Netzwerkspeicher: Buffalo LinkStation Live im Test
Netzwerk: Hier fühlt sich das NAS zu Hause
Für Nutzer, die viele Daten besitzen und immer und überall auf diese zugreifen wollen, bietet sich der integrierte FTP-Server an. Mit dem so genannten "File Transfer Protocol" ist es möglich, über das Internet auf den Speicher zuzugreifen. Ein Beispiel: Der NAS befindet sich in der netzwelt-Redaktion in Hamburg. Der zugreifende Rechner steht dagegen in Tampa in den USA. Der Zugriff wird einfach über den Port 21 geregelt und kann über den Webbrowser oder einem FTP-Programm, wie Filezilla, abgewickelt werden. Das Nutzen eines solchen Programms ist von Vorteil, da etwa Filezilla es erlaubt alle Dateien gleichzeitig zu bearbeiten. Der Browser hingegen lässt nur das Schreiben einer Datei zu. Greift man also von Tampa aus auf den NAS zu, arbeitet man ähnlich wie beim Windows-Explorer mit den Dateien - wegen der Internet-Anbindung nur etwas langsamer.
Besitzer einer Playstation 3 oder der XBox 360 können sich ebenfalls auf ein zusätzliches Tool freuen. So ist das NAS auch als DLNA-Medienserver zu nutzen. DLNA steht für Digital Living Network Alliance. Kompatible Geräte können über diesen Server Bilder oder Videos an andere im Netzwerk befindlichen Geräte übermitteln. Musik und Filme lassen sich somit von der Buffalo-Station auch auf Konsolen wiedergeben. Der Vorteil: Ein Rechner muss nicht zusätzlich laufen. Der Hersteller setzt beim NAS also voll auf Netzwerk-Kompatibilität. Eine andere sinnvolle Möglichkeit, das Gerät im Netzwerk zu nutzen, ist das Web-Access-Feature. Dieses ermöglicht den Zugriff per iPhone, iPod Touch oder anderen Internet-fähigen Geräten auf die digitalen Datenbibliotheken.
FazitDie Buffalo LinkStation Live ist ein gut verarbeiteter Netzwerkspeicher für alle Heimanwender. Er schafft die Möglichkeit, von überall Zugriff auf die eigenen Daten zu erhalten. Der integrierte FTP-Server verspricht höchste Mobilität und über den DLNA-Medienserver bringt man die Daten auf eine Spielekonsole oder anderen Geräte - ohne dabei extra einen Energie-fressenden Computer dauerhaft laufen zu lassen. Was positiv überrascht, ist die Web-Access-Funktion. Damit werden kompatible Geräte wie der iPod Touch zu einem richtigen Media-Center. Negativ fällt dagegen der nicht einwandfrei laufende BitTorrent-Client auf. Auch wenn es immer auf die jeweilige Rechnerkonfiguration ankommt, hätte hier der Client wenigstens eine Fehlermeldung anzeigen müssen. Dazu bietet das NAS nicht die Möglichkeit die Festplatte auszutauschen.
Auf Anfrage erhielt netzwelt darauf folgende Antwort: "Ein Gerät mit nur einer Festplatte ist generell nicht für einen Festplattenwechsel durch den Kunden konzipiert. Bei Fehlern oder Defekten, welche einen Garantiefall darstellen, wird grundsätzlich das ganze Gerät ausgetauscht. Ein Aspekt des Chassis-Wechsels war, Manipulationen zu erschweren". Das ist zumindest nachzuvollziehen. Dass der Hersteller nicht an der Hardware spart, zeigt die eingelassene USB 2.0 Schnittstelle. Sie ermöglicht es, nicht Netzwerk-fähige Drucker und weitere Festplatten im Netz einzubinden. Viele Unternehmen sparen oftmals an dieser Schnittstelle und verbauen den langsameren 1.1 Standard. Für den Nutzer daheim ist die LinkStation zu empfehlen.
