Dank BlueTrack-Sensor auch auf schwierigem Untergrund einsetzbar
Microsoft Sidewinder X8 im Test: Die Spielermaus mit und ohne Kabel
Die Microsoft Sidewinder X8 möchte das Erbe der Logitech G7 antreten. Seit Logitech die Produktion eingestellt hat, gibt es für ambitionierte Spieler so gut wie keine Auswahl für eine Maus ohne Kabel. Die Sidewinder X8 ist eigentlich kabellos - auf Wunsch lässt sich aber ein Kabel mittels eines ausgekügelten Magnet-Mechanismus anschließen. Bislang schwierige Oberflächen für Lasermäuse gehören dank Microsofts neuer BlueTrack-Abtasttechnik der Vergangenheit an.
Inhaltsverzeichnis
- 1Batterie gegen Kabel
- 2Ergonomie und Form
- 3Präzision: BlueTrack funktioniert fast überall
- 4Mausgrauer Treiber
- 5Display und DPI-Auflösung
- 6Mausrad und Verarbeitung
- 7Fazit: Gut, aber nicht perfekt
Batterie gegen Kabel
Neben dem neuen Abtaster ist das abnehmbare Kabel das Highlight der Maus und macht diese vielseitig einsetzbar. Gegen ein unabsichtliches Entfernen des Kabels hilft die Keilform des Magnetsteckers. Ein Lösen des Kabels ist nur durch das Anheben der Maus möglich. In hektischen Gefechten kann dies unter Umständen schon einmal vorkommen, jedoch schaltet die Maus nahtlos und ohne Verzögerung in den Batteriemodus um. Abgesehen von der Irritation durch das Lösen des Kabels entsteht keine weitere Beeinträchtigung.
Für den kabellosen Betrieb benötigt die Sidewinder X8 eine AA-Batterie. Mit den 142 Gramm ist die Maus kein Leichtgewicht. Zum Spielen empfiehlt es sich daher die Batterie zu entfernen. Das Gewicht sinkt dann auf 114 Gramm und die Maus ist spürbar agiler. Während der Inaktivität fährt die Maus nach 15 Sekunden automatisch in den Standby-Betrieb, um Strom zu sparen. An der Unterseite befindet sich zusätzlich ein Schalter, um die Maus komplett auszuschalten und dadurch die Akkulaufzeit nochmals zu verlängern. Mit Kabel fühlt man sich dank drei Meter Reichweite nur selten eingeschränkt.
Ergonomie und Form
Im Vergleich zu der bereits getesteten kabelgebundenen Sidewinder X5 liegt die X8 wesentlich besser in der Hand. Statt den runden Daumentasten und der fast geraden Kante der Vorgängerin setzt Microsoft beim neuesten Spross auf eine sehr kleine Daumenmulde. Die beiden Tasten sind nun als eine Art Wippe angeordnet - für den Daumen angenehmer und leichter zu erreichen.
Für größere Hände unangenehm ist die nach hinten stark abfallende Kante. Der Druckpunkt der Haupttasten ist knackig, der Hub verhältnismäßig kurz - dies liegt sicherlich nicht jedem Spieler, ist aber eine Frage des Geschmacks. Es empfiehlt sich, wie vor jedem Mauskauf, diese in einem Computerfachgeschäft kurz zu testen.
Präzision: BlueTrack funktioniert fast überall
Die Sidewinder X8 ist mit der neuartigen BlueTrack-Abtasttechnik von Microsoft ausgestattet, die auch auf gebeiztem Holz und Marmorflächen funktioniert. Während der Mauszeiger mit unserer derzeitigen Referenz, der Roccat Kone, auf der Marmorfensterbank sich nicht von der Stelle rührt, zeigt sich die Microsoft Maus unbeeindruckt und funktioniert anstandslos.


Bis dato hatte es den Anschein, als wolle sich Microsoft gar nicht erst die Mühe machen, eine wirklich eigene Gamer-Maus auf die Gleitfüße zu stellen. Stattdessen wurde ein betagtes Standard-Modell wiederbelebt und mit dem US-Spielspezialisten Razer kooperiert. Alt ist bei der neuen SideWinder Mouse lediglich der Name. Aber sie könnte das Zeug dazu haben, die Konkurrenz alt aussehen zu lassen.
Microsoft hat die Entwicklung von der Kugel bis hin zur Lasermaus durchgemacht. Jede Abtasttechnik hatte ihre Vorteile. Doch trotz der rasanten Entwicklung bekamen die Ingenieure ein Problem nicht in den Griff: eine Maus zu bauen, die auf jedem Untergrund funktioniert. Die neue Abtast-Technik "BlueTrack" soll so exakt wie ein Laser arbeiten und auf beinahe jeder Oberfläche funktionieren.
Die Microsoft Sidewinder X6 sieht auf den ersten Blick ziemlich abgefahren aus und könnte aus der Zukunft stammen. Die 30 Makrotasten, etliche durchdachte Zusatztasten und eine rote Hintergrundbeleuchtung machen neugierig. Abgerundet wird das Paket durch den abnehmbaren Ziffernblock, welcher rechts und links an die Tastatur angesteckt werden kann.
Hinter einer Plexiglasverpackung thront die Razer Mamba auf ihrem Ständer. Die Präsentation ist Razer zweifelsfrei gelungen. Allein die Kosten für die aufwändige Verpackung dürften wohl so manche Produktionskosten einer Maus der Konkurrenz überschreiten und lassen die unverbindliche Preisempfehlung von 130 Euro erahnen. Bis zur ersten Inbetriebnahme vergehen jedoch satte zehn Minuten, bis die Maus ausgepackt, der Akku gefunden und das Kabel an der Maus angeschlossen ist. Aufgrund der Hybridfähigkeit ist Letzteres jedoch nicht unbedingt nötig.
Spieler stehen seit jeher im Fokus von PC-Zubehör-Hersteller Razer. Nun bringen die Kalifornier mit der Razer Orochi eine erste Spielermaus für Notebooks auf den Markt. Zeitgleich veröffentlichen die Spiele-Spezialisten auch das passende Mauspad das Razer Kabuto. Wie bereits die Razer Mamba lässt sich auch die Orochi-Maus mit oder ohne Kabel betreiben.
Auf der schwedischen Dreamhack, der größten LAN-Party der Welt, präsentiert Razer seine neueste Kreation, die Gaming-Maus Imperator. Die neue Maus des Peripherie-Herstellers eignet sich ausschließlich für Rechtshänder und verfügt über zwei verstellbare Daumentasten.
Microsoft hat mit der SideWinder X4 Tastatur ein Keyboard für Computerspieler vorgestellt, das mit einer neu entwickelten Anti-Ghosting-Technologie arbeitet. Dadurch soll der Gamer bis zu 26 Tasten gleichzeitig drücken können, ohne dass die Eingabe blockiert.




