Den Strom erzeugen 6.831 Notebookakkus
Gadget Globus: Tesla Roadster, der erste "grüne" Sportwagen
Hollywood gilt als Trendsetter. Bis zum heutigen Tag hat nahezu jeder Prominente in Beverly Hills einen Toyota Prius. Mit dem Tesla Roadster gibt es nun einen ersten "grünen" Sportwagen, weshalb viele ihren Autos mit Hybridmotor gegen einen Tesla Roadster tauschen.
Die Basis für den Sportwagen aus Kalifornien bildet ein Lotus Elise. Der Sprint von null auf hundert erfolgt in rasanten 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des Tesla Roadsters beträgt für einen Sportwagen etwas enttäuschende 200 Kilometer pro Stunde. Für den Antrieb sorgen 6.831 Lithium-Ionen-Akkus, welche beinahe eine halbe Tonne auf die Waage bringen. Die Akkus befinden sich hinter den beiden Sitzen, aber noch vor der Hinterachse - hier greift das Mittelmotorprinzip. Tesla gibt die Haltbarkeit der Batterien mit fünf Jahren oder 160.000 Kilometern an. Somit ist das Geld, welches beim Tanken im Vergleich zu einem mit Benzin betriebenen Auto eingespart wurde, spätestens beim Auswechseln der Akkus fällig.
Tesla verspricht eine Reichweite von 350 Kilometer, die jedoch nur bei einer ökonomischen Fahrweise realisierbar sind. Das britische Automagazin "Top Gear" kam bei ihrem Test zu dem Ergebnis, dass der Tesla Roadster auf der hauseigenen Teststrecke lediglich eine Reichweite von 90 Kilometern besitzt, ehe die Akkus leer sind. Für das Wiederaufladen sollte Geduld mitgebracht werden - der Vorgang dauert 16 Stunden. Nicht zu vergessen bleibt, dass der erzeugte Strom oftmals aus umweltschädigenden Atomkraftwerken stammt. Ebenfalls problematisch stellt sich die Entsorgung der Akkus dar, welche sehr aufwendig ist.
In den USA kostet der Sportwagen umgerechnet 85.000 Euro. Ab Mai 2009 ist der Tesla Roadster auch in Europa erhältlich. Hierzulande kommt ein auf 250 Einheiten limitiertes Sondermodell "Signature Edition" auf den Markt, zum Preis von 118.000 Euro. Im Jahr 2011 plant Tesla den Bau einer Limousine und befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Investoren, denn die Firma aus Kalifornien plagen seit geraumer Zeit enorme Geldsorgen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Ich denke Wasserstoff ist für Autos die Zukunft. Ein erstes Modell gibt es ebenfalls bereits in Kalifornien, dort hat Arnold Schwarzenegger auf einem ganzen Highway die nötige Infrastruktur aufbauen...
Eine krasse Maschine :-) Hoffentlich reift die Technik noch ein bisschen mehr aus und wird Massenware. Bis dahin muss allerdings die Stromversorgung dezentralisiert und auf erneuerbare Energien umgestellt...