CES 2009: TV-Trends und -Neuheiten aus Las Vegas

Widget Engine: TV-Geräte mit Internet-Verbindung

Sharps neue Flachbild-TV-Reihe "Aquos BD" hat maximal 23 Millimeter Bautiefe und soll in den Bildschirmdiagonalen 32, 37, 42, 46 und 52 Zoll auf den Markt kommen. Die LCD-Geräte verfügen zudem über eine Full-HD-Auflösung sowie über ein integriertes Blu-ray-Laufwerk und sollen bereits ab Februar zu noch nicht bekannten Preisen erhältlich sein. Schlank geht es auch bei Hitachi zu: Auf der CES präsentierte der Hersteller zwei 50 Zoll und 37 Zoll durchmessende Plasma-TV-Prototypen, die es auf lediglich 35 beziehungsweise 15 Millimeter Dicke bringen. Zur Ausstattung der Hitachi-Boliden gehört außerdem ein LED-Hintergrundlicht, das gegenüber den Vorgängermodellen nur noch etwa die Hälfte an Strom benötigen soll.

Das Wettrennen um den dünnsten LCD-Fernseher lieferten sich JVC und Samsung. JVC stellte einen 32 Zoll durchmessenden Prototypen eines LCD-Fernsehers vor, der nur sieben Millimeter dick ist. Mit nur fünf Kilogramm Gewicht ist der JVC zudem ein echtes Leichtgewicht. Durch eine besonders schmale LED-Hintergrundbeleuchtung kommt der auf der CES gezeigte Samsung-LCD-Prototyp auf 6,5 Millimeter Tiefe. Die Geräte der "Luxia LED TV"-Serie sollen in Größen von 40 bis 55 Zoll auf den Markt kommen. Noch dünner geht es derzeit nur mit OLED-Bildschirmen: Mit seinem nur 3 Millimeter dünnen 11-Zöller XEL-1 sorgte Sony bereits auf der letzten CES für einen echten Knüller. Der offizielle Preis von knapp 4.300 Euro macht den Flachmann allerdings auch zu einem reinen Nischenprodukt.

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JVC Luxia LED TV
Dünner geht’s kaum: Der von JVC vorgestellte LCD-Prototyp der Reihe "Luxia LED TV ist gerade mal 7 Millimeter dick.

Künftige TV-Geräte sollen auch bessere Bildqualität als bisher liefern. Während derzeit Bildwiederholraten von 120 Hz als Standard gelten, wirbt Sony bereits mit 200-Hertz-Fernsehern. LG-Philips gehen allerdings noch einen Schritt weiter und haben auf der CES ein 47-Zoll-Display vorgestellt, das mit einer Bildwiederholungsrate von 480 Hertz arbeitet. Laut LG-Philips sollen die ersten mit "Trumotion 480" ausgerüsteten Fernseher in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf den Markt kommen.

Neben immer dünneren und energieeffizienteren Displays ist die Verknüpfung von Internet und Fernsehen ein weiteres Trend-Thema auf der CES. Geht es nach Yahoo, sollen Anwender künftig auch auf herkömmlichen TV-Geräten im Web surfen können. Dazu hat der Hersteller eine Widget-Engine entwickelt, mit der sich bestimmte Internetapplikationen direkt über die TV-Fernbedienung aufrufen und auf dem Fernseher darstellen lassen. Laut Yahoo sollen sich damit beispielsweise Aktienkurse und die neuesten Nachrichten-Schlagzeilen abrufen, Youtube-Videos auf die Mattscheibe streamen oder Flickr-Fotos mit Freunden austauschen lassen.

Yahoo Connected
Mit der Yahoo Widget-Engine ausgestattete TV-Geräte können Web-Inhalte parallel direkt auf dem Fernseher darstellen.

Ausgewählte Modelle aus der Flachbildschirm-HDTV-Palette von Samsung werden den als Internet@TV-Content Service bezeichneten TV-Widget-Service unterstützen. Auch LG hat entsprechende Geräte am Start und will sie im ersten Halbjahr 2009 in Serie produzieren. Allen Fernsehern ist gemein, dass sie sich über den eingebauten Ethernet-Port oder über ein optional erhältliches drahtloses USB-Dongle mit dem Heimnetzwerk verbinden lassen. Yahoo plant für 2009, seinen Widget-Dienst in 13 Ländern zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen USA, Kanada, Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.

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