Cupertino verspricht schnelleres Surfen

Safari 4.0 Beta: Apple veröffentlicht neue Version seines Webbrowsers

Die Nachricht klingt verheißungsvoll: Mit Safari 4 sollen Java Script-Elemente rund viermal so schnell ausgeführt werden wie in der Vorgängerversion. Verantwortlich für den Geschwindigkeitszuwachs ist laut Apple die neue "Nitro Engine", der Browser-Motor der neuen Safari-Version. Sogar bis zu 30 Mal schneller als der Internet Explorer 7 und bis zu dreimal schneller als Firefox 3 soll die Maschine Java Script umsetzen, gibt sich Apple selbstbewusst.

Safari 4.0 Beta: Apple veröffentlicht neue Version seines Webbrowsers
Cover-Flow ist bereits vom Durchblättern der Album-Cover in der Apple-Musiksoftware iTunes bekannt.

Mit der neuen Version hat der Konzern aus Cupertino seinem Surf-Flagschiff auch wesentliche Neuerungen für die Bedienoberfläche verpasst. So ist die aus dem Musik-Abspielprogramm iTunes bekannte Grafik-Ansicht Cover Flow für die Navigation durch besuchte Webseiten und abgelegte Bookmarks integriert. Offenbar hat Apple der Windows-Version hier allerdings einen Riegel vorgeschoben: Nach dem Starten des Programms ließ sich Cover Flow partout nicht aktivieren. In der Version für Mac OS X läuft sie hingegen reibungslos.

Werbung

Ähnlich wie Cover Flow in Safari 4.0 funktioniert auch die Funktion "Top Sites". Dabei werden häufig besuchte Webseiten als Vorschaubilder in einer 3D-Ansicht angezeigt. Neu ist auch, dass die Tab-Leiste, die besuchte Webseiten als einzelne Navigationselemente darstellt, nicht mehr unterhalb, sondern oberhalb der Adresszeile untergebracht ist. Das hat sich Apple offenbar beim Konkurrenten Google abgeschaut: Bereits in Chrome, dem Browser des Suchgiganten, war diese Funktion integriert.

Einige weitere Änderungen sind ebenfalls bereits von der Konkurrenz bekannt. In der Suchleiste etwa werden automatisch Begriffe von Google vorgeschlagen, was bereits Browser wie Mozillas Firefox umsetzen. Auch nicht neu ist die automatische Vervollständigung von Adresszeilen: Safari greift dabei auf Bookmark-Einträge, Top-Seiten oder den Verlauf zurück. Das Seiten-Zoomen, mit dem sämtliche Elemente einer Seite vergrößert dargestellt werden, beherrschen ebenfalls andere Webbrowser. In der Safari-Vorgängerversion funktionierte das allerdings nur bei Text, jetzt zum Beispiel auch bei Bildern. Interessant ist, dass Webseiten per Suchfeld gezielt nach einzelnen Wörtern durchsucht werden können. Diese Funktion kann in anderen Webbrowsern nur über die Kombination Steuerungstaste + F aufgerufen werden.

Screenshot Apple Safari 4.0 Beta
Mit einem Klick zur Lieblingsadresse im Internet: Die Funktion Top-Sites integriert eine Vorschau häufig besuchter Webseiten.

Apple hebt besonders hervor, dass Safari 4 der erste Browser ist, der den Acid3-Test bestanden hat. Bei diesem Verfahren wird untersucht, ob und wie ein Programm bestimmte Webstandards wie CSS, JavaScript, XML oder SVG beherrscht. Außerdem integriert Safari 4 bereits HTML 5 und CSS 3. Das sind zwei Internet-Sprachen, die in Zukunft wichtig werden können: Web-Anwendungen sind so in der Lage, Inhalte zu speichern, auch wenn die Internet-Leitung unterbrochen ist.

Zum Download von Safari 4.0 Beta (PC- und Mac-Version)

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Hallo, Cover Flow schon in Safari 3? Das ist mir nicht bekannt. Top Sites ist eine neue Funktion, von daher sollte die Eigenschaft auch erwähnt werden. Eine ausführlichere Berichterstattung lohnt sich...

Was ist denn das Problem an Befehl + F? Geht meiner Meinung nach ziemlich fix und komfortabel... Das Review ist eh ziemlich ungenau, Cover Flow gabs zb. auch schon bei Safari 3 und so wahnsinnig...

Suchen direkt in der Seite? Geht doch im Firefox direkt beim Tasten tippen und beim Opera . plus Suchbegriff. Nix mit Strgf+F.

Eigenen Kommentar schreiben