Bundesnetzagentur plant Absenkung der Terminierungsentgelte

Mobilfunk: Handy-Gespräche sollen günstiger werden

Mobilfunk: Handy-Gespräche sollen günstiger werden Bereits im April könnten die Preise für Gespräche in andere Handynetze günstiger werden. Die zuständige Bundesnetzagentur plant laut dem Nachrichtenmagazin Focus die so genannten Terminierungsentgelte um zehn Prozent zu senken. Diese Gebühren berechnen die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sich gegenseitig für die Weiterleitung von Gesprächen aus einem anderen Netz.

Die Senkung der Dienstleistungsgebühren soll auf einer Beiratssitzung der Bundesnetzagentur Ende März 2009 beschlossen werden und bereits ab April 2009 gelten. Die Netzbetreiber reichten bereits ihre Anträge auf neue Gebühren bei der Bundesnetzagentur ein. Dabei liegen ihre Vorstellungen weit auseinander. Während E-Plus eine Absenkung der Gebühren bis 2012 fordert, beantragt O2 eine kräftige Erhöhung.

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Derzeit dürfen die Branchenführer T-Mobile und Vodafone 7,92 Cent pro Minute in Rechnung stellen, E-Plus und O2 berechnen 8,8 Cent pro Minute. Der Unterschied der Entgelte für die Mobilfunkanbieter soll unter anderem Nachteile ausgleichen, die den beiden kleineren Netzbetreibern E-Plus und O2 aus ihrem späteren Marktstart entstanden sind.

Gebühren zwischen 8,4 und 16,43 Cent pro Minute beantragt

E-Plus beantragt bei der Bundesnetzagentur ein Terminierungsentgelt von zunächst 8,4 Cent pro Minute. Bis 2012 soll es auf 6,8 Cent pro Minute sinken. O2 hingegen möchte ab April 16,43 Cent pro Minute in Rechnung stellen und bis 2012 nur auf 14,43 Cent pro Minute herunter gehen. T-Mobile und Vodafone möchten ihre Gebühren leicht auf 8,39 beziehungsweise 8,23 Cent pro Minute erhöhen.

Aber bereits im Jahr 2007 scheiterten die vier Netzbetreiber mit ihren Anträgen auf eine Gebührenerhöhung. Auch ihre Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht hatte keinen Erfolg. Am 12. Februar 2009 erörtert die Bundesnetzagentur in einer öffentlichen Verhandlung die Anträge der Netzbetreiber. Bis Ende März fällt die endgültige Entscheidung. Beobachter erwarten auch diesmal eine moderate Senkung der Preise durch die Regulierungsbehörde.

Auswirkung auf Preise für Verbraucher unklar

Wie sich eine mögliche Senkung auf die Preise für Endkunden auswirkt, liegt in der Hand der Mobilfunkanbieter. Die Netzbetreiber geben die Terminierungsentgelte nicht 1:1 an die Kunden weiter, sondern versehen sie mit einem Gewinnaufschlag von mindestens einem Cent pro Minute.

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