Wenn sich die Frage nach dem besten Browser auf dem Tennisplatz klärt

Verkehrte Netzwelt: Ganz großes Browser-Tennis

Verkehrte Netzwelt: Ganz großes Browser-Tennis Schon länger liefern sich die Browser eine erbitterte Schlacht um den Zugang zum weltweiten Datennetz. Neuerdings mischt auch Googles Chrome in diesem Spiel kräftig mit. Stellen Sie sich vor, die Kontrahenten würden nicht durch immer neue Funktionen und Geschwindigkeitsschübe versuchen auf sich aufmerksam zu machen, sondern ihre Streitereien auf dem Tennis-Platz austragen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Felix Firefox: Der ausbaufähige Publikumsliebling
  2. 2Irene Explorer: Die etablierte Querulantin
  3. 3Gonzo Chrome: Der Aufmüpfige Neuzugang
  4. 4Lothar Safari: Der unterschätzte Underdog
  5. 5Das Spiel beginnt
  6. 6Vorteil Chrome/Safari
  7. 7Unsportliches Abtauchen

Felix Firefox: Der ausbaufähige Publikumsliebling

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Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zu diesem Tennis-Samstag der Extra-Klasse. Bitte begrüßen Sie mit mir zusammen die heutigen Akteure auf dem Court. Felix Firefox, getragen von einer Welle der Sympathie, betritt die Halle. Er trägt feuerrote Turnschuhe, dazu diverse Erweiterungen: Baseball-Cap mit eingebautem Ventilator, Bauchgurt mit Trinkflaschen, automatischer Ball-Fokusierer. Dieser Mann überlässt nichts dem Zufall. Unter eifrigem Kopfnicken applaudieren 52 Prozent der anwesenden netzwelt-Leser in der Halle.

Irene Explorer: Die etablierte Querulantin

Mit erhobenen Armen läuft Team-Kollegin Irene Explorer ein... und stolpert direkt über die Seitenauslinie. Meine Damen und Herren, verkneifen Sie sich das Lachen bitte. Immerhin ist Irene Explorer nicht nur in Deutschland eine feste Größe. Ihr Bekanntheitsgrad bei den Fans beträgt stolze 40 Prozent und zusammen mit Felix Firefox gilt sie als klare Favoritin im heutigen Match gegen die Underdogs Chrome und Safari. Ich darf also doch sehr bitten. Gegen ihr etwa biederes Image versucht sie konsequent mit Hilfe eines frischen Outfits anzukämpfen. Zuletzt hat sie allerdings abseits des Tennisplatzes von sich reden gemacht. Neidische Konkurrenten versuchten die oft überheblich wirkende Irene vor Gericht in Grund und Boden zu klagen, weil der Tennisverband durchsetzen wollte, dass jedes Tennisspiel mit ihr ausgetragen werden sollte. Und zwar absolut jedes.

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Gonzo Chrome: Der Aufmüpfige Neuzugang

Im Eiltempo läuft Gonzo Chrome in die Halle. Vor kurzem noch ein Niemand, kann er auf den übergroßen und omnipräsenten Tennis-Vater Gogol als Freund und Förderer bauen. Von oben bis unten zugepflastert mit themenrelevanter Werbung, wirkt er wie ein HB-Männchen auf Speed. Hurtig sprintet er von der einen Ecke zur anderen, um seine Schnelligkeit zu beweisen. Finden Sie nicht auch, dass er einen leicht zwielichtigen Eindruck erweckt? Nicht umsonst sagt man ihm nach, dass er für einen Sieg gegen die heutigen Gegner sogar die eigene Mutter verkaufen würde. Trotzdem lächelt er gekonnt in die Kameras, das Victory-Zeichen in Hüfthöhe.

Lothar Safari: Der unterschätzte Underdog

Als Letzter läuft Lothar Safari in die Halle ein. Lässig hat er seinen Pullover über die Schultern geworfen, grüßt mit der linken Hand souverän das Publikum. Scheinbar stört es ihn nicht, dass ihn dort niemand kennt. Lediglich der gut betuchte Designer-Club ist völlig von der Rolle. Die Knäckebrot-Krümmel am Mundwinkel sind wohl vom Frühstück übriggeblieben. Mit einer flinken Geste wischt er sie weg. Schiedsrichter Petrie B. System bittet um Ruhe - es kann losgehen. Auf der linken Platzhälfte positionieren sich Firefox und Explorer, auf der rechten gehen Safari und Chrome in Stellung.

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