Freier Wettbewerb: Bündelung von Browser mit Windows in der Kritik

Internet Explorer: Microsoft droht EU-Bußgeld

Internet Explorer: Microsoft droht EU-Bußgeld Dem US-Softwaregiganten Microsoft droht ein neues Bußgeld durch die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU). Die Europäische Kommission wirft Microsoft vor, seine marktbeherrschende Position bei den Betriebssystemen auszunutzen, um die Verbreitung anderer Browser als des Internet Explorers zu behindern.

Am 15. Januar 2009 übermittelte die EU-Kommission Microsoft ihre Beschwerde. Sie führt nach eigenen Angaben Beweise an, dass Microsoft durch die Bündelung seines Betriebssystems Windows mit dem Browser Internet Explorer den Wettbewerb behindere. Derzeit ist auf jedem Computer mit Windows der Internet Explorer vorinstalliert. Die EU sieht durch das Verhalten von Microsoft die Weiterentwicklung von Konkurrenz-Browsern gefährdet und die Auswahl für die Verbraucher eingeschränkt.

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In einer ersten Stellungnahme kündigte Microsoft an, die Vorwürfe zu prüfen und seine Geschäfte im Rahmen des europäischen Rechts führen zu wollen. Der Softwarehersteller kann innerhalb von acht Wochen eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben. Anschließend hat das Unternehmen das Recht auf mündliche Anhörung. Sollte Microsoft die Vorwürfe nicht entkräften können, ist die EU-Kommission befugt ein Bußgeld in Millionenhöhe zu verhängen.

Bußgelder in Milliardenhöhe verhängt

Dies wäre nicht das erste Bußgeld, dass die EU gegen Microsoft verhängt. Zuletzt verlangten die Brüsseler Wettbewerbshüter im Februar 2008 ein Rekordbußgeld von 899 Millionen Euro von Microsoft. Das Unternehmen habe jahrelang seine Konkurrenten behindert, indem es zu hohe Lizenzgebühren für technische Informationen verlangt habe. Nach Medienberichten zahlte Microsoft bisher Strafen in Höhe von 1,677 Milliarden Euro an die EU.

Bereits 2004 übte die EU-Kommission scharfe Kritik an Microsoft. In einem ähnlichen Sachverhalt ging es um das Programm "Windows Media Player". Dieses war wie jetzt der Internet Explorer Teil jeder Windows-Installation. Die Kommission ordnete damals an, dass Microsoft eine Windows-Version ohne den "Windows Media Player" anbieten muss. 2007 bestätigte der EU-Gerichtshof die Entscheidung der Kommission.

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