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MSI GT735 im Test: AMD-Power mit mattem Full-HD Display
Kurze Akkulaufzeit und matter Bildschirm

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Geht es um den Kauf eines Spielenotebooks, fällt die Wahl fast automatisch auf ein Produkt mit Intel Prozessor und Nvidia Grafikkarte. Beides bietet das MSI GT735 nicht. Es setzt auf die ungewöhnliche Kombination aus AMD-Prozessor und ATI Grafikkarte.

Beim Blick auf die Innereien eines Spielenotebooks finden sich meistens die üblichen Verdächtigen: Intel Prozessor, Nvidia Grafikkarte und ein spiegelndes Hochglanz-Display. Das MSI Megabook GT735 ist daher mit einem AMD Prozessor, ATI Grafikkarte und einem matten Full-HD-Bildschirm eine echte Rarität. Das Design ist bereits vom MSI GX720 bekannt. Das gebürstete Aluminium mit roten Umrandungen trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmacks, ist dafür aber sehr gut verarbeitet. Auf dem ebenfalls aus schwarzem Aluminium bestehenden Displaydeckel prangt das in Silber gehaltene MSI Logo.

Technische Daten: Ungewöhnliche Ausstattung

Das MSI-Notebook ist mit einem der schnellsten AMD Turion X2 Prozessoren ausgestattet. Der Ultra ZM-82 taktet mit 2,2 Gigahertz und lässt sich auf Knopfdruck sowohl über- als auch untertakten. Ebenfalls selten ist die verbaute Grafikkarte ATI Mobility Radeon HD 3850 mit 512 Megabyte eigenem Speicher. Aktuelle Spiele können zwar nicht in maximaler Auflösung genossen werden, aber mit durchaus hohen Einstellungen. Die zwei verbauten Ram-Riegel sind mit insgesamt vier Gigabyte Arbeitsspeicher bestückt. Die Festplatte fasst 320 Gigabyte.

Die Attribute "Matt" und "Full-HD" hören sich in der Theorie gut an. Die Realität sieht allerdings anders aus. Der Bildschirm bietet einen sehr schwachen Kontrast und bereitet bereits bei einer Helligkeit von 75 Prozent Probleme beim Lesen. Hier empfiehlt es sich auf eines der zwei Modelle mit spiegelndem Display zurückzugreifen.

MSI Megabook GT735
3D Mark Vantage (extreme)593
3D Mark 06 (1920 x 1200)4930
Unreal Tournament 3 (1920 x 1200)35,8 FPS
Crysis (1920 x 1200)6,2 FPS
Colin McRae Dirt (1920 x 1200)15,6 FPS
3D Mark Vantage (performance)1653
3D Mark 06 (1280 x 1024)6075
Unreal Tournament 3 (1280 x 1024)50,09 FPS
Crysis (1280 x 1024)8,7 FPS
Colin McRae Dirt (1280 x 1024)19,8 FPS
Cinebench R10 32bit (1 CPU)1368
1677 (mit Turboknopf)
Cinebench R10 32 bit (x CPU)3446
4152 (mit Turboknopf)
Winrar 3.71 (4,5 GB zippen)79:23 min.
HDD Tune Minimum19,0 MB/sek.
HDD Tune Maximum59,8 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt46,2 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit17,7 ms

Der Klang der Boxen ist gut und auch die Full-HD Auflösung macht Lust auf Blu-ray-Filme, verbaut ist allerdings nur ein DVD-Brenner. Dafür schöpft das MSI-Notebook bei den Anschlüssen aus dem Vollen: Dreimal USB und je einmal eSata, Firewire, HDMI und VGA. Die letzten beiden Anschlüsse sind angenehmerweiße an der Hinterseite angebracht. Ein ExpressCard-Slot und ein Kartenleser sind ebenfalls verbaut.

Turboknopf und andere Sensortasten

Oberhalb der Tastatur, in einer Klavierlackleiste eingebettet, finden sich zehn Sensortasten. In der Mitte stechen die mit "Eco" und "Turbo" beschrifteten Tasten hervor. Mit dem Turboknopf wird das Notebook nicht nur lauter, sondern der Prozessor taktet mit bis zu 2,65 Gigahertz. Mit dem Eco-Drücker können die zahlreichen verschiedenen Betriebsmodi betätigt werden. Der Prozessor taktet sich immer weiter herunter und auch die Bildschirmhelligkeit nimmt ab. Letzteres bereitet bereits im Filmmodus massive Probleme beim Lesen eines Textes. Hier lässt es sich kaum vermeiden die Helligkeit manuell zu erhöhen.

Modi
BetriebsmodiTaktfrequenzSpannung
Turbo2,65 GHz1,125V
ECO OFF2,20 GHz1,125V
Gaming2,20 GHz1,125V
Movie2,20 GHz1,125V
Presentation1,10 GHz0,950V
Office1,10 GHz0,950V
Turbo Battery550 MHz0,800V

Des Weiteren können über vier Sensortasten die integrierte Webcam, das WLAN, die Lautstärke und eine frei belegbare Anwendung aktiviert werden. Für die Steuerung des Mediaplayers befinden sich ebenfalls vier Sensoren auf der linken Hälfte der Klavierlackleiste.

Bedienung und Alltagstauglichkeit

Wie bei einem 17-Zoll-Notebook üblich, bietet die Tastatur einen separaten Ziffernblock - bei einer Gehäusebreite von 39,5 Zentimetern fast selbstverständlich. Unverständlich hingegen ist, dass MSI so verschwenderisch mit dem vorhandenen Platz umgegangen ist. Der Einschaltknopf sitzt links neben der Tastatur auf einer eigenen Leiste. Aufgrund dieser eineinhalb Zentimeter breiten Leiste sind im Bereich der Pfeiltasten einige Drücker nur halb so groß wie normal üblich. Unglücklich positioniert ist zudem die Entfernen-Taste, welche sich oberhalb des Ziffernblocks neben mehreren "unwichtigeren" Drückern befindet und oft verfehlt wird.

Richtig glänzen kann das Touchpad: Knackiger, guter Druckpunkt und sehr schön in die Aluminium-Handballenablage eingearbeitete Tasten. Mit seinen 3,25 Kilogramm eignet sich das Notebook nicht als täglicher Begleiter und ist für Spieler mit gelegentlichen mobilen Einsätzen gedacht.

MSI GT735: Ein sehr ausgefallenes Stück Hardware.

Akkulaufzeit und Lautstärke

Während das bereits von netzwelt getestete MSI GX720 mit Intelkonfiguration bei der Akkulaufzeit überzeugen konnte, bricht die AMD-Variante hier komplett ein. Selbst im Office-Betrieb ist nach 85 Minuten der Bildschirm schwarz; trotz des kontrastarmen Displays. Die Spielzeit fernab einer Steckdose beträgt nur magere 60 Minuten.

Akkuleistung
Spielen60 min.
Film70 min.
Office85 min.

Freunde der Stille werden mit dem MSI GT735 nicht glücklich. Bereits im Office-Betrieb ist der Rechner stets hörbar. Unter Volllast mit aktiviertem Turboknopf entwickelt sich das leise Lüfterrauschen zu einem Orkan und die rechte Hälfte der Tastatur wird merklich wärmer.

Lautstärke
idleLast
37,1 db54,2 db

Fazit: Edle Verarbeitung, schwacher Prozessor

Notebooks für Spieleliebhaber bleiben bis auf weiteres Intel-Revier. Der AMD-Prozessor ist nicht in der Lage an die Leistung eines gleichgetakteten Konkurrenzprozessors heranzukommen. Ebenfalls ernüchternd sind die Akkulaufzeiten, welche dem Ruf eines Notebooks für Spieler leider mehr als gerecht werden. Dass es auch anders geht, hat das MSI GX720 bewiesen. Von diesem hat es die gute Verarbeitungsqualität und das edle Touchpad geerbt, aber auch das schlechte Tastaturlayout.

Mit einem aktuellen Marktpreis von 1.120 Euro ist das MSI Megabook GT735 alles andere als ein Schnäppchen.

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http://www.netzwelt.de/news/79342-msi-gt735-test-amd-power-mattem-full-hd-display.html
2009-01-23 18:50:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/google-goverment-request-tool207.jpg
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