Musik-Handy mit Sensor-Tasten, MP3-Player und Radio
Sensibler Rocker: Motorola Rokr E8 im Test
Das Motorola Rokr E8 zieht mit seiner wechselnden Touchscreen-Tastatur die Blicke auf sich: Unter einer durchsichtigen Abdeckung leuchten mal Buchstaben und Zahlen, mal Bedientasten für den Musik-Player. Das Rokr E8 wechselt die angezeigten Bedientasten, je nachdem ob der Nutzer im Menü navigiert oder die Musikwiedergabe startet.
Motorola Rokr E8: Die ausgefallene Optik des Motorola Rokr E8 überzeugt, die Handhabung dagegen nicht. Ohne Übung fällt die Bedienung der Sensortasten schwer. Zum Video: Motorola Rokr E8
Inhaltsverzeichnis
- 1Finger gespitzt: Sensortasten mit wechselnden Funktionen
- 2MP3-Player: Schöne Bedienung, mauer Klang
- 3Ausstattung: Kein HSDPA für schnelles Surfen
- 4Patzer beim Übertragen von Musik
- 5Fazit: Tolle Optik aber nur befriedigende Leistung
Inhalt
- Finger gespitzt: Sensortasten mit wechselnden Funktionen
- MP3-Player: Schöne Bedienung, mauer Klang
- Ausstattung: Kein HSDPA für schnelles Surfen
- Patzer beim Übertragen von Musik
- Fazit: Tolle Optik, aber nur befriedigende Leistung
Finger gespitzt: Sensortasten mit wechselnden Funktionen
Anstelle von physikalischen Tasten setzt Motorola Sensortasten ein. Erfühlbar sind die Bereiche der einzelnen Bedienfelder durch kleine Erhebungen auf der ansonsten glatten Fläche. Zur Bestätigung von Eingaben vibriert das Rokr E8 kurz. Die beleuchteten Sensortasten sehen in erster Linie schön aus, komfortabel zu bedienen sind sie hingegen nicht. Das Rokr-Handy bereitet Grobmotorikern Kopfschmerzen: Trotz nur einmaligem Drücken einer Taste setzt das Motorola-Handy gleich dreimal den gleichen Buchstaben hintereinander. Geduld und Fingerspitzengefühl helfen bei der Gewöhnung an die Sensortasten.
Das Motorola Rokr E8 im Video: Klicken Sie zum Starten auf den Pfeil.
Für die Navigation im Menü und der Song-Liste verbaut Motorola im Musik-Handy ein Sensor-Scrollrad. Den berührungsempfindlichen Bogen setzt Motorola ein, um das Navigieren in langen Listen zu erleichtern. Zum schnellen Scrollen eignet sich der Bogen gut, allerdings hält der Menü-Marker nicht immer an der richtigen Stelle an. Wer mit dem Scrollrad nicht zurecht kommt, kann auf die ebenfalls verbaute 5-Wege-Navigationstaste zurückgreifen und sich durchs Menü klicken.
Durch Leuchtkraft überzeugt das Zwei-Zoll-Display des Rokr-Handys, das im Querformat statt wie herkömmlich im Hochformat über dem Bedienfeld sitzt. Die Farben sehen kräftig aus und die Schrift wird scharf dargestellt. Für die Anzeige von Internet-Seiten erweist sich das Display allerdings als zu klein. Lange Ausflüge ins World Wide Web machen damit keine Freude.
MP3-Player: Schöne Bedienung, mauer Klang
Die Kernfunktion des Rokr E8 ist der Musik-Player. Mit einem Klick auf die Sensortaste in Notenform startet der Player, die Tastatur verschwindet und das Motorola-Handy zeigt stattdessen die Tasten für Wiedergabe, Pause sowie Vor- und Zurückspulen an. Die Lautstärke der Musik lässt sich über einen Wipp-Schalter an der linken Handy-Seite anpassen. Dieser lässt sich erfühlen, auch wenn das Handy in der Tasche steckt. Die Sensortasten zum Vorpsulen von Liedern sind hingegen nicht blind zu bedienen.
Motorola Rokr E8
Sobald MP3-Player oder Kamera gestartet werden, ändern sich die angezeigten Tasten.
Das Rokr E8 passt mit einem Gewicht von 106 Gramm und einer Dicke von nur einem Zentimter in die Hosentasche.
An der Handy-Seite sitzt die Lautstärke-Wippe, die sich auch blind erfühlen lässt.
Die kleinen Erhebungen geben einen Anhaltspunkt, wo welche Sensortaste sitzt.
Zwei Gigabyte internen Speicherplatz bietet das Rokr E8 für die Musiksammlung. Zur leichten Übersicht sortiert das Handy die gespeicherten Titel nach Genres, Alben und Künstler. Zusätzlich besteht die Möglichkeit indviduelle Wiedergabelisten mit beliebigem Namen anzulegen. Über Equalizer zum Anpassen des Klangs verfügt das Musik-Handy zwar, manuell anpassen lassen sich die elf Voreinstellungen jedoch nicht.
Der beste Tipp, um einen guten Klang zu erzielen: Die mitgelieferten Kopfhörer gegen hochwertigere tauschen. Dank der 3,5-mm-Klinkenbuchse passen alle gängigen Modelle. Per Bluetooth besteht zudem die Option, ein kabelloses Stereo-Headset anzuschließen. Ein Bass-Erlebnis ist der Klang zwar nicht, für Gelegenheitshörer, die ihre Lieblingsmusik auf dem Weg zur Arbeit oder beim Sport hören möchten, reicht die Klangqualität allemal aus.
Links zum Thema
- Musik-Handy im Test: Nokia 5220 XpressMusic
- Cool, kabellos, klangvoll: Motorolas Bluetooth-Kopfhörer
- Weitere Handy-Testberichte auf netzwelt
- Rokr E8 - Produktinfo bei Motorola
