30 Prozent des Verkaufspreises für die Fotografen von Stockfotos
Flickr: Agentur Getty vermarktet auch deutsche Fotos
Das Foto-Portal Flickr und die Bildagentur Getty Images weiten ihre Kooperation auf Deutschland aus. Bereits seit Juli 2008 durchsuchen die Redakteure von Getty Images die Bildergalerien von amerikanischen Flickr-Nutzern nach Fotos, die sich vermarkten lassen. Dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge solle die Agentur bereits ab März auch die Fotos von deutschen Flickr-Nutzern verkaufen können. Die Fotografen sollen bis zu 30 Prozent der Einnahmen erhalten.
Eine Hilfeseite mit Fragen und Antworten (FAQ) zu der Vermarktung durch Getty Images ist bei Flickr bereits online. Der FAQ zufolge sucht Getty Images so genannte Stock-Fotos. Dabei handelt es sich um zeitlose Bilder, die sich auch nach mehreren Jahren noch verkaufen lassen. Getty bietet die Fotos sowohl lizenzpflichtig (jede Nutzung muss extra bezahlt werden) als auch lizenzfrei (einmal kaufen, mehrmals benutzen) an. Die Verwendung der Bilder wird nur durch wenige Vorgaben eingeschränkt.
Die Mitarbeiter von Getty Images durchsuchen die inzwischen Milliarden von Fotos auf Flickr nach passenden Motiven und laden die Fotografen dann ein, ihre Bilder über die Agentur zu vermarkten. Jeder Fotograf kann selbst entscheiden, ob er die angefragten Aufnahmen über Getty anbieten möchte.

Stockfotos auf Getty Images zum Thema "netzwelt".
Wer sich zur Zusammenarbeit mit Getty entschließt, bindet sich mit den entsprechenden Fotos für zwei Jahre an die Vermarktung durch die Agentur. Getty Images bietet die Bilder zu seinen normalen Konditionen und nicht als so genannte Microstock-Fotos, für die nur sehr geringe Gebühren erhoben werden, an. Die Fotografen sollen angeblich bis zu 30 Prozent des Verkaufspreises erhalten.
Bevor Getty Images die Bilder verkauft, überprüft die Agentur die Aufnahmen nicht nur in Hinblick auf ein passendes Motiv. Die Bilddatei muss zum Beispiel groß genug sein und bei Fotos mit Personen müssen Modellfreigabeerklärungen vorliegen. Fließt am Ende wirklich Geld an den Fotografen, fordert eventuell das Finanzamt seinen Anteil. Von den Einnahmen erfährt es in jedem Fall, da Getty seine Verkäufe korrekt verbucht.
Auf die Agentur warten oder selber verkaufen
Angesichts der Menge an Fotografen und Aufnahmen, die derzeit bei Flickr online sind, müssen die Bilder hohen Ansprüchen genügen, um von Getty Images in den Bestand aufgenommen werden. Wer nicht warten will, bis die große Bildagentur ihn findet, kann auf eigene Faust versuchen seine Fotos zu verkaufen.
