TV am PC: Multifunktionsmonitor Hyundai W220T im Test

Fernseher mit schlechter Quellenlage

Hyundai baut in den W220T ein DVB-T-Tuner ein. Dieser wandelt die digitalen Signale des Antennenfernsehens in Bilder um. Ein Antenne gehört nicht zum Lieferumfang, sodass sie zusätzlich gekauft werden muss. Dabei empfiehlt es sich nicht allzu sparsam zu sein, denn die Antenne hat Einfluss auf das Fernsehbild. Je besser die Antenne, desto störungsfreier das Bild. Bei billigen Antennen treten häufiger Bild- und Tonstörungen auf, die es unmöglich machen, dem Programm zu folgen.

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Die Bildqualität des W220T im Fernsehbetrieb ist mit Fernsehgeräten der gleichen Größe vergleichbar, aber nicht perfekt. Sie leidet vor allem darunter, dass die Auflösung des Monitors 1.680 x 1.050 Pixel beträgt, aber die Fernsehsender ihr Programm im PAL-Verfahren mit einer Zeilenhöhe von umgerechnet nur 576 Bildpunkten übertragen.

Ein Fernseher für die Zukunft

Der W220T von Hyundai ist eine Investition in die Zukunft. ARD und ZDF haben angekündigt ihr Programm 2010 auf die HD-Auflösung mit 1.280 x 768 Pixeln umzustellen. Dann sollte zumindest bei diesen Sendern das Fernsehbild auf dem W220T besser werden. Die großen Privatsender der RTL-Gruppe und von ProSiebenSat1 haben ihre HD-Pläne allerdings vorerst auf Eis gelegt.

Ergonomie für unkomplizierte Verhältnisse

Für die Einrichtung eines Arbeitsplatzes nach ergonomischen Gesichtspunkten eignet sich der W220T von Hyundai nur, wenn am Monitor nicht viel verstellt werden muss. Er ist weder in der Höhe verstellbar noch drehbar. Sein Neigungswinkel liegt bei elf Grad nach hinten und acht Grad nach vorne.

Hyundai W220T

Um acht Grad lässt sich der W220T nach hinten neigen.

Hyundai W220T

Nach vorne sind elf Prozent Neigung möglich.


Stromverbrauch: Sparsam und verschwenderisch zugleich

Der W220T von Hyundai ist ein stromsparender Monitor, der seine Helligkeit automatisch regelt. Bei dunklen Bildern reduziert er die Helligkeit und bei einem weißen Bildschirm fährt er sie ganz nach oben. Bei plötzlichen Wechseln von sehr dunkel zu sehr hell und beim Beenden des Standby-Betriebs benötigt der W220T drei bis vier Sekunden, bis er die Helligkeit angepasst hat.

Bei einem Standby-Verbrauch von bis zu vier Watt ist es ratsam, den W220T gleich ganz vom Stromnetz zu trennen, denn ein Ausschalter fehlt ihm. Vergleichbare Geräte wie der Syncmaster T220HD von Samsung ziehen im Standby-Modus weniger als ein Watt aus der Steckdose.

Fazit

Der Hyundai W220T besitzt zwar eine gute Bildqualität, konnte im Test aber nicht restlos überzeugen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Multifunktionsmonitoren wie dem T220HD von Samsung ist sein Stromverbrauch zu hoch und die Einstellungs-Möglichkeiten zu begrenzt. So lassen sich weder die Sättigung noch die Gamma-Werte von Hand einstellen.

Netzwelt konnte den Hyundai W220T vor dem Verkaufsstart testen. Der Monitor befindet sich laut seines Hersteller "im Auslieferstatus" und sei erfahrungsgemäß innerhalb der nächsten zwei Wochen im Fachhandel und bei Online-Anbietern verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung von Hyundai beträgt 309 Euro.

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