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Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen
Exklusive Materialwahl: Leder, Aluminium und Magnesium

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Dell hat dem Studio XPS 13 eine Frischzellenkur verpasst und vieles im Vergleich zum Vorgänger verändert. Technisch ist die Serie, wie wir bereits berichtet haben, auf dem neuesten Stand. Auch optisch ist das Notebook ein echter Hingucker. Der Preis startet bei 950 Euro. Die Ausstattung des Testgerätes von netzwelt schraubt diesen allerdings auf 1.650 Euro herauf.

Technik: Ausgestattet mit neuester Hardware

Im Inneren des Dell XPS 13 werkelt ein Intel Core 2 Duo P9500 mit 2,53 Gigahertz. Als Betriebssystem setzt Dell auf Windows Vista Home Premium mit 64 Bit. Eine gute Wahl angesichts des vier Gigabyte großen DDR3-Arbeitsspeichers. Für gelegentliches Spielen eignet sich die verbaute Grafikkarte Nvidia GeForce 9500M mit 256 Megabyte RAM.

Das 128 Gigabyte große Solid-State-Drive erreicht im Test sehr hohe Transferraten, jedoch sind immer wieder große Schwankungen in den Transferraten zu verzeichnen. Dennoch liegen die Werte deutlich über dem Niveau von herkömmlichen Notebook-Festplatten. Beim DVD-Brenner setzt Dell auf ein Slot-In-Laufwerk. Dieser lässt sich nur mit Hilfe einer Sensortaste öffnen. Ein Notauswurfknopf oder ein herkömmlicher Drücker fehlen.

Dell Studio XPS 13
3D Mark 06 (1.280 x 800)3564
Cinebench R10 32bit (1 CPU)3100
Cinebench R10 32 bit (x CPU)5879
HDD Tune Minimum69,1 MB/sek.
HDD Tune Maximum160,0 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt127,3 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit0,1 ms

Hinter dem Deckel aus Leder, Aluminium und schwarzem Klavierlack, welcher bereits nach einmaliger Verwendung Fingerabdrücke aufweist, befindet sich ein 13,3-Zoll-Display. Dieses spiegelt äußerst stark. Die Auflösung beträgt für diese Bildschrimgröße übliche 1.280 x 800 Pixel. Hervorragend ist die Auswahl an drahtlosen Verbindungen. Neben einem Bluetooth-Modul und WLAN mit N-Standard ist auch ein HSDPA-Modul integriert.

Während andere Notebooks mit vielen USB-Anschlüssen glänzen, wandelt Dell auf Apples Spuren und verbaut nur zwei USB-Anschlüsse. Bei dem zweiten Anschluss handelt es sich um eine Kombination aus eSata- und USB-Anschluss. Dieser verfügt über Powershare. MP3-Player und Handys können somit auch aufgeladen werden, wenn das Notebook außer Betrieb ist. Auch die anderen Anschlüsse sind jeweils nur einmal vertreten: HMDI, Display-Port, Firewire und LAN. Ein Kartenleser ist ebenso vorhanden wie eine Express-Card. Mit Hilfe dieser lassen sich die fehlenden USB-Anschlüsse nachrüsten - alternativ ist auch ein Hub verwendbar.

Gut geschützt durch eine Magnesiumlegierung ist die Unterseite des Notebooks. Zwar müssen für einen Blick unter die Haube alle Schrauben samt Bodenplatte gelöst werden, aber dies gestaltet sich sehr einfach. Im Inneren präsentiert sich das Notebook als eines der am leichtesten zugänglichen seiner Art. Neben der Festplatte und den zwei belegten RAM-Slots sind auch alle Module für die drahtlosen Verbindungen erreichbar. Ebenfalls wurde an den Langzeit-Einsatz gedacht. Denn die BIOS-Batterie ist leicht austauschbar - im Gegensatz zu anderen Laptops, wo diese meist gut versteckt ist.

  • Der Innenraum ist sehr gut strukturiert.
  • Am Deckel sind drei Materialen verbaut: Leder, Aluminium und Klavierlack.
  • Die Displayschaniere sind aus Aluminium.
  • Der Laptop verfügt über ein Slot-In-Laufwerk.
  • Das Notebook besitzt nur einen USB-Anschluss.
  • In der Front befindet sich ein Kartenleser.
  • Die Tastatur verfügt über einen sehr weichen Anschlag.
  • Das Display spiegelt sehr stark.

Touchpad und Tastatur: Weich, weicher

Das Layout der Tastatur ist ausgezeichnet, jedoch ist es unbegreiflich, weshalb Dell bei vielen seiner Notebooks der letzten Zeit einen sehr weichen Anschlag der Touchpadtasten wählt. Eine gute Rückmeldung, ob tatsächlich gedrückt wurde, ist dadurch nicht gegeben. Von einem zu weichen Anschlag ist auch die Tastatur betroffen, dies ermöglicht allerdings ein nahezu lautloses Tippen. Auf Tastendruck kann die weiße Hintergrundbeleuchtung der Tasten aktiviert werden - vor allem im Dunklen eine äußerst nützliche Funktion. Die Verarbeitung der Tastatur könnte besser sein, denn die gesamte rechte Hälfte gibt bereits bei leichtem Druck auf eine einzelne Taste deutlich nach.

Akkuleistung und Lautstärke

Trotz eines Sechs-Zellen-Akkus ist das XPS 13 sehr häufig an der Steckdose anzutreffen. Im Spielebetrieb wird der Bildschirm bereits nach 70 Minuten schwarz. Dabei ist im Dell XPS 13 keine leistungsstarke Grafikkarte verbaut und auch das Display misst nur 13 Zoll. Praktisch: Am Akku befinden sich LED die über den Ladestatus informieren. Der Ein- und Ausbau des Akkus erweist sich auch nach mehreren Versuchen als Glücks- und Geduldspiel. Aufgrund der zu knappen Spaltmasse rastet der Akku oftmals nicht richtig ein und lässt sich nur schwer entfernen.

Akkuleistung (75% Helligkeit)
Office125 min.
Film105 min.
Spiel70 min.

Auch in Sachen Lautstärke kann das Notebook nicht überzeugen. Bereits im Leerlaufbetrieb aktiviert sich der Lüfter nach kurzer Zeit und bleibt stets wahrnehmbar. Unter Last dreht der Lüfter hörbar auf, zudem wird die linke Oberfläche der Tastatur sehr warm.

Lautstärke (30cm)
idleLast
37,8 db45,8 db

Fazit: Zu weich gekocht

Eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Apple MacBook stellt das Dell Studio XPS 13 nicht da. Dies liegt nicht an der verbauten Hardware, sondern viel mehr an den selbstverständlichen Dingen, welche man an einem Notebook voraussetzt. Die Akkulaufzeit ist unterdurchschnittlich für ein Gerät dieser Größe und die Lautstärke unter Last zu hoch. Alle Tasten besitzen einen sehr leichten Druckpunkt und Fingerabdrücke sind selbst bei vorsichtiger Handhabung nicht zu vermeiden.

Ärgerlich ist, dass das Notebook über nur zwei USB-Anschlüsse verfügt. Designverliebte Menschen können das Dell XPS 13 nur zur Schau stellen, wenn es nicht verwendet wird. Aufgrund der weitestgehenden glänzenden Oberfläche hinterlässt nahezu jede Berührung einen Fingerabdruck.

Kommentare zu diesem Artikel

Dell hat dem Studio XPS 13 eine Frischzellenkur verpasst und vieles im Vergleich zum Vorgänger verändert. Technisch ist die Serie auf dem neuesten Stand. Auch optisch ist das Notebook ein echter Hingucker Der Preis startet bei 950 Euro. Das Testgerät von netzwelt kostet 1.650 Euro.

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  • unli schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    Ich kann die Kritik von a-z verstehen. Akku geht fast nicht raus, Tastenanschlag ist eine echte Katastrophe, Tastaturbeleuchtung geht gar nicht, Broadband Modem geht auch nicht. Also Finger weg. In Kombination mit Vista ist das echt die Hölle. Bin fast soweit wieder auf mein 5 Jahre altes DELL Precision M70 und XP umzusteigen. Das war eine Maschine. Leider auch sehr schwer, aber da hat zumindest alles funktioniert.
  • Locutus schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    es gibt einen 9 zellen akku der nach unten absteht. Zumindest ist er im dell.com Shop verfügbar für gerade mal ~75$ wenn ich das richtig im Kopf habe!
  • deller schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    Hallo, ich kann mich den Kommentaren nur anschliessen. Das Displayscharnier ist ein echter Hingucker, verdeckt aber leider zum einen die Lüftungsschlitze und verhindert zum anderen einen nach hinten abstehenden Akku. Ich hoffe trotzdem, das Dell nochmal einen 9-Zeller anbietet, der ggf. nach unten aufträgt. Das Metallgehäuse ist solide wird aber leider ziemlich heiß. Die Menge an Anschlüssen, integriertem UMTS haben für mich den Ausschlag gegenüber dem acBook gegeben, zumal ich auch noch Windows und Parallels benötigt hätte.
  • Lee Sensei schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    Ich kann meine beiden Kommentar-Vorgänger nur zustimmen. (Wobei ich mit meinem Touchpad ziemlich zufrieden bin^^) Besitze auch de XPS 13 mit der 9500er Karte. Wenn ich mal nicht zocke oder mit Multianwendungen meine Leistungen voll ausreizen möchte, benutze ich die Onboard Karte. Reicht für ein bisschen mehr als 2 Std. Wem das nicht reicht...der kann sich nen 2. Akku holen. Der ist nicht so teuer. Probleme mit dem raus- und reinnehmen des Akkus hab ich nicht. Funktioniert sehr gut bei mir. Von der Lüfter-Lautstärke her, ist er mit der Onboard sehr leise. Das was ich bemängeln würde, ist eher der Sitz der Lüftungsspalte, der sich der sich direkt hinter dem Bildschirm befindet. Wenn man sein Bildschirm mehr als 90° aufklappt, dann werden sie schon zum Teil abgedeckt. Bei ca. 135° hat man die schon fast komplett abgedeckt. Deswegen wundert es mich nicht, dass er dort ( =linke obere Seite, wie im Bericht erwähnt) etwas wärmer werden kann. Wenn die richtige Graka an ist, dann wird sie dort richtig warm. Greetz
  • Die_Sonne schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    dromdol, ich kann dir nur zustimmen. Habe mein SPXS13 in genau der Testkonfig(+UMTS Modem intern) geordert und kann die Schwächen nicht nachvollziehen. In der Liga dürfte vor allem mit on-board Grafik aktiv (Officebetrieb) keines nur annähernd so leise sein (nicht dass ich was hören würde). Hab jetzt 3 Monate Geräte in dieser Klasse angeschaut und wenn es einen Sieger gibt dann das SPXS. Das MacBook spielt doch da garnicht mehr mit. Spaltmasse sind top. Vermutlich war das Testgerät Vorserie?
  • dromdrol schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    Also die meisten aufgezählten Schwächen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! 1.) Die verbaute Grafikkarte ist absolut TOP für ein Laptop dieser Größe und ich kenne kein anderes, das eine schnellere GraKa besitzt! 2.) Laut wird es wirklich nur im Spielebetrieb unter Last, ansonsten beim Arbeiten ist es flüsterleise (jedenfalls für meine Begriffe) 3.) Auch der Ein-Ausbau des AKKUs ist kein Problem, offensichtlich wurde an den Spaltmaßen doch nachgebessert! 4.) Einzig und alleine die weichen Druckpunkte des Touchpad sind zu bemängeln, was mir aber egal ist, da ich sowieso immer mit Maus arbeite (ich hasse Touchpads)! Und die Akkulaufzeit ist tatsächlich nicht überragend! Im Normalbetrieb (ohne Filem und Spiele) ist nach etwas mehr als 2 Stunden Schluss. Ich meine - in Wahrheit sollte das locker ausreichen aber es könnte trotzdem besser sein! LG Lomo
  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: News - Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    Vielen Dank für diesen Hinweis.
  • hankvanhell schrieb Uhr
    AW: Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen

    der eSATA anschluss dient bei dell auch als USB Port, eine art kombi anschluss, somit hat das gerät 2 usb ports.

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Dell hat dem Studio XPS 13 eine Frischzellenkur verpasst und vieles im Vergleich zum Vorgänger verändert. Technisch ist die Serie auf dem neuesten Stand. Auch optisch ist das Notebook ein echter Hingucker Der Preis startet bei 950 Euro. Das Testgerät von netzwelt kostet 1.650 Euro. .
http://www.netzwelt.de/news/79502-dell-studio-xps-13-test-design-notebook-schwaechen.html
2009-02-20 17:54:00
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Dell Studio XPS 13 im Test: Design-Notebook mit Schwächen