Fachhochschule in Güstrow kappt Verbindung zum Internet
Conficker: Computerwurm befällt deutsche Hochschule
Der Computerwurm Conficker findet immer neue Opfer. Nach Krankenhäusern in Österreich, den Seestreitkräften von Frankreich und Großbritannien sowie der Bundeswehr ist jetzt die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow betroffen. Ihre Systemtechniker kappten sämtliche Verbindungen zum Internet.
Bodo Wiegand-Hoffmeister, Direktor der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow, berichtet im Gespräch mit netzwelt, dass die Sicherheitsprogramme bereits gestern Morgen Alarm schlugen. "Als Vorsichtsmaßnahme trennten die Techniker sofort die Server von Netz." So konnte Conficker weder Daten aus dem Internet nachladen noch sich im internen Netzwerk verbreiten. Als erstes hätten die Techniker die befallenen Rechner von dem Wurm befreit.

Auch die Homepage der FH Güstrow ist derzeit nicht zu erreichen.
Auswirkungen auf den Lehrbetrieb für seine 500 Studenten habe der Computerausfall nicht gehabt, berichtet Wiegand-Hoffmeister weiter. "Für unsere Mitarbeiter bedeutete der Ausfall allerdings einen Mehraufwand. Sie arbeiteten offline an ihren Computern und mussten zum Beispiel Dokumente per USB-Stick zum Drucker bringen."
Im Laufe des heutigen Tages wollen die Techniker alle einhundert Rechner der Hochschule überprüfen. Wenn sie sicher sind, dass ihr Netzwerk komplett frei von Conficker ist, nehmen sie es wieder in Betrieb.
Seit Oktober 2008 ist Conficker aktiv
Der Computerwurm Conficker verbreitet sich bereits seit Oktober 2008 über das Internet und in Computernetzwerken. Inzwischen gibt es verschiedene Varianten des schädlichen Programms. Die neueste Version B++ kann sich nicht nur Daten aus dem Netz nachladen, sondern von seinen Autoren nachträglich mit neuen Daten versorgt werden.
Stärker von Conficker betroffen als die Fachhochschule in Güstrow war die Bundeswehr. Ihre Systemtechniker mussten vor zwei Wochen mehrere Dienststellen vom Netz trennen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Alle Rechner der Bundeswehr sind inzwischen aber von dem Wurm befreit. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind derzeit keine weiteren öffentlichen Stellen in Deutschland von Conficker betroffen.
Trotz eines Kopfgeldes von 250.000 Dollar auf die Autoren von Conficker verbreitet sich der Wurm immer weiter. Der beste Schutz sind neben der Einpflegung der regelmäßigen Updates von Windows eine aktive Firewall sowie ein aktuelles Antivirenprogramm.
Weitere Informationen über das Vorgehen und Verhalten von Conficker sowie zum Schutz vor und zur Bekämpfung des Wurms erhalten sie in diesem Artikel.
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am besten kein windows mehr nutzen :) ist am einfachsten :)
"Beim Hantieren mit USB-Sticks sollte man Vorsicht walten lassen. Denn Conficker überträgt sich auch über die tragbaren Speichermedien." ja, so siehts aus^^ clever ^^
"Sie arbeiteten offline an ihren Computern und mussten zum Beispiel Dokumente per USB-Stick zum Drucker bringen." Sehr clever mit USB Sticks zu arbeiten :-D