Mit der neuen Google-Earth-Version taucht der Nutzer in die Weltmeere ein

Google Earth 5.0: Auf den Spuren der Nautilus

Das US-Unternehmen Google baut seine Plattform rund um dem Weltbrowser Google Earth weiter aus. Mit der gerade erschienenen Version 5.0 Beta ist es nicht nur möglich dreidimensional über die Erdoberfläche zu reisen. Wissbegierige können nun mit der "Google Ocean Funktion" in die Tiefen der Ozeane abtauchen. 20 Datenlayer versorgen die neue Version mit umfangreichen Informationen. Fakten zum Klimawandel, geschützte und schutzwürdige Meeresabschnitte sowie die schönsten Tauchgebiete sollen mit Videos, Bildern und Texten aufbereitet dem Nutzer zur Verfügung stehen: Netzwelt taucht ab und prüft das nasse Etwas der Google-Welt.

Google Earth 5.0 im Überblick
Google Earth 5.0: Mit bekannter Übersicht

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der erste Eindruck
  2. 2Umweltschutz steht im Vordergrund
  3. 3In der Praxis noch nicht überzeugend genug
  4. 4Informationen sind der Schlüssel zum Erfolg
  5. 5Noch viel Arbeit
  6. 6Googles grüner Daumen

Der erste Eindruck

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Die Installation geht leicht von der Hand. Ob Windows oder Mac: Google Earth ist zügig auf dem jeweiligen Betriebssystem installiert. Auch für Linux steht die neue Version zur Verfügung. Nach dem ersten Start bemerkt man sofort, dass sich das Erscheinungsbild gegenüber der vorherigen Version kaum geändert hat. Der User sieht auf der rechten großflächigen Seite die digitale Weltkugel, auf der linken Seite die Suchmaske, bekannte Orte und die wichtigen Ebenen, die so genannten Layer.

Umweltschutz steht im Vordergrund

Im Layer-Menü fällt sofort der neue Bereich "Google Ocean" auf. Geklickt zeigt er eine Ordnerstruktur mit unterschiedlichen Themengebieten an. Surfer finden beispielsweise unter "Wassersport" schon jetzt viele der bekanntesten Surfspots der Welt. Auch historische Seekarten bietet Google an. Die so genannte Mary-Tharp-Karte zeigt eine Karte, wie sie Christoph Columbus nicht besser hätte zeichnen können. Das Hauptaugenmerk liegt aber generell auf Umwelt und Klimawandel. So gibt es die Ebene Meeresschutzgebiete, unter der geschützte und gefährdete Gebiete aufgezeigt werden.

Unter "Zustand des Meeres" erhält der Nutzer Einblicke in die "Einflüsse der Menschen" oder kann "Wasser-Temperaturen" anhand der unterschiedlichen Farben und Zahlen vergleichen. Eine beeindruckende Funktion ist schon jetzt die "Tierortung". Mit ihr kann der Anwender abtauchen und virtuell neben registrierten Tieren schwimmen, die dank eines angebrachten Senders geortet werden können. Zusätzlich stehen, abhängig vom jeweiligen Tier, begleitende Videos und Texte zur Verfügung.

In der Praxis noch nicht überzeugend genug

Doch in der Praxis gibt der Erd-Browser aufgrund der noch mangelnden Informationen ein etwas trostloses Bild ab. So fehlen etwa der Ebene "Bedrohte Meeresbewohner" eben jene bedrohten Tiere. Hier sind nur sehr wenige aufgelistet und bei einer Erdbedeckung von 71 Prozent gleicht die vorhandene Information einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Selbst den stark gefährdeten Kabeljau, der sowohl im Nordatlantik als auch in der Nord- und Ostsee vorkommt, sucht man vergebens.

Google Earth 5.0

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Google Earth 5.0 - Mit der gewohnten Übersicht.
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Mit der gewohnten Übersicht.

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Google Earth 5.0 - Zeigt das Meer im Detail.
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Zeigt das Meer im Detail.

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Google Earth 5.0 - Unter Wracksuche kann der Nutzer Videos und Texte abrufen.
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Unter Wracksuche kann der Nutzer Videos und Texte abrufen.

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Google Earth 5.0 - Mit der Tierortung taucht der Wissbegierige ab.
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Mit der Tierortung taucht der Wissbegierige ab.

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Google Earth 5.0 - Alle neuen Ebenen im Überblick.
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Alle neuen Ebenen im Überblick.


Ein Kritikpunkt, der angebracht erscheint. So hat Google und auch viele bekannte Wissenschaftler gegenüber dem englischsprachigen "Guardian" Umwelt-technische und wissenschaftliche Vorteile versprochen. Vorteile, die in der jetzigen Version noch nicht greifbar sind. Wissenschaftler sind sich dennoch einig, dass "Google-Ocean" ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist. "Viele Probleme dieser Welt finden viel weiter entfernt statt, ohne dass wir direkt eingreifen können. Mit den neuen Funktionen können sich viele Menschen diese globalen Missstände ins Wohnzimmer holen", sagt Iris Menn, Meeresbiologin bei Greenpeace, gegenüber netzwelt.

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