Designer entwickeln Speiseteller mit integriertem Wärmeleiter
Gadget Globus: Keramikteller mit Heckscheiben-Heizung
Die Designer Ami Drach and Dov Ganchrow haben die ersten Keramikteller mit integrierter Wärmetechnik entwickelt. Es handelt sich dabei um die +/- hot plate' series, die in ihrer Oberfläche ein Gemisch aus Seiden-feinen Gold- und amorphen, also nicht kristallinen, Metallstreifen vorweisen. Die Teller beziehen über ein 12-Volt-Stromkabel die nötige Energie, die wiederum die Speisen warm halten soll.

Im Rahmen des Künstlerwettbewerbs dining in 2015 competition 2008, der bereits 2006 endete und jetzt veröffentlicht worden ist, sind die Teller unter dem Thema "Essen zu Hause" ins Rennen gegangen. Die beiden Künstler Drach und Ganchrow wollten damit auf die Situation aufmerksam machen, dass nach Auftragen der Speisen diese nach kurzer Zeit wieder erkalten.
Von der Heckscheibe auf den Teller
Veröffentlicht wurden die Teller auf dem Künstlerforum Designboom. Ob seltsame Musiksysteme, moderne Möbel oder Mobilfunktelefone aus Gras. Alle diese zum Teil nur als Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellten Kunstgegenstände werden dort veröffentlicht.
Dabei ist das Prinzip dieser Wärmezufuhr nicht neu: Die meisten Heckscheiben von Autos besitzen diese Metallstreifen, denen zum Entfrosten per Knopfdruck Wärme zugeführt wird. So wird auch bei einem Auto Energie auf einer Fläche verteilt - nur der Grund ist ein anderer. Ob die Teller käuflich erworben werden können, ist nicht bekannt.

Die Technik findet außerdem in der Solarenergie Anwendung. Hier spricht man von amorphen Solarzellen, die mit natürlicher Energie aufgetankt werden. Der Wirkungsgrad stellt dabei das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie beziehungsweise Arbeit oder Leistung dar. Doch durch den ständigen Gebrauch von nicht kristallinen Energiespeichern verringert sich auch deren Wirkungskreis. Ob die Teller nach häufigem Gebrauch die Speisen weiter warm halten, bleibt bei dieser Kunstform zum Glück Nebensache.

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