Fotografieren wie die Profis: Canon EOS 50D im Test
Bildqualität für gehobene Ansprüche
Der drei Zoll große Flüssigkristallbildschirm auf der Rückseite der Canon EOS 50D kann dank des Live View den Blick durch den Sucher ersetzen. Der Spiegel in der Kamera klappt hoch und das Sucherbild wird vom Bildsensor an den Monitor weitergeleitet. Bei aktivierten Live View steht der Autofokus nicht zur Verfügung. Die Scharfstellung muss manuell erfolgen.
Das 17-bis-85-Millimeter-Objektiv des von netzwelt getesteten Kits ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. Im Test nahm die Canon EOS 50D bei aktiviertem Bildstabilisator Bilder bei einer Belichtungszeit von 1/20 Sekunde ohne Verwacklungen auf. Neben einem festen Stand ist hierfür auch ein ruhiges Händchen nötig. Ohne Bildstabilisator gilt 1/60 Sekunde als längste Verschlusszeit, die verwacklungsfrei aus der Hand aufgenommen werden kann.
Bildsensor und Digic-4-Prozessor der Canon EOS 50D arbeiten nicht nur schnell, sondern auch sehr gut. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen liefern sie brauchbare Aufnahmen. Die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 3.200 und lässt sich bis auf ISO 12.800 erweitern. Die Erweiterung bezahlt man mit einem starken Bildrauschen. Dafür sind die Bildstörungen bei ISO 1.600 nur dezent und auch bei ISO 3.200 sind die fertigen Fotos noch zu gebrauchen.
Vignettierungen, also Schatten an den Rändern und vor allem den Ecken der Aufnahmen, gleicht die Vignettierungskorrektur der Canon EOS 50D sehr gut aus. Für viele Objektive von Canon sind Korrektureinstellungen vorprogrammiert und müssen jeweils passend ausgewählt werden.
Die Canon EOS 50D ist im Handel sowohl im Set mit einem Objektiv oder nur als Gehäuse verfügbar - und der Preis sinkt stetig. Während Canon für das Gehäuse alleine einen Verkaufspreis von 1.299 Euro empfiehlt, verkaufen Online-Händler es bereits für unter 1.000 Euro. Das von netzwelt getestete Kit mit einem Objektiv mit einer Brennweite von 17 bis 85 Millimetern kostet online derzeit ungefähr 1.200 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung lag bei 1.699 Euro.
Canon EOS 50D
Mit Objektiv wiegt die Kamera fast 1,3 Kilogramm und ist somit kein Fotoapparat, den man ständig mit sich herum trägt.
Dank Live View dient der drei Zoll große Bildschirm auch als Sucher. Rechts daneben befindet sich über über dem großen Wahlrad der Joystick.
Kleine Flüssigkristallanzeige zum Ablesen der aktuellen Einstellungen. Über die Schnellwahltasten an der Oberseite der Anzeige und die zwei Wahlräder können diese schnell verändert werden.
Links: Stromzufuhr und Fernauslöser. Rechts: USB-Schnittstelle, Videoausgang und HMDI-Anschluss.
Fazit
Der sinkende Preis spricht nicht gegen die Canon EOS 50D. Er ist ein allgemeiner Trend bei Digitalkameras und gründet sich nicht auf die Qualität der Kamera. Die EOS 50D von Canon ist keine Kamera für Schnappschüsse, sondern eine digitale Spiegelreflexkamera für alle, die sich intensiver mit der Fotografie beschäftigen wollen. Sie liegt gut in der Hand, ist leicht zu bedienen und liefert Bilder in hervorragender Qualität.
Links zum Thema
- Full-HD und 21 Megapixel: Canon EOS 5D Mark II im Test
- Canon EOS 50D
- Lohnendes Schnäppchen: DSLR Canon EOS 1000D im Test


