Konzern prophezeit problemloseren Wechsel für Firmen
Microsoft: "Kauft erst noch Vista, dann Windows 7"
Ein Großteil der Nutzer hat kein Interesse an Windows Vista, heißt es aus der Marktforschung. Große Hoffnungen liegen deshalb auf Windows 7, doch Microsoft steuert gegen. Speziell für Unternehmen sei es beim Wechsel der Betriebssysteme komfortabler, Vista als Zwischenschritt zu erwägen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Steve Ballmer gibt sich verständnisvoll
- 2Gewissensfrage auch für Privatkunden
- 3 >>> Kostenloser Download: Windows 7 Beta
Richard Francis leistet Überzeugungsarbeit im Dienste von Vista. Der Microsoft-Manager versucht laut Informationen von ZDNet Asia derzeit, Unternehmen einen Wechsel von XP zu Windows Vista schmackhaft zu machen: "Zwar gibt es sicherlich Firmen, die auf Windows 7 warten", sagt Francis. "Doch wir empfehlen Kunden, vorher auf Windows Vista umzusteigen."
Der Grund für diesen Ratschlag sei nicht etwa Gewinnmaximierung, sondern Komfort: Microsoft werde sich auf den nahtlosen Übergang von Vista zu Windows 7 konzentrieren. Im Gegensatz zur Veröffentlichung von Vista vor zwei Jahren seien die Hardware-Anforderungen des Betriebssystems mittlerweile kein Problem mehr für die meisten Nutzer, in technischer Hinsicht stünde einem Wechsel also nichts im Wege.
Steve Ballmer gibt sich verständnisvoll
Bereits im Oktober 2008 blies auch Microsoft-Chef Steve Ballmer ins gleiche Horn. Zwar sei er "ok" mit dem Plan vieler Firmen, Vista zu überspringen, solange sie denn pünktlich zu Windows 7 wieder zurückkämen. Dennoch empfahl der CEO, frühzeitig auf Windows Vista umzusatteln. Denn ein System, auf dem Vista laufe, habe auch kein Problem mit dem Nachfolger, so Ballmer. Beim Wechsel von XP könne man dies nicht garantieren.
Windows 7: Eindrücke vom Build 7000
In der aktuellen Vorabversion von Windows 7 können Sie die Optik des Betriebssystems stärker Ihren Wünschen anpassen.
Mit Windows 7 installiert sich auch der Internet Explorer 8 als Standard-Browser.
Die Vorabversion von Windows 7 ist nur eine begrenzte Zeit funktionstüchtig.
Anwendungen wie Mail-Programm oder Movie Maker hat Microsoft aus Windows 7 entfernt und stellt sie als optionalen Download bereit.
Das Action Center vereint in Windows 7 normale Statusinformationen und Sicherheitswarnungen.
Wer sich mit Windows 7 in ein Heim-Netzwerk einwählt, kann dort per HomeGroup bequem Daten austauschen.
Das Anpreisen von Vista seitens Ballmer und Francis weckt Zweifel, wenn man die Informationen von Marktforschungs-Unternehmen gegenüberstellt. So fand der Analyst Neil McDonald bei einer Studie heraus, dass 61 Prozent der Befragten entschlossen hätten, Windows Vista die kalte Schulter zu zeigen. Daran ändert auch die Aussage von Richard Francis nichts, der Vista mittlerweile 78.000 statt anfangs 22.000 kompatible Gerätetreiber attestiert.
Gewissensfrage auch für Privatkunden
Microsoft bemüht sich offenbar auch, private Nutzer zum Vista-Kauf zu animieren. Laut internen Dokumenten handelt der Konzern aktuell eine Kooperation mit Herstellern von Komplettsystemen aus: Wer einen solchen Computer ab dem 1. Juli inklusive Vista kauft, soll kostenlos auf Windows 7 wechseln können. Dieses Vorhaben hat Microsoft offiziell aber noch nicht bestätigt.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Ich würde Windows Vista ebenfalls ehr so in Richtung Windows ME einstufen. Von der Version hat man sich im Vorfeld auch viel versprochen, doch die meistens Features wurden nicht rechtzeitig fertiggestellt. Um den...
Hä? Vista SP1 hat ich mal ausprobiert, bin aber beim good ol' XP geblieben. Vista (etwa so genial wie damals Windows ME...) kommt mir nicht auf die Platte, no way! Windows 7 (=Vista SE) vielleicht ab SP1,...