Besonders kleines Netbook mit guten Akkulaufzeiten

1.000-Gramm-Netbook: Toshiba NB-100 im Test

1.000-Gramm-Netbook: Toshiba NB-100 im Test Große Firmen verpassen schon einmal einen Trend. Jüngstes Beispiel dafür ist der Netbookmarkt. Auch Toshiba hat die Zeichen der Zeit ein wenig verschlafen und befindet sich damit in bester Gesellschaft mit anderen Branchengrößen. Erst kürzlich stellte Sony das Vaio P vor, welches zwar nicht als Netbook deklariert wird, aber auf einen ähnlichen Einsatzzweck abzielt. Klein, leicht und mit einem Intel Atom Prozessor versehen und fertig ist das perfekte Netbook - so oder so ähnlich müssen sich die Techniker und Ingenieure bei Toshiba ein Netbook vorgestellt haben, aber ganz so leicht ist es nicht.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die derzeitige Top-Drei-Liste der Netbooks von netzwelt
  2. 2Technik: Nichts Neues von der Netbookfront
  3. 3Akkulaufzeit: Mobilität ist Trumpf
  4. 4Fazit: Eine Enttäuschung

Die derzeitige Top-Drei-Liste der Netbooks von netzwelt

Technik: Nichts Neues von der Netbookfront

Unter der Plastikabdeckung des Testmodells gibt es "altbewährte" Netbooktechnik. Toshiba verbaut einen Intel Atom Prozessor mit 1,6 Gigahertz und ein Gigabyte DDR2 RAM. Letzterer lässt sich durch eine kleine Abdeckung an der Unterseite leicht erreichen. Die 120 Gigabyte große Festplatte hingegen kann nicht ohne Weiteres ausgetauscht werden. Dies ist in der Regel aber nicht nötig, denn der Magnetspeicher ist äußerst schnell. Hinter der Fingerabdruck-empfindlichen Oberfläche, welche mit Klavierlack überzogen ist, befindet sich ein 8,9 Zoll großes Display. Der spiegelnde Bildschirm verfügt über einen angenehm hohen Kontrast.

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Festplattengeschwindigkeit (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
29,7 MB/sek.55,9 MB/sek.45,8 MB/sek.18,2 ms

Bei einem herkömmlichen Laptop mit Standard-Abmessungen wären die nach hinten verlaufenden Anschlüsse für Strom, VGA und LAN sinnvoll. Die Ingenieure bei Toshiba haben aber allem Anschein nach den Einsatzzweck eines Netbooks nicht im Auge behalten. Daher sind die nach hinten ausgerichteten Anschlüsse eher ein Hindernis. Der zweite Designschnitzer: Der Akku steht gut eineinhalb Zentimeter nach hinten über und das Anstecken eines LAN-Kabels wird damit zur Fummelarbeit. Der Kartenleser und zwei USB-Anschlüsse befinden sich an der rechten Seite - Mikro- und Kopfhöreranschluss an der Vorderseite. An der linken Seite integriert ist der dritte USB-Anschluss.

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Bei der Wahl des Betriebssystems kann je nach Konfiguration zwischen Windows XP und Linux gewählt werden. Mit der netzwelt vorliegenden Konfiguration mit Windows XP lässt sich zügig arbeiten. Bei den drahtlosen Verbindungen ist das NB-100 nicht ganz auf Höhe der Zeit. Bluetooth und WLAN sind zwar vorhanden, aber auf den schnelleren N-Standard wurde verzichtet.


Bedienung: Klein, kleiner, Toshiba NB-100

Das Toshiba NB-100 ist klein - sehr klein. Das unterstreicht auch das geringe Gewicht von 1.050 Gramm, was es zu einem ultramobilen Begleiter macht. Mit einer Gehäusebreite von 22,5 Zentimetern zählt das Netbook zu den kleinsten im Segment. Diese schmalen Abmessungen machen sich jedoch spätestens bei der Tastatur bemerkbar. An ein flüssiges Schreiben ohne Tippfehler ist kaum zu denken, denn auch geübte Schreiber werden des Öfteren die falsche Taste drücken. Die Ursache liegt nicht am an sich guten Tastaturlayout, sondern an den insgesamt zu kleinen Tasten. Zwei Ärgernisse sind netzwelt beim Layout der Tastatur jedoch besonders aufgefallen. Die rechte Shift-Taste ist ganz an den Rand gerückt und daher schlecht erreichbar und die Tabulator-Taste ist viel zu klein.

Bei den Touchpadtasten ging Toshiba eigene Wege. Die weniger häufig gebrauchte rechte Maus-Taste ist um einiges kleiner als die linke. Eigentlich eine gute Idee, jedoch lassen sich die Drücker nur mit Mühe bedienen, da sie viel zu schmal sind. Der Platz bis zur Gehäusekante wurde stattdessen mit Status-LED belegt. Statt der Tasten kommt es daher nur allzu oft vor, dass man mit den Fingern die LED-Leiste bedienen möchte.

Toshiba NB-100

Die Tastatur ist für ein Zehn-Finger-System zu klein

Akkulaufzeit: Mobilität ist Trumpf

Der Vier-Zellen-Akku konnte im Test überzeugen und die erreichten Werte liegen allesamt im oberen Mittelfeld. Dank des kontrastreichen Bildschirms ist dieser auch mit niedrigeren Helligkeitseinstellung noch gut lesbar. Im Leerlauf ist das Netbook auch mit laufendem Lüfter nicht hörbar. Unter Last ändert sich der positive Eindruck jedoch. Der Lüfter dreht merklich schneller und fällt durch sein hochfrequentes Pfeifen sehr negativ auf.

Lautstärke
idleLast
36,2 db41,3 db
Akkulaufzeit
OfficeFilm
225 min.170 min.

Fazit: Eine Enttäuschung

Menschen, die auf Reisen auf jedes Gramm im Gepäck achten müssen, könnten mit dem Toshiba NB-100 liebäugeln, sollten sich aber auf einige bauartbedingte Nachteile einstellen. Zu fummelig ist die Bedienung des Netbooks im Alltag. Positiv hervorzuheben sind die gute Akkulaufzeit und die geringe Gehäusebreite. Der derzeitige Verkaufspreis liegt bei 320 Euro, welche jedoch in einen Asus EeePC 901 besser investiert sind.

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