Konzern stoppt Dienste und entlässt Personal

Ausgegoogelt: Google Video und Co. auf dem Abstellgleis

Ausgegoogelt: Google Video und Co. auf dem Abstellgleis Google bremst seinen Höhenflug: Der Suchmaschinen-Riese will sich langfristig von fünf Diensten verabschieden. Auch bei Personal und Entwicklerbüros gibt es nach Aussage des Konzerns Handlungsbedarf, etwa hundert Stellen im Bereich Rekrutierung sollen gestrichen werden.

Mit der Ankündigung, sich von Mitarbeitern und aufgekauften Services zu trennen, folgt Google anderen unter der Weltwirtschaftskrise leidenden IT-Firmen. In einigen Monaten werde die Upload-Funktion von Google Video deaktiviert, das Hochladen von neuen Inhalten wird damit unmöglich. Experten gehen davon aus, dass der Konzern dem Dienst gegenüber dem ebenfalls zu Google gehörenden Video-Portal YouTube keine Chancen einräumt.

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Ein weiteres Opfer der Sparmaßnahmen ist der Microblogging-Dienst Jaiku, welchen Google im Oktober 2007 als Konkurrent zu Twitter gekauft hatte. Jetzt soll die Weiterentwicklung gestoppt werden, die Entwickler bieten den Programmcode künftig als Open-Source an. Auch Catalog Search zum Analysieren von Katalogen und Produktpaletten der Kaufhäuser hat keine Zukunft.

Google Video
Google Video: In Kürze sollen keine Uploads mehr möglich sein.

Auch das soziale Netzwerk Dodgeball, bei dem sich Teilnehmer über Geodaten finden und verabreden können, will der Konzern nicht mehr weiterführen. Das gleiche Schicksal widerfährt dem bislang nur im Beta-Test verfügbaren Mashup Editor sowie Google Notebook. Diese Kombination aus Notizblock und Texteditor will Google künftig in die neu entwickelte App Engine integrieren.

Auch Personal betroffen

Selbst bei den Mitarbeitern sah sich Google gezwungen, zu reagieren. Laut Laszlo Block, Vizepräsident im Bereich People Operations, muss das Rekrutier-Personal um etwa einhundert Stellen verkleinert werden. Vorrangig will Google aber die Verträge mit externen Dienstleistern zurückschrauben, teilte Block im offiziellen Google-Blog mit.

Darüber hinaus schließt der Konzern drei der 40 Büros weltweit. Betroffen seien das texanische Austin, Lulea in Schweden und Trondheim in Norwegen. Insgesamt 70 Mitarbeiter arbeiten dort - Google werde versuchen, sie im Konzern halten zu können. Google-Sprecher Alan Eustace sieht diesen Schritt als notwendig an, um die Entwicklungszentren effektiver arbeiten zu lassen.

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