tag könnte morgens mit dem aktuellen Lieblingslied beginnen und der restliche Fundus an Musik wird nach dem Grad der Übereinstimmung abgespielt. Vor der Installation des Mufin Players kann man die Technologie unter mufin.com ausprobieren.
Die Installation des Mufin Player stellt kein Problem dar. Neben MP3-Dateien gibt das Programm unter anderem auch OGG-, WAV-, WMA- und FLAC-Dateien wieder. Die Dateitypen können, müssen aber nicht mit dem Player verknüpft werden. Dagegen ist die Installation des "Firebird SQL-Server Magix Edition" notwendig, um auf die Datenbank von Mufin zugreifen zu können.
Schneller Import und Analyse von neuen Songs
Beim ersten Start des Mufin Player startet ein Assistent, der bei der Einrichtung des Programms hilft: Zum Beispiel bei der Auswahl des Ordners, aus dem Musik importiert werden soll. Um die Online-Funktionen des Programms wie personalisierte Musikempfehlungen oder eigene Playlisten und Musikcharts nutzen zu können, ist ein kostenloses Benutzerkonto auf mufin.com nötig. Für den Import und die Analyse unserer 598 Testsongs benötigte der Mufin Player weniger als fünf Minuten.
Der Mufin Player bietet alle grundlegenden Funktionen eines Audio-Players. Die Erstellung von Wiedergabelisten ist genau so möglich wie eine Filterung der Songs nach Genre, Künstler oder Album. Neben der Ähnlichkeit sortiert das Programm die einzelnen Tracks auch nach Name, Interpret oder Länge. Neben dem Mufin Player bietet die Firma auch Plugins für den iTunes-Player von Apple sowie Plugins für die sozialen Netzwerke Facebook und Myspace an.
Der Mufin Player, dessen vorherige Versionen unter dem Namen "mufin MusicFinder" firmierte, greift auf eine Datenbank mit derzeit über fünf Millionen Musikstücken zu. Wer nicht nur seine Musiksammlung neu erfahren, sondern ganz neue Musik entdecken will, kann sich in dem Programm ähnlich klingende Songs aus der Datenbank anzeigen lassen. Diese stehen in einer kurzen Preview kostenlos zur Verfügung und können gegen Bezahlung komplett heruntergeladen werden.
Die Technologie hinter Mufin entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer Institut, das auch schon für das MP3-Format verantwortlich ist. Inzwischen gehört die Firma, die aus dem Forschungsprojekt entstanden ist, dem Softwareunternehmen Magix. Sowohl mit der Homepage als jetzt auch mit dem Mufin Player tritt Magix in Konkurrenz zur erfolgreichen Radio-Community Last.FM, die ebenfalls ähnlich klingende Titel vorschlägt.


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