Eine Mutter spricht über zwei Fernseher Tacheles mit ihrem Sohn

Kurzfilm der Woche: Ein "Ernstes Wörtchen"

Kurzfilm der Woche: Ein "Ernstes Wörtchen" Der Kurzfilm "Ernstes Wörtchen" zeigt ein ungewöhnliches Gespräch zwischen Mutter und Sohn. Auch wenn sich beide gegenüber sitzen, ist bei diesem Gespräch etwas anders: Sie kommunizieren über zwei aufgestellte Fernseher und befinden sich nicht selbst in dem Raum. Die TV-Geräte sind bei dieser Installation so positioniert, dass eine Rangordnung klar zu erkennen ist: Die Hosen hat eindeutig die Mutter an.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Ausdauer der Mutter verdient Bewunderung: Zum Glück ist der angehende Professor eine Ausnahme.
  2. 2"Wir haben einen Spießer zur Welt gebracht"
  3. 3"Gut Mutter, ich denk drüber nach"

"Ach, ist das schön", freut sich diese und beginnt das Gespräch mit lobenden Worten. Der Sohn sei nun bald Professor und habe damit den Zenit seiner Laufbahn erreicht. Mutter und Vater seien stolz auf ihren Sprößling. Doch dann wendet sich das Gespräch in eine Richtung, die der Sohn wahrscheinlich so nicht erwartet hätte: "Ich muss mal Tacheles mit dir reden", sagt die Mutter und legt gleich nach. "Kannst du eigentlich mit dem, was du so erreicht hast, innerlich zufrieden sein"?

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Die Ausdauer der Mutter verdient Bewunderung: Zum Glück ist der angehende Professor eine Ausnahme.

"Wir haben einen Spießer zur Welt gebracht"

Die Mutter erklärt, dass sie und der Vater Künstler seien und große Hoffnungen in den Sohn gesetzt hätten. "Den kennt man, von dem liest und hört man was", so die Hoffnungen der Eltern. Zwar würden seine kryptischen Facharbeiten in der ganzen Welt gelesen. Doch damit könnten sie bei ihren Freunden nicht großartig punkten. "Das versteht und interessiert keinen Menschen", ergänzt sie.

Der Sohn ist dabei sehr zurückhaltend und nickt hin und wieder. Frei nach dem Motto: Nur nicht unterbrechen! Die Mutter ist es dann, die das Bild des Vorzeigesohnes malt. "Mal ein bisschen Zack, Pik und Pepp", solle er an den Tag legen und sich häufiger in der Öffentlichkeit zeigen. Die von den Eltern massenhaft vererbten Talente solle er endlich rauslassen. Und als wenn das nicht schon reichen würde, setzt die Mutter noch einen drauf: "Dein Vater und ich haben uns schon häufiger gefragt, warum wir so einen Spießer auf die Welt gebracht haben".

"Gut Mutter, ich denk drüber nach"

Spätestens hier erwartet man vom Sohn eine Gegenwehr. Der Sohn aber bleibt selbst nach dieser Aussage ruhig und nickt sogar noch zustimmend. Als sie zum Ende hin einen Schwank aus ihrer Jugend erzählt, kommt ihr eine Idee. "Mach doch mal Filme", so die Mutter. Mit diesen könne er alles in ihm Brodelnde verarbeiten, sich endlich vom grauen Alltag befreien. Nach einem Stöhnen dann die Antwort des Sohnes: "Gut Mutter, ich denk drüber nach".

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Unijob? Aber hallo kann der damit innerlich zufrieden sein!

das war ja langweilig

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