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Eee Top von Asus im Test: All-in-One-PC mit Touchscreen
Günstig, tragbar und auch ohne Maus und Tastatur gut zu bedienen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Der Eee Top von Asus ist ein Computer zum Anfassen. Dank Touchscreen erfolgt die Bedienung bequem mit den Fingern. Was in der Freizeit Spaß macht, erleichtert aber nicht automatisch das Arbeiten.

Mit dem Eee Top erweitert Asus die Eee-Familie, deren ältestes Mitglied der EeePC ist, um einen All-in-One-PC. Sämtliche Technik befindet sich im Gehäuse des Monitors. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Eee Top dank seines Touchscreens, eines optionalen Akkus und des bezahlbaren Preises.

Der Eee Top von Asus ist ein All-in-One PC mit einem 15,6 Zoll großen Touchscreen-Monitor im 16:9-Format und einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Maus und Tastatur sind nicht mehr nötig, da alle Eingaben über den Bildschirm erfolgen können. Er ist kein High-End-PC für Grafikberechnung oder die neuesten 3D-Spiele. Seine technische Ausstattung, die Netbooks sehr ähnlich ist, reicht aber aus, um im Netz zu surfen, Musik zu hören, Filme zu gucken oder mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren.

Günstiger All-in-One-PC mit Technik aus der Welt der Netbooks: Asus Eee Top. Die kleine Maus und die kleine Tastatur gehören zum Lieferumfang.

Berühr mich - der Touchscreen im Alltag

Maus und Tastatur legt Asus dem Eee Top zwar bei, aber der Touchscreen macht sie fast überflüssig. Mit dem in der Tastatur versteckten Eingabe-Stift oder den Fingern bewegt man nicht nur den Mauszeiger und klickt herum, sondern kann über eine virtuelle Tastatur auch Internetadressen eingeben oder kurze Nachrichten tippen. Nur auf die Funktionen der rechten Maustaste muss man verzichten. Für längere Texte empfiehlt sich daher doch die Verwendung einer Tastatur.

Der Eee Top ist sowieso eher ein Rechner für die Freizeit und kein Computer für die Arbeitszeit. Für stundenlanges Arbeiten fallen die mitgelieferten Eingabegeräte zu klein aus. Der Touchscreen bleibt ungenutzt, weil die Eingabe über Maus und Tastatur schneller geht. Dafür überzeugt der Eee Top, wenn es um andere Anwendungen geht.

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Asus bietet den Eee Top wahlweise auch mit Akku an. Mit seinem WLAN-Modul wird der All-in-One-PC so zum mobilen Internetzugang, der sich trotz seines Gewichts von 4,5 Kilogramm durch die ganze Wohnung tragen lässt. Dank der für die Touchscreen-Bedienung angepassten Oberfläche "Easy Mode" und der "Eee Bar" lassen sich alle wichtigen Programme bequem und einfach aufrufen. Aber auch das als Betriebssystem installierte Windows XP ist problemlos zu bedienen.

Spezielle Oberfläche für Bedienung per Touchscreen

Der "Easy Mode" besteht aus vier Desktop-Oberflächen mit Verknüpfungen zu Programmen aus den Bereichen "Kommunikation", "Multimedia & Spiele", "Office-Anwendungen" sowie "Einstellungen". Die Symbole der einzelnen Programme sind sehr groß und dadurch leicht zu drücken. Über die "Eee Bar", die sich vom Rand des Bildschirms einblendet, lassen sich die Programme ähnlich schnell aufrufen. Nur die Symbole sind kleiner.

Asus Eee Top im Test

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Den All-in-One-PC gibt es in Schwarz oder Weiß.

Die Auswahl von Menüpunkten, das Anklicken von Kästchen oder das Scrollen über Internetseiten ist mit den Fingern deutlich besser zu bewerkstelligen als mit dem mitgelieferten Eingabestift. Sofern die Hände nicht stark verschwitzt oder verdreckt sind, sind Spuren der manuellen Bedienung kaum auszumachen. Der Touchscreen ist jedoch für Zeitgenossen tabu, die ihre Fragen oder Anweisungen mit einem Druck auf den Monitor untermalen. Bei einem Touchscreen beantwortet sich die Frage "Was passiert, wenn du hier drückst?" im selben Moment von selbst.

Technik aus dem Netbook

Asus verbaut im Eee Top eine technische Ausstattung, die den aktuellen Netbook-Modellen ähnelt und für die beschriebenen Freizeitanwendungen ausreicht. Neben Intels Atom-Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 Gigahertz gehören ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 160 Gigabyte große Festplatte zu den Hauptmerkmalen.

Beim Eee Top bringt Asus zwei USB-Anschlüsse und ein Kartenlesegerät an der linken Seite an. Vier weitere USB-Anschlüsse sowie Audio-Schnittstellen befinden sich an der Rückseite.

Ins Internet gelangt man mit dem Eee Top über den Netzwerk-Anschluss und das WLAN-Modul mit N-Standard. Auf ein optisches Laufwerk für CDs oder DVDs verzichtet Asus. Dafür ist der Eee Top mit vielen Anschlüssen ausgestattet. Vor allem die sechs USB-Schnittstellen ermöglichen die Verbindung zu zahlreichen externen Geräten. Audio-Anschlüsse und ein Kartenlesegerät für SD-, MMC- und Memory Stick-Speicherkarten gehören dagegen auch bei Netbooks zum Standard. Die Ausstattung des Eee Top komplettieren eine 1,3-Megapixel-Webcam, Lautsprecher und ein Mikrofon.

Ein Blick in die Zukunft

Wie schon mit dem ersten Netbook, dem EeePC, ist Asus auch mit dem Eee Top Vorreiter. Die Konkurrenten Acer, Lenovo und MSI haben bereits eigene günstige All-in-One-PCs angekündigt. Aber auch Asus bleibt nicht untätig. Eee Tops mit Bildschirmdiagonalen von 20 und 22 Zoll sollen noch 2009 in den Handel kommen.

Die für Ende 2009 erwartete Veröffentlichung von Windows 7 dürfte der Durchbruch für berührungsempfindliche Monitore sein, die Gesten mit mehreren Fingern verstehen. Das aktuelle Modell des Eee Top beherrscht allerdings noch nicht das dafür notwendige Multitouch.

Der Standfuß des Eee Top von Asus ist beweglich und ermöglicht so unterschiedliche Blickwinkel auf seinen Touchscreen.

Asus empfiehlt für den Eee Top einen Verkaufspreis von 499 Euro. In diesem Preis nicht inbegriffen ist ein DVD- und CD-Laufwerk. Externe Laufwerke zum Anschluss per USB erhält man im Handel für unter 100 Euro. Für 599 Euro legt Asus dem Eee Top noch einen Akku bei, der den All-in-One-PC von der Steckdose unabhängig macht.

Fazit

Der Eee Top ist ein Computer für den Einsatz in der Freizeit. Er eignet sich weder als Arbeitsgerät noch als Spiele-PC. Der Eee Top von Asus ist zwar das erste Gerät seiner Art, aber trotzdem schon brauchbar. Auf einen Nachfolger oder Konkurrenz-Produkte braucht man nicht zu warten. Die Bedienung über den Touchscreen funktioniert einwandfrei. Einzig auf Multitouch-Gesten mit mehreren Fingern muss man verzichten.

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Der Eee Top von Asus ist ein Computer zum Anfassen. Dank Touchscreen erfolgt die Bedienung bequem mit den Fingern. Was in der Freizeit Spaß macht, erleichtert aber nicht automatisch das Arbeiten.

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Eee Top von Asus im Test: All-in-One-PC mit Touchscreen
Der Eee Top von Asus ist ein Computer zum Anfassen. Dank Touchscreen erfolgt die Bedienung bequem mit den Fingern. Was in der Freizeit Spaß macht, erleichtert aber nicht automatisch das Arbeiten.
http://www.netzwelt.de/news/79369-eee-top-asus-test-all-one-pc-touchscreen.html
2009-01-27 17:22:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/asus-eee-top-1-350-1233065412.jpg
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