Immer dünner und leichter statt größer
CES 2009: TV-Trends und -Neuheiten aus Las Vegas
Auf der Consumer Electronics Show (CES) läutet die Elektronikbranche das neue Jahr regelmäßig mit spannenden Produktneuheiten ein. Doch anders als in den Jahren zuvor klotzen die CES-Aussteller nicht mehr mit den größten TV-Geräten, sondern rücken hauchdünne Displays und internetfähige TVs in den Vordergrund. Netzwelt hat sich alle Highlights angesehen.
Die Consumer Electronics Show ist immer für eine Überraschung gut. Regelmäßig wurden auf der 1967 stattfindenden Messe Meilensteine der Unterhaltungselektronik vorgestellt. So war es 1970 der Videorekorder, 1982 der Commodore 64 und im Jahr 1998 war auf der CES erstmals HDTV zu sehen. Auch dieses Jahr hat sich die Elektronikbranche in Las Vegas eingefunden, um ihre Produkt-Neuheiten und Technik-Highlights zu präsentieren. Letztes Jahr zählten die Veranstalter 140.000 Besucher und 2.700 Hersteller auf der knapp fünf Quadratkilometer großen Ausstellungsfläche.
Angesichts erlahmender Konjunktur, einer angeschlagenen Autobranche und pessimistischen PC-Auguren werden für 2009 zwar etwas weniger Messebesucher erwartet, doch die CES lieferte auch dieses Jahr vom 8. bis 11. Januar wieder Innovationen am laufenden Band. Im Mittelpunkt stehen wie bei jeder CES traditionell die Fernseher und Displays. Deren Schönheitsideal bestimmen aktuell besonders zwei Trends: immer dünnere Bildschirme und eine immer stärkere Vernetzung von Unterhaltungselektronik-Komponenten.
Trend: Sehr dünne statt immer größere Fernseher
Bereits auf der letztjährigen IFA konnten Besucher feststellen, dass wichtige Hersteller von TV-Geräten wie Philips, Sony und Samsung auf flachere statt immer größere LCD- und Plasma-Fernseher setzten. Dieser Trend hat sich inzwischen flächendeckend durchgesetzt - Bautiefen von wenigen Zentimetern sind das Maß der Dinge. Gleichzeitig arbeiten die Hersteller auch daran, die Bildqualität weiter zu verbessern und dabei gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken.


HD-Fernsehen einmal anders: Das neue Sony-Display XEL-1 stellt hochauflösende Filme weder mit TFT-Technik noch über eine Bildröhre dar, sondern setzt ganz auf OLED. Das sind organische Leuchtdioden, die besonders flache Bildschirme ermöglichen. Den Anfang macht der vorerst nur in Japan erhältliche XEL-1, dessen OLED-Display lediglich drei Millimeter durchmisst.
Samsung zeigt auf der CeBIT 2008 zwei Varianten von OLED-Fernsehern. Ein kleineres Modell mit 14 Zoll Bilddiagonale und einen großen Fernseher mit 31 Zoll Diagonale. Die kleine Variante will Samsung im kommenden Jahr produzieren.
Wer nach dem Kauf eines neuen flachen HD-Fernsehers immer noch der Meinung ist, die Mattscheibe nehme zu viel Platz im Wohnzimmer ein, wird Sony dankbar sein. Auf der Messe "Display 2008" in Tokio präsentierte die Firma einen Bildschirm, der 0,3 Millimeter flach ist.
Die Display-Sparte des Elektronik-Konzerns LG stellte die nach eigenen Angaben dünnsten LCD-Panels der Welt vor. Die Panels mit einem Durchmesser von 42 und 47 Zoll sind nur 5,9 Millimeter dick und verfügen über eine LED-Hintergrundbeleuchtung. Damit sind in Zukunft noch dünnere und leichtere TV-Geräte denkbar.
Samsung präsentiert den nach eigenen Angaben dünnsten LED-Fernseher der Welt . Der Prototyp eines nur 3,9 Millimeter dicken und 40 Zoll großen TV-Geräts nutzt Leuchtdioden zur Hintergrundbeleuchtung. Das berichten der Technikblog Akihabaranews und der Nachrichtenservice Asiapulse.
Nach dem Siegeszug der Flachbildschirme macht die Display-Technik wieder enorme Fortschritte. Eine Messe im japanischen Yokohama zeigt die Technik der Zukunft. Die netzwelt-Redaktion hat die fünf wichtigsten Trends herausgepickt.
Am Sonntag schloss in Las Vegas die Consumer Electronic Show ihre Pforten. Im Vergleich zu 2009 kamen in diesem Jahr wieder mehr Besucher und Journalisten zur Technik-Show in Nevada. Der US-Branchenverband CEA spricht von einer Signalwirkung für den ganzen Industriezweig.




