Jawbone: Bluetooth-Headset mit Lärmfilter im Test
Die erste Verbindung
Die Kontaktaufnahme zum Mobiltelefon funktioniert im Test reibungslos und bei den meisten bluetoothfähigen Handy-Modellen automatisch. Klappt es beim ersten Versuch nicht gleich mit der Kopplung, bietet das Jawbone einen manuellen Modus an. Für diesen Test stellten wir eine Verbindung zwischen Jawbone und einem Apple iPhone 3G her. Über den manuellen Modus war es wenige Minuten nach dem Auspacken bereits möglich über das Headset zu telefonieren. Das iPhone blendet dazu bei Anrufen einen separaten "Jawbone-Button" ein. Ein Klick darauf und der Anrufer landet auf dem Headset im Ohr.
Klangqualität und Filter
Die Qualitäten des Jawbone-Headsets machen sich sofort nach dem Gang aus der Redaktions-Tür bemerkbar. Das Redaktions-Gebäude liegt an einer viel befahrenen Hauptstraße Hamburgs. Handy-Gespräche kommen beim Gesprächsteilnehmer oft überhaupt nicht oder nur in Bruchstücken an. Rollende LKW und hupende Pendler erschweren die Verständigung zusätzlich. Ohne aktivierte NoiseAssassin-Taste liefert das Jawbone-Headsets die gleichen Ergebnisse. Es rauscht und knistert, man schreit sich gegenseitig an.

Ein Klick auf die Oberseite des Gerätes offenbart das Alleinstellungsmerkmal des Jawbone: Plötzlich verstummen die Hintergrundgeräusche fast komplett, der Anrufer ist deutlich zu hören. Ab und zu schleichen sich verzerrte Bruchstücke des Straßenlärm ins Ohr, die wie gequälte Roboter klingen, aber als solche kaum auffallen. Selbst der heftige Nordwind, der uns kräftig um die Ohren weht, verschwindet mit einem Druck auf die Oberseite des Jawbone - jedenfalls für den Gesprächsteilnehmer. Der Anrufer selbst muss sich in diesen Situationen natürlich weiterhin mit dem Lärm, der ihn umgibt, arrangieren. Ein Druck auf die mittlere Taste erhöht auf Wunsch die Lautstärke des Gesprächsteilnehmers.
In der Redaktion unternimmt netzwelt einen weiteren Härtest. Zwei Industrie-Staubsauger, voll aufgedreht, 15 Zentimeter vom Kopf des Anrufers entfernt lärmen um die Wette. Dem nichtsahnenden Menschen am anderen Ende der Leitung gaukeln wir vor, entspannt auf der Terasse zu sitzen, eingehüllt in eine Decke und mit einer Tasse Tee ausgestattet. Mit Erfolg - erst nachdem wir die Geräusch-Filterung deaktivieren, fliegt der Schwindel auf.
Fazit
Kaufempfehlung für das Headset Jawbone von Aliph: Es filtert effektiv Hintergrundgeräusche heraus, ist auch nach mehrstündigem Einsatz bequem zu tragen und sauber verarbeitet.

Allein der Preis von 110 Euro ist im Vergleich zu Konkurrenz-Produkten sehr hoch angesetzt. Vieltelefonierer, die auf der Suche nach einem Headset sind, sollten sich also genau überlegen, ob der Aufpreis für die NoiseAssassin-Technologie für die individuellen Einsatzzwecke gerechtfertigt ist. Auch empfiehlt es sich, das Headset vor einem endgültigen Kauf im Hinblick auf die Passform auszuprobieren.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iPhone hier.
