Unterscheidet effektiv zwischen Stimme und Nebengeräuschen
Jawbone: Bluetooth-Headset mit Lärmfilter im Test
Menschen, die Headsets tragen und scheinbar mit sich selbst sprechen, gelten, abgesehen vom Einsatz im Auto, schnell als Wichtigtuer. Bei diesem Modell könnten aber selbst Kritiker aufhorchen: Das kabellose Headset Jawbone des Herstellers Aliph soll die Stimme des Anrufers auch unter schwierigsten Bedingungen klar und deutlich an den Gesprächsteilnehmer übermitteln. Laut Hersteller filtert das Bluetooth-Headset Umgebungsgeräusche von bis zu 100 Dezibel wirksam heraus.
Aliph Jawbone: Das kabellose Headset Jawbone des Herstellers Aliph soll die Stimme des Anrufers auch unter schwierigsten Bedingungen klar und deutlich an den Gesprächsteilnehmer übermitteln. Laut Hersteller filtert das Bluetooth-Headset Umgebungsgeräusche von bis zu 100 Dezibel wirksam heraus. Zum Video: Aliph Jawbone
Inhaltsverzeichnis
- 1Design und Verarbeitung
- 2Lieferumfang
- 3Passform
- 4Die erste Verbindung
- 5Klangqualität und Filter
- 6Fazit
Eine Fahrt im Auto: Sämtliche Fenster sind heruntergekurbelt, das Radio tönt bis zum Anschlag, die Klima-Anlage ist voll aufgedreht - ein Mann mit Headset im Ohr ruft seinen Chef an: "Natürlich sitze ich im Büro und arbeite". Mit diesem Video wirbt Aliph für das kabellose Bluetooth-Headset Jawbone. Es soll mit Hilfe der vom Hersteller "NoiseAssassin-Technologie" genannten Algorithmen störenden Lärm im Hintergrund ausschalten können. Inmitten von Menschenmassen, auf Konzerten oder beim Besuch einer Messe sollen so Konversationen möglich sein, die vormals im Lärm untergegangen sind.
Design und Verarbeitung
Dabei unterscheidet sich das Jawbone-Headset auch auf den zweiten Blick nicht von herkömmlichen drahtlosen Freisprechern. Es wiegt lediglich zehn Gramm, besteht wahlweise aus schwarz, silber oder goldfarben lackiertem Kunststoff und wird mit Hilfe eines in Leder gehüllten Bügels am Ohr befestigt. Zwei Besonderheiten fallen erst bei genauerer Betrachtung auf. Am unteren Ende des Bügels sitzt ein kleiner, durchsichtiger Knopf, der so genannte "Voice Acitivity-Sensor". Um das versprochene effektive Herausfiltern von Nebengeräuschen zu ermöglichen, muss dieser während des Betriebes die Haut berühren. Die zweite Besonderheit sind die fehlenden Tasten.

Um das Headset ein- und auszuschalten oder für das Annehmen von Gesprächen drückt der Nutzer die gesamte Oberfläche des Jawbone. Den Betriebs-Status vermeldet das schwarze Testmodell mit Hilfe einer in das Headset eingelassene LED. Wenn das Jawbone ausgeschaltet ist, ist auch diese LED unsichtbar. Im Gesamten erhält das Headset dadurch eine edle Note, die auch durch die gute Verarbeitungsqualität unterstrichen wird. Der Kompromiss aus leichter Bauweise und guter Haptik ist dem Hersteller gelungen - die rautenförmige Oberflächenstruktur spiegelt das Licht auf effektvolle Weise.
Lieferumfang
Das Jawbone-Headset kommt zusammen mit vier verschiedenen Ohrbügeln in den Größen "Large" und "Medium", drei unterschiedlich großen Ohrstöpseln sowie einem USB-Kabel. Letzteres versorgt das Headset bei Nichtgebrauch mit Strom und wird mit Hilfe von Magnetkontakten am Headset befestigt. Wer den Freispreicher mit Strom versorgen möchte, benötigt zwingend einen Computer, da Aliph kein externes Netzteil mitliefert. Dieses lässt sich separat erwerben und kostet im Online-Shop des Herstellers stolze 25 Euro. Ein günstigeres USB-Netzteil, wie es oft MP3-Playern beiliegt, verrichtet aber den gleichen Dienst.
Passform
Auch nach stundenlanger Nutzung macht sich das Jawbone weder durch Druckstellen noch in einer anderen Form bemerkbar - das größte Kompliment, das man einem Headset machen kann. Wer allerdings häufig In-Ear-Kopfhörer verwendet, wird ständig von dem Gefühl begleitet, dass das Jawbone jeden Moment aus dem Ohr herausfallen könnte. Diese Angst ist unbegründet, da der Ohrbügel ein vollständiges Entfernen vom Ohr wirkungsvoll verhindert. Egal wie man dem Kopf auch dreht und wendet - selbst bei einem Kopfstand fällt das Headset nicht herunter.
Allerdings könnten die mitgelieferten Ohrstecker das Ohr besser ausfüllen. Leider bietet der Hersteller bislang nur Ersatz für verlorene Original-Ohrstecker an. Zusätzliche Modelle, beispielsweise die häufig bei professionellen In-Ear-Kopfhörern verwendete Tannenbaum-Form, stehen derzeit nicht zur Verfügung.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iPhone hier.

Ich habe das Gerät seit 3 Wochen. Ich habe ständig starke Lautstärkeschwankungen und die Passform ist auch nicht optimal. Sind diese Schwankungen ein Mangel oder ist das ein typischer bluetooth Effekt?
Hi Agnag, bei meinen, leider nicht repräsentativen Ohren, passt der Jawbone nicht hunderprozentig. Bei mir fallen allerdings auch In-Ear-Kopfhörer ständig heraus. Die Abschirmung ist aber mit der von...
Mir ist klar, dass das 2. Ohr frei bleibt, aber durch den Gegenschall würde man auf den Ohr mit dem Headset nur noch den Gesprächspartner hören. Wenn es zu laut ist hält man sich bei Gesprächen, sofern es...
Eine aktive Geräuschunterdrückung, beispielsweise durch Gegenschall, macht bei einem Headset dieser Bauart meiner Meinung nach nur wenig Sinn. Beim Jawbone handelt es sich ja nicht um ein Stereo-Headset. Ein Ohr...
Hört sich interessant an, es fehlt nur noch eine Aktive Geräuschunterdrückung damit der Telefonierer an der lauten Seite auch etwas vom Gespräch mitbekommt, ohne das Gerät extrem Laut zu schalten. ...